Aston Martin ist ein traditionsreicher britischer Automobilhersteller mit Sitz in Gaydon, England. Er zählt zu den bekanntesten britischen Produzenten von Luxus- und Sportwagen, deren Modelle weltweit auch durch ihre Auftritte in den James-Bond-Filmen berühmt wurden.
Aston Martin gehört derzeit insgesamt acht Investoren, wobei den größten Anteil mit 39 % die Prestige Motors Holding hält. Das größte Werk, in dem Aston-Martin-Fahrzeuge gefertigt werden, befindet sich in der Nähe der Unternehmenszentrale im britischen Gaydon, wo Aston Martin rund 1.200 Mitarbeiter beschäftigt. Seit 2008 arbeitet das Unternehmen jedoch auch mit dem Magna-Steyr-Werk im österreichischen Graz zusammen.
Aston Martin wurde 1913 von Lionel Martin und Robert Bamford in London gegründet. Obwohl das ursprüngliche Ziel beider Gründer die Produktion von Sportwagen war, lenkten die Weltkriege die Fertigung weitgehend auf die Rüstungsindustrie um. Im Jahr 1947 übernahm Sir David Brown das angeschlagene Unternehmen und entwickelte in Zusammenarbeit mit Bentley eine Reihe erfolgreicher DB-Sportmodelle. In den 1970er-Jahren durchlief das Unternehmen zahlreiche finanzielle Turbulenzen, die erst durch die Übernahme seitens Ford beendet wurden, das in den 1990er-Jahren massiv in die britischen Werke investierte. Im Jahr 2007 war Ford infolge der Finanzkrise gezwungen, seine Anteile an Aston Martin an eine Investorengruppe unter der Führung von David Richards zu verkaufen.
Aston Martin ist ausschließlich für die Produktion hochwertiger Sportwagen bekannt. Der Hauptabsatzmarkt für die Fahrzeuge ist Europa; dank der früheren Zusammenarbeit mit Ford sind Aston-Martin-Fahrzeuge jedoch auch in Nordamerika weit verbreitet. Im Jahr 2010 belebte das Unternehmen zudem die Marke Lagonda wieder, unter der es viertürige Luxuslimousinen in Asien vertreibt.