Die BMW Group hat ein neues Markenzeichen für BMW ALPINA vorgestellt, das seit Januar 2026 als eigenständige Exklusivmarke innerhalb des Konzerns fungiert. Das modernisierte Logo markiert den Abschluss des Übernahmeprozesses der Marke, der mit der Akquisition im Jahr 2022 begann, und ihrer vollständigen Eingliederung zum 1. Januar 2026.
Das neue Emblem behält zwei historische Elemente bei — die doppelte Ansaugung mit Drosselklappen und die Kurbelwelle. Im Vergleich zur früheren Ausführung nutzt es jedoch ein transparentes Design mit reduzierter Farbgebung. Laut Pressemitteilung der BMW Group soll das neue Design „Präzision und Raffinesse" der Marke betonen. Konkrete visuelle Änderung: schärfere Linien, weniger Farben, eine durchscheinende Ausführung anstelle des früher vollständig kolorierten Zeichens.

Alpina hatte seinen Sitz im bayerischen Buchloe, wo das Unternehmen seit den 1960er-Jahren Fahrzeuge auf Basis von BMW-Modellen fertigte. Seit 1983 besaß Alpina den Status eines eingetragenen Automobilherstellers — es handelte sich also nicht um einen bloßen Tuner, sondern um einen vollwertigen Automobilhersteller mit eigener Typgenehmigung. Nach der Akquisition im Jahr 2022 vereinbarten beide Seiten eine Übergangsphase bis Ende 2025, während der Alpina unabhängig weiterarbeitete.
Ab 2026 verlagert sich die Produktion vollständig in die Werke der BMW Group, die laut Konzernangaben an die Besonderheiten der Kleinserienfertigung von ALPINA angepasst wurden. In der Praxis bedeutet das eine größere Produktionskapazität und Zugang zu den neuesten Plattformen — laut Motor1.com wird über eine Rückkehr der B7-Reihe auf Basis der 7er-Reihe spekuliert, eventuell auch über ein luxuriöses SUV.
BMW ALPINA richtet sich an Kunden, die hohe Leistung mit Komfort auf langen Strecken kombinieren möchten. Im Gegensatz zur BMW-M-Division, die sich primär auf Rundstrecken-Sportlichkeit konzentriert, positioniert sich ALPINA als Wahl für schnelles, aber komfortables Reisen. Zur Serienausstattung sollen Lederinterieurs, 20-Speichen-Leichtmetallräder und die traditionellen blauen und grünen ALPINA-Metallic-Lackierungen gehören.

Das tschechische BMW-Händlernetz umfasst 22 autorisierte Verkäufer. Ob alle berechtigt sein werden, BMW-ALPINA-Fahrzeuge zu verkaufen, hat BMW bislang nicht präzisiert. Historisch wurden Alpina-Modelle in Tschechien nur in einstelliger Stückzahl pro Jahr verkauft. Mit der Überführung unter die BMW Group und der erwarteten Erweiterung der Modellpalette könnte sich die Verfügbarkeit erhöhen — das wird vom Start des ersten neuen Modells abhängen, der für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet wird.