Die modernisierte BMW 7er-Reihe ist in die Serienproduktion gegangen. Im deutschen Werk in Dingolfing lief heute das erste Fahrzeug nach der umfassendsten Modernisierung in der Geschichte der Marke vom Band, bei der Innovationen aus der elektrischen Neue-Klasse-Reihe erstmals auf ein bereits produziertes Modell übertragen werden. Laut BMW soll sich die Neue-Klasse-Technologie bis Ende 2027 auf insgesamt 40 Modelle des Konzerns ausweiten. Die Flaggschiff-Limousine behält alle vier Antriebsarten bei - Benzin, Diesel, Plug-in-Hybrid und rein elektrisch. Details zu Preisen und Ausstattungen haben wir bereits beim Verkaufsstart im April beschrieben; jetzt geht die modernisierte 7er-Reihe in Produktion.

Den größten Fortschritt verzeichneten die Antriebseinheiten. Eine neue Batterie mit zylindrischen Zellen der sechsten Generation verlängerte Reichweite und Ladeleistung. Der elektrische BMW i7 60 xDrive schafft laut Hersteller mit einer Ladung bis zu 727 km nach WLTP-Methodik (zwischen 608 und 727 km je nach Ausstattung) und lädt von 10 auf 80 Prozent in rund 28 Minuten. Der kombinierte Stromverbrauch liegt bei 20,8 kWh pro 100 km, die CO₂-Emissionen sind null.

Die Modernisierung brachte eine neue, stärker zentralisierte Software- und Elektronikarchitektur und damit auch ein neues Head-up-Display sowie das Bedienkonzept BMW Panoramic iDrive. Neu in der Ausstattung ist der Beifahrer-Bildschirm BMW Passenger Screen sowie der verbesserte Fond-Bildschirm BMW Theatre Screen. Das System BMW Symbiotic Drive soll für ein natürlicheres Zusammenspiel zwischen Fahrer und Assistenzsystemen sorgen - derselbe Ansatz, den BMW auch bei weiteren Neuheiten auf der Neue-Klasse-Plattform einsetzt, etwa beim neuen elektrischen X5.
BMW betont die handwerkliche Seite der Fertigung. Kunden können aus mehr als 500 Farben und Farbkombinationen der Karosserie sowie etwa 700 Material- und Innenausstattungskombinationen wählen - laut Hersteller der höchste Individualisierungsgrad in der Geschichte des Modells. Neu in der Branche ist ein Lackierverfahren mit unterschiedlicher Oberflächenbehandlung, das erstmals matte und glänzende Flächen auf einer Karosserie kombiniert. Die Entwicklung dauerte zweieinhalb Jahre, und wegen des Abklebens und des manuellen Lackauftrags erfordert jedes Fahrzeug über 4.500 Arbeitsminuten, davon rund 2.000 Minuten Handarbeit.

Exklusive Innenraumteile entstehen in der Individual Manufaktur, die Handarbeit mit High-Tech-Werkzeugen verbindet. Künstliche Intelligenz wird zur optischen Kontrolle des Leders und zu dessen effizientem Zuschnitt eingesetzt, das Nähen der Polsterung übernimmt ein 3D-Nähroboter in Zusammenarbeit mit Handwerkern. Die Qualität wird durch eine Kombination aus Maschinen und Menschen überwacht, und jedes Fahrzeug absolviert zudem eine abschließende Fahrprüfung im realen Straßenverkehr.
„Die neue BMW 7er-Reihe unterstreicht das, was Dingolfing auszeichnet: die Verbindung von Spitzenindustrieproduktion mit sorgfältiger handwerklicher Verarbeitung. Das ermöglicht es uns, für unsere Kunden weltweit außergewöhnliche Fahrzeuge zu bauen, die technologische Perfektion mit höchsten Standards an Exklusivität, Individualität und Qualität verbinden", sagte Werkleiter Christoph Schröder.
Die 7er-Reihe wird in der Montagehalle 52 auf demselben Band gefertigt wie der BMW 5er und der elektrische BMW iX. Alle Antriebsvarianten werden flexibel nebeneinander montiert. In die Modernisierung in Dingolfing und im 30 Kilometer entfernten Komponentenwerk in Landshut hat BMW einen Betrag im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich investiert. Dingolfing produziert neben den Fahrzeugen selbst auch Achsen und Elektromotoren, Landshut liefert etwa Armaturenbrett-Elemente, Stoßfänger und Gussteile für den Karosseriebau.
Der gesamte zugekaufte Strom in Dingolfing stammt aus erneuerbaren Quellen, ein Teil wird direkt vor Ort erzeugt. Seit Ende 2025 liefert eine Photovoltaikanlage mit einer Kapazität von fast 11 MWp Strom vom Dach des Werks. Ein neues Biomasseheizkraftwerk westlich des Werks liefert zudem bis zu 100.000 MWh Wärme pro Jahr und deckt damit etwa die Hälfte des Wärmebedarfs des gesamten Areals.
Die modernisierte 7er-Reihe kann in Tschechien bereits seit April bestellt werden. Die Verbrenner-Basisversion 740 xDrive startet bei 2.954.900 Kč, der elektrische i7 beginnt mit der Version 50 xDrive bei 2.991.300 Kč. Der oben beschriebene i7 60 xDrive mit einer Reichweite von bis zu 727 km kostet 3.552.900 Kč, das Topmodell i7 M70 xDrive 4.604.600 Kč. Eine vollständige Übersicht der Motorisierungen und Ausstattungen finden Sie auf der Seite zum BMW i7. Einen Termin für die ersten Auslieferungen an tschechische Kunden hat BMW noch nicht genannt.