Dacia bereitet das längste Fahrzeug seiner Geschichte vor. Das C-Segment-Crossover-Kombi, das lange unter dem Codenamen C-Neo kursierte, hat den offiziellen Namen Striker erhalten und nähert sich nach der ersten Designenthüllung im März dieses Jahres der vollständigen Premiere mit finaler Technik, Innenraum und Preisen. Vorserienfahrzeuge verfeinern bereits letzte Details auf öffentlichen Straßen, wie Erlkönigbilder belegen, die im Thread des spanischen Forums CochesPias gesammelt wurden. Der Verkauf ist für Anfang 2027 geplant.
Unter dem Arbeitstitel C-Neo entwickelte sich das Projekt über Jahre. Das fertige Fahrzeug zeigte Dacia erstmals am 10. März 2026 und bestätigte den Seriennamen Striker, der sich in die etablierte Namensendung der Marke einfügt (Duster, Jogger, Bigster) und laut Hersteller auf die Popkultur der 1980er Jahre anspielt. Der Striker füllt die Lücke über dem familienfreundlichen Jogger und wird zum Flaggschiff unter den erschwinglichen Familienautos. Er ist das Schwestermodell des SUV Dacia Bigster, mit dem er die Technik teilt, sich aber durch eine längere, kombiartige Silhouette mit erhöhter Bodenfreiheit unterscheidet. Die ersten offiziellen Fotos und den tschechischen Kontext haben wir bereits im März-Artikel vorgestellt; nun kommen technische Details hinzu.

Der Striker misst in der Länge 4 620 mm bei einem Radstand von 2 700 mm. Das sind rund 300 mm mehr als ein Volkswagen Golf und nur wenig weniger als ein Škoda Octavia Combi - damit ist er ein vollwertiger Mitbewerber der C-Klasse und kein gestrecktes Modell einer niedrigeren Kategorie. Gegenüber dem SUV Bigster ist er rund 50 mm länger. Das Fahrzeug basiert auf der bewährten modularen Plattform CMF-B der Renault-Allianz, die es mit Bigster und Sander teilt. Das Kofferraumvolumen hat Dacia offiziell noch nicht bestätigt, nach verfügbaren Informationen soll es jedoch 600 Liter übersteigen, wozu das lange Kombi-Profil beiträgt.
| Parameter | Dacia Striker | Vergleich |
|---|---|---|
| Länge | 4 620 mm | ca. 50 mm länger als Bigster, ca. 300 mm länger als VW Golf |
| Radstand | 2 700 mm | identisch mit Bigster |
| Sitzplätze | 5 | - |
| Kofferraumvolumen | über 600 l (erwartet) | offiziell nicht bestätigt |
| Plattform | CMF-B | geteilt mit Bigster und Sander |
Der Striker erhält dasselbe Antriebsangebot wie der Bigster und setzt auf Vielfalt. Die Topversion soll der Vollhybrid Hybrid 155 sein, der nach verfügbaren Informationen einen Vierzylinder-Benziner 1.8 mit einem Elektromotor kombiniert und rund 155 PS mit Frontantrieb bietet. Für anspruchsvollere Bedingungen bereitet Dacia die Variante Hybrid 4×4 vor, bei der die Hinterachse von einem separaten Elektromotor angetrieben wird, sodass das Fahrzeug Allradantrieb ohne klassische Kardanwelle erhält. Ebenfalls im Programm ist die traditionelle Zweikraftstoffvariante ECO-G für Benzin und LPG, die viele Kunden aufgrund der niedrigen Kraftstoffkosten schätzen, sowie der Einstiegs-Mildhybrid-Benziner 1.2 mit Schaltgetriebe. Genaue Leistungsdaten und Verbrauchswerte gibt Dacia bei der vollständigen Vorstellung bekannt.
| Antrieb | Beschreibung | Antriebsachsen |
|---|---|---|
| Hybrid 155 | Vollhybrid, Benziner 1.8 + Elektromotor, rund 155 PS | Vorderrad |
| Hybrid 4×4 | Hybrid mit Elektromotor an der Hinterachse | 4×4 |
| ECO-G | Zweikraftstoffantrieb Benzin/LPG | Vorderrad |
| mild hybrid 1.2 | Mildhybrid-Benziner, Schaltgetriebe (Einstiegsversion) | Vorderrad |

Den Innenraum hat Dacia offiziell noch nicht gezeigt und hält ihn für die vollständige Premiere zurück. Nach verfügbaren Informationen soll der Striker Lenkrad und digitale Ausstattung vom gefacelifteten Duster übernehmen, also einen rund zehn Zoll großen Touchscreen für das Infotainment, und im Programm soll auch ein Panoramadach erscheinen. Erlkönigbilder zeigen getarnte Innenräume der Versuchsfahrzeuge, das finale Armaturenbrett enthüllt Dacia jedoch erst zusammen mit der vollständigen Technik.
Interessant ist der Produktionsstandort des Striker. Anders als die meisten Modelle der Marke wird er nicht im rumänischen Pitești gefertigt, sondern in der Türkei, wie die Portale Carscoops und Romania Insider berichteten. Das türkische Werk der Renault-Allianz produziert bereits verwandte Modelle und ermöglicht es, die Produktionskosten niedrig zu halten - für Dacia entscheidend, um das Versprechen eines erschwinglichen Preises einzuhalten.

Dacia verspricht einen Einstiegspreis unter 25 000 Euro, was umgerechnet etwa 600 000 bis 650 000 Kč entspricht. Ein konkreter tschechischer Preiskatalog existiert noch nicht, und die finalen Preise für den Heimatmarkt werden erst kurz vor dem Verkaufsstart Anfang 2027 feststehen. Dennoch soll der Striker etablierte Mitbewerber der C-Klasse deutlich unterbieten: Ein Familien-Kombi mit Allradantrieb und Hybrid zu einem Preis, für den man anderswo ein deutlich kleineres Fahrzeug bekommt - genau das ist das Angebot, mit dem Dacia in Tschechien langfristig erfolgreich ist. Im Heimatmarkt vertritt ein offizieller Importeur die Marke, und der Striker tritt vor allem gegen den teureren Škoda Octavia Combi und das Schwestermodell Bigster an. Die aktuell verfügbaren Daten und Motorisierungen fassen wir auf der Modellseite Dacia Striker zusammen; wir werden sie ergänzen, sobald Dacia die offiziellen technischen Daten veröffentlicht.
Die vollständige Vorstellung mit finalem Innenraum, genauen Leistungsdaten und endgültigen Preisen steht kurz bevor. Laut offiziellen Angaben von Dacia soll der Striker ab Anfang 2027 in den Handel kommen.