Das Werk Martorell tritt in die letzte Vorbereitungsphase vor dem Start der Serienproduktion des CUPRA Raval ein — des ersten vollelektrischen Fahrzeugs, das dort vom Band laufen wird. Laut Angaben des Herstellers CUPRA wurde das Werk umfassend umgebaut: Fast 160.000 Quadratmeter wurden für die Produktion von Elektrofahrzeugen angepasst.
Die Modernisierung betraf die Fertigungslinie 1, wo 1.000 neue Roboter im Karosseriebau sowie 60 Presswerkzeuge hinzukamen, darunter eine neue Servopressenlinie PXL. Für die Familie der städtischen Elektrofahrzeuge des Volkswagen-Konzerns wurden 4 neue Karosseriefarben entwickelt.
Kürzlich wurde eine 600 Meter lange automatisierte Brücke in Betrieb genommen, die das neue Werk zur Montage von Batteriesystemen (eröffnet im Dezember 2025) mit der Montagehalle verbindet. Die Batteriemodule gelangen dabei in fünf Metern Höhe reibungslos zur Fertigungslinie.
„Wir befinden uns in der letzten Phase unserer industriellen Transformation. Martorell entwickelt sich weiter, und mit der Einführung der neuen Elektrofahrzeuge festigen wir unsere Rolle in der Mobilität der Zukunft“, sagte Markus Haupt, Vorstandsvorsitzender der Marken SEAT und CUPRA.
Der CUPRA Raval ist kein Einzelprojekt. Die Marken SEAT und CUPRA verantworten die Entwicklung der gesamten Familie städtischer Elektrofahrzeuge für die Core-Gruppe des Volkswagen-Konzerns. Aus Martorell werden der CUPRA Raval und der Volkswagen ID.2 (in Pressematerialien auch als ID. Polo bezeichnet) vom Band laufen, im Volkswagen-Werk Navarra dagegen der Škoda Epiq und der Volkswagen ID.2 X.
Alle 4 Modelle teilen sich die Plattform MEB Entry. In Spanien arbeiten mehr als 90 Zulieferer mit 110 Werken an dem Projekt, die 70 % der gesamten Materialkosten übernehmen. Die Mitarbeiter beider Werke haben über 560.000 Schulungsstunden im Bereich Elektromobilität absolviert.
Nach bisherigen Informationen wird der Raval mit zwei Batterievarianten angeboten — 38 kWh und 56 kWh — mit einer Reichweite nach WLTP von rund 400 bis 450 km bei der größeren Version. Die Leistung wird von etwa 96 kW (130 PS) in der Basisversion bis 166 kW (223 PS) in der sportlichen VZ-Variante reichen.
Mit einer Länge von 4 046 mm und einem Radstand von 2 600 mm reiht sich der Raval in das Segment der kompakten städtischen Elektrofahrzeuge ein. Im Vergleich zu den sportlichen CUPRA-Modellen mit Verbrennungsmotor handelt es sich um eine völlig andere Kategorie — klein, leicht und auf die Stadt ausgerichtet.
Die Weltpremiere ist für März 2026 in Barcelona geplant, der Verkaufsstart in Europa soll im Sommer desselben Jahres erfolgen. Der Einstiegspreis in Westeuropa wird auf ab 26 000 Euro geschätzt, was beim aktuellen Kurs einem Betrag von unter 670 000 Kronen entsprechen würde.
CUPRA betreibt in Tschechien derzeit ein Händlernetz gemeinsam mit der Marke SEAT. Der Raval wird mit dem bevorstehenden Renault 5 E-Tech, dem Volkswagen ID.2 sowie dem tschechischen Škoda Epiq konkurrieren, der aus dem Schwesterwerk in Navarra kommt.