Wie der CUPRA Raval entsteht: Blick in die Produktion in Martorell mit tausend neuen Robotern

Wie der CUPRA Raval entsteht: Blick in die Produktion in Martorell mit tausend neuen Robotern

Jiří Zelinka, 16. Juni 2026

Die Marke CUPRA hat ein Video von der Produktionslinie veröffentlicht und zeigt erstmals, wie ihr kleinstes Elektroauto im spanischen Martorell entsteht. Die Serienproduktion des Modells Raval startete Anfang Juni und das Fahrzeug soll im Sommer in den Verkauf kommen. Bevor es auf die Straße rollt, durchläuft es ein komplett umgebautes Werk, das der Volkswagen-Konzern von der Verbrenner- auf die Elektromobilmontage umgestellt hat.

Für Martorell ist der Raval das erste Auto, das dort von der Konzeption über die Entwicklung bis hin zur eigentlichen Produktion entstanden ist. Laut CUPRA erforderte der Umbau die Umgestaltung von rund 160.000 m² Produktionsfläche und den Einsatz von tausend neuen Robotern. Hier sind die Elemente der Linie, auf die die Marke besonders stolz ist.

Linie 1 und tausend neue Roboter

Die Montage des Raval läuft auf der sogenannten Linie 1, die das Werk laut Pressemitteilung vollständig modernisiert hat. Dazu gehören neben den neuen Robotern auch ein auf Elektromobilität umgeschultes Mitarbeiterteam und ein optimierter Fertigungsprozess. Das Fahrzeug nimmt auf der Linie schrittweise seine endgültige Form an - von den einzelnen Teilen bis zum fertigen Elektroauto.

Roboter an der Montagelinie des CUPRA Raval in Martorell
Die Karosseriemontage übernehmen Roboter. Foto: CUPRA

Was an der Linie neu ist

CUPRA hat sechs Elemente hervorgehoben, die Martorell zu einem der modernsten Werke des Konzerns machen sollen. Bei den meisten handelt es sich um die eigene Einschätzung des Herstellers, daher sind Superlative mit Vorsicht zu genießen. Der Überblick vermittelt jedoch einen guten Eindruck davon, wie ein erschwingliches Elektroauto heute gebaut wird:

ElementFunktion
Presslinie PXLLaut Hersteller eine der leistungsstärksten der Welt, produziert 4 Millionen Teile pro Jahr
Absolutes Messen in der LinieVier Roboter mit Kameras und sechs Sensoren kontrollieren kontinuierlich die Fahrzeugmaße; CUPRA bezeichnet diese Technik in Europa als einzigartig
Titan-RoboterMit 2,5 Metern Höhe die größten im Werk, heben bis zu 1.000 kg und montieren die Seitenpaneele am Karosserieskelett
LaserkabineEine der größten im Volkswagen-Konzern, schweißt das Fahrzeugdach
Elektrische TrockenkabineErste elektrische Trockenanlage in der Lackiererei mit null CO2-Emissionen; ermöglicht Farbtöne wie „Regenbogen Plasma" und „Matt Manganese"
BatteriepaketGelangt über eine über 600 m lange überdachte Brücke aus der Montagehalle und wird zusammen mit den Achsen und dem Elektromotor in die selbsttragende Karosserie eingebaut
Produktionselemente des Modells CUPRA Raval. Quelle: Pressemitteilung CUPRA / Porsche Česká republika.
Roboter kontrollieren die Karosserie des CUPRA Raval in der Mess- und Lackkabine
Roboter mit Kameras und Sensoren messen und lackieren die Fahrzeugkarosserie. Foto: CUPRA
Offizielles CUPRA-Video von der Produktionslinie des Raval in Martorell.

Ein Teil der Technologien knüpft an das an, was Martorell bereits früher eingeführt hat. Die Batterien für den Raval werden direkt auf dem Werksgelände in einer Halle gefertigt, in der SEAT als erster im Konzern die Cell2Pack-Technologie eingesetzt hat - die Zellen werden ohne Zwischenlage von Modulen direkt in das Batteriepaket eingebaut. Die Halle kann laut Unternehmen rund 1.200 Batterien pro Tag produzieren, also etwa eine alle 45 Sekunden.

Karosserie des CUPRA Raval an der Produktionslinie in Martorell
Karosserie des Raval an der Linie vor der Montage von Antrieb und Batterie. Foto: CUPRA

Vier Fahrzeuge von einer technischen Basis

Der Raval ist in Martorell nicht allein. Vom selben Band läuft auch sein Schwestermodell Volkswagen ID. Polo, und dieselbe Plattform für erschwingliche Stadtstromer des Konzerns trägt auch das SUV Volkswagen ID. Cross sowie den Škoda Epiq, der im spanischen Pamplona entsteht. Die Entwicklung der gesamten Familie hat der Volkswagen-Konzern erstmals der spanischen Division SEAT und CUPRA übertragen und nicht dem Stammwerk in Wolfsburg.

Was die Produktion für tschechische Interessenten bedeutet

Der Produktionsstart rückt auch die Lieferungen für tschechische Kunden näher - das Auto ist kein Papierversprechen mehr. Der CUPRA Raval hat in Tschechien eine veröffentlichte Preisliste: Die Aktionsversion ROOKIE startet bei 649.900 Kč, die reguläre Basisversion bei 719.900 Kč und das Topmodell VZ kostet 909.900 Kč. Vollständige Spezifikationen und Preise finden Sie auf der CUPRA Raval-Seite. Das Fahrzeug wird über das SEAT/CUPRA-Händlernetz vertrieben, dessen Importeur Porsche Česká republika ist; seine tschechische Premiere feierte der Raval auf den Mai-Legenden.

Fertiger CUPRA Raval auf dem Werksgelände in Martorell
Der fertige CUPRA Raval verlässt das Produktionsgelände in Martorell. Foto: CUPRA

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