Die Marke CUPRA hat ein Video von der Produktionslinie veröffentlicht und zeigt erstmals, wie ihr kleinstes Elektroauto im spanischen Martorell entsteht. Die Serienproduktion des Modells Raval startete Anfang Juni und das Fahrzeug soll im Sommer in den Verkauf kommen. Bevor es auf die Straße rollt, durchläuft es ein komplett umgebautes Werk, das der Volkswagen-Konzern von der Verbrenner- auf die Elektromobilmontage umgestellt hat.
Für Martorell ist der Raval das erste Auto, das dort von der Konzeption über die Entwicklung bis hin zur eigentlichen Produktion entstanden ist. Laut CUPRA erforderte der Umbau die Umgestaltung von rund 160.000 m² Produktionsfläche und den Einsatz von tausend neuen Robotern. Hier sind die Elemente der Linie, auf die die Marke besonders stolz ist.
Die Montage des Raval läuft auf der sogenannten Linie 1, die das Werk laut Pressemitteilung vollständig modernisiert hat. Dazu gehören neben den neuen Robotern auch ein auf Elektromobilität umgeschultes Mitarbeiterteam und ein optimierter Fertigungsprozess. Das Fahrzeug nimmt auf der Linie schrittweise seine endgültige Form an - von den einzelnen Teilen bis zum fertigen Elektroauto.

CUPRA hat sechs Elemente hervorgehoben, die Martorell zu einem der modernsten Werke des Konzerns machen sollen. Bei den meisten handelt es sich um die eigene Einschätzung des Herstellers, daher sind Superlative mit Vorsicht zu genießen. Der Überblick vermittelt jedoch einen guten Eindruck davon, wie ein erschwingliches Elektroauto heute gebaut wird:
| Element | Funktion |
|---|---|
| Presslinie PXL | Laut Hersteller eine der leistungsstärksten der Welt, produziert 4 Millionen Teile pro Jahr |
| Absolutes Messen in der Linie | Vier Roboter mit Kameras und sechs Sensoren kontrollieren kontinuierlich die Fahrzeugmaße; CUPRA bezeichnet diese Technik in Europa als einzigartig |
| Titan-Roboter | Mit 2,5 Metern Höhe die größten im Werk, heben bis zu 1.000 kg und montieren die Seitenpaneele am Karosserieskelett |
| Laserkabine | Eine der größten im Volkswagen-Konzern, schweißt das Fahrzeugdach |
| Elektrische Trockenkabine | Erste elektrische Trockenanlage in der Lackiererei mit null CO2-Emissionen; ermöglicht Farbtöne wie „Regenbogen Plasma" und „Matt Manganese" |
| Batteriepaket | Gelangt über eine über 600 m lange überdachte Brücke aus der Montagehalle und wird zusammen mit den Achsen und dem Elektromotor in die selbsttragende Karosserie eingebaut |

Ein Teil der Technologien knüpft an das an, was Martorell bereits früher eingeführt hat. Die Batterien für den Raval werden direkt auf dem Werksgelände in einer Halle gefertigt, in der SEAT als erster im Konzern die Cell2Pack-Technologie eingesetzt hat - die Zellen werden ohne Zwischenlage von Modulen direkt in das Batteriepaket eingebaut. Die Halle kann laut Unternehmen rund 1.200 Batterien pro Tag produzieren, also etwa eine alle 45 Sekunden.

Der Raval ist in Martorell nicht allein. Vom selben Band läuft auch sein Schwestermodell Volkswagen ID. Polo, und dieselbe Plattform für erschwingliche Stadtstromer des Konzerns trägt auch das SUV Volkswagen ID. Cross sowie den Škoda Epiq, der im spanischen Pamplona entsteht. Die Entwicklung der gesamten Familie hat der Volkswagen-Konzern erstmals der spanischen Division SEAT und CUPRA übertragen und nicht dem Stammwerk in Wolfsburg.
Der Produktionsstart rückt auch die Lieferungen für tschechische Kunden näher - das Auto ist kein Papierversprechen mehr. Der CUPRA Raval hat in Tschechien eine veröffentlichte Preisliste: Die Aktionsversion ROOKIE startet bei 649.900 Kč, die reguläre Basisversion bei 719.900 Kč und das Topmodell VZ kostet 909.900 Kč. Vollständige Spezifikationen und Preise finden Sie auf der CUPRA Raval-Seite. Das Fahrzeug wird über das SEAT/CUPRA-Händlernetz vertrieben, dessen Importeur Porsche Česká republika ist; seine tschechische Premiere feierte der Raval auf den Mai-Legenden.
