Bei der Wahl eines Autos spielt auch die Frage eine Rolle, ob Sie als Fahrer lieber mit Automatik oder manuell fahren. Viele Fahrer entscheiden sich eher für ein Schaltgetriebe, andere setzen auf eine Automatik, am häufigsten auf ein Doppelkupplungsgetriebe. In manchen Autos, vor allem von ostasiatischen Herstellern, begegnet man aber auch einem CVT, das nach dem Prinzip eines Variators arbeitet.
Ein CVT besteht aus zwei gegenläufigen Kegelscheiben, die über einen Antriebsriemen miteinander verbunden sind. Tritt man aufs Gaspedal, dreht der Motor auf eine bestimmte Drehzahl hoch und hält diese auch beim gleichmäßigen Beschleunigen. Nimmt man das Gas zurück, sinkt die Drehzahl wieder. Ein CVT hat keine fest vorgegebenen Übersetzungsstufen, und genau darin unterscheidet es sich von klassischen Automatikgetrieben. Es arbeitet mit einer einzigen Einheit und einer praktisch unbegrenzten Zahl an Übersetzungen, die Drehzahl verändert sich also stufenlos nach Bedarf. Die Kegelscheiben arbeiten unabhängig voneinander, die Motordrehzahl hängt daher nicht direkt mit der Raddrehzahl zusammen.
Ein DSG etwa besteht aus zwei Teilgetrieben, von denen eines die ungeraden und das andere die geraden Gänge übernimmt. Zwei Gänge sind bereits vorgewählt, wodurch der Wechsel flüssiger abläuft. Bei einem CVT kann das Auto Ihren nächsten Schritt meist nicht vorausahnen, deshalb kann die Reaktion manchmal unnötig lange dauern. Beim DSG ist dagegen schon ein Gang vorbereitet; überraschen lässt es sich vor allem dann, wenn Sie zurückschalten wollen. Eine klassische Wandlerautomatik besteht aus Turbine und Pumpe in einem mit Öl gefüllten Gehäuse, wobei das Öl auf die Turbine wirkt. Für viele Fahrer ist diese Lösung bis heute die bewährteste und liefert das angenehmste Fahrgefühl.
Die Bedienung eines CVT ist dieselbe wie bei anderen Automatikgetrieben. Neben den zwei Pedalen, Gas und Bremse, gibt es den klassischen Wählhebel im Format P-R-N-D-(L). Einer der wichtigsten Vorteile ist gerade der Verzicht auf feste Fahrstufen. Dadurch kann das Auto die Drehzahl selbsttätig nach Bedarf anpassen, was zum niedrigsten Kraftstoffverbrauch unter den Automatikgetrieben führt. Mit CVT fährt sich das Auto außerdem gleichmäßiger, weil für mehr Drehmoment nicht erst heruntergeschaltet werden muss; zumindest theoretisch sollten auch die Anfahrvorgänge schneller sein. Für Hersteller ist zudem der vergleichsweise niedrige Preis bei der Entwicklung eines CVT attraktiv, für Sie wiederum die relative Wartungsarmut des CVT und mögliche Reparaturen - CVT-Getriebe sind wirklich zuverlässig.
Ein CVT eignet sich eher für niedrigere Geschwindigkeiten im Stadtverkehr. Bei Autos mit CVT ist der Versuch, sportlich zu fahren, meist vergeblich - wenn Sie aus einem Auto mit ähnlicher Leistung und klassischer Automatik umsteigen, wirkt die Leistung des CVT-Fahrzeugs subjektiv geringer. Und selbst wenn die Leistung gleich ist, fallen die Beschleunigungswerte auf 100km/h bei CVT-Versionen tatsächlich oft etwas schlechter aus. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, bei denen die CVT-Automatik bei der ersten Fahrt wegen ihrer schnellen Reaktionen kaum auffiel - dazu gehört zum Beispiel der Renault Koleos. Ein weiterer Nachteil ist die typische Geräuschkulisse, das ist aber vor allem Gewöhnungssache. Auch die Funktionsweise beim Fahren selbst hat dazu beigetragen, dass diese Getriebeart weniger beliebt ist. Viele Fahrer sind an dieses Fahrgefühl nicht gewöhnt und greifen für mehr Fahrerlebnis lieber zum bewährten Schaltgetriebe oder für komfortables Fahren zu einer klassischen Automatik. Auch hier gilt aber: Es ist vor allem Gewöhnungssache.
CVT findet man zum Beispiel in Autos von Nissan, Mitsubishi, Honda und Audi. Häufig wird diese Technik bei Hybridfahrzeugen eingesetzt, vor allem wegen der Kraftverteilung: Der Motor treibt die Räder an oder leitet seine Energie in die Batterie.
Zusammenfassung:

Der Variator ist nur eine von fünf Arten von Automatikgetrieben. Den Vergleich mit hydrodynamischem Wandler, Doppelkupplungs-DSG, automatisiertem Schaltgetriebe und hybridem e-CVT - einschließlich Lebensdauer und Servicekosten - finden Sie in unserer großen Übersicht Automatikgetriebe: 5 Typen, wie sie funktionieren und welches man wählen sollte.