Deutschland ist der größte Automarkt Europas - und genau hier entscheidet sich, ob die chinesischen Marken in Europa Erfolg haben. Im Jahr 2025 erreichten die chinesischen Marken laut Daten des Kraftfahrt-Bundesamts KBA und der Analysten von Dataforce 2,4 % des deutschen Marktes (rund 68 000 Fahrzeuge), im Dezember 2025 fiel mit 3,7 % ein Rekord, und im ersten Quartal 2026 lag der Anteil bereits bei 3,1 %. Bei den Elektroautos ist das Gewicht der Chinesen noch größer - im Juni 2026 stellten sie rund 7 % aller neuen Elektroautos im Land, die erstmals die Benziner überholt haben.
Den Markt dominiert das Duell zweier Namen: BYD ließ im ersten Halbjahr 2026 26 252 Fahrzeuge zu (+315 %) und verdrängte die bisherige chinesische Nummer eins MG. Insgesamt sind auf dem deutschen Markt mehr als fünfzehn chinesische oder chinesisch verbundene Marken aktiv - und weitere (Chery, Tank, Xiaomi) haben ihren Einstieg für die Jahre 2026-2027 bestätigt. Doch nicht allen gelingt es: NIO stürzte nach dem Rückzug aus dem Direktvertrieb auf 15 Zulassungen im Halbjahr ab, und Aiways hat den Markt komplett verlassen. Zum Preiskontext gehört auch, dass die EU auf importierte chinesische Elektroautos seit Oktober 2024 Ausgleichszölle erhebt - genau sie stehen hinter dem Abverkauf der Elektroautos von Ora und hinter dem Bau der europäischen Werke von BYD und Chery.
Zulassungen laut KBA (Markentabelle, Juni 2026), Preise = offizielle deutsche Listenpreise „ab" inklusive 19 % MwSt.
| Marke | 1. Hj. 2026 | Jahr 2025 | Preise ab | Antriebe | Vertrieb |
|---|---|---|---|---|---|
| BYD | 26 252 (+315 %) | 23 306 | 19 490 € | EV, PHEV | eigener Importeur + 200+ Händler |
| MG | 16 152 (+40 %) | 26 479 | 19 990 € | Benzin, HEV, PHEV, EV | ~185 Händler |
| Leapmotor | 8 402 (+307 %) | 7 280 | 18 900 € | EV, REEV | Stellantis-Netz |
| smart | 4 218 (+116 %) | 4 726 | 36 990 € | EV | Mercedes-Benz-Netz |
| XPeng | 3 357 (+215 %) | 2 991 | 43 600 € | EV | ~50 Standorte, Ziel 110 |
| Polestar | 2 429 (+27 %) | 5 007 | 48 990 € | EV | Direktvertrieb, Service über Volvo |
| GWM (Ora/Wey/Haval) | 698 (−64 %) | 2 386 | 24 990 € | Benzin, HEV, PHEV, EV | O! Automobile (Emil Frey) |
| Lynk & Co | 587 (+21 %) | 703 | 35 995 € | EV, PHEV | 23 Partner, 84 Servicestandorte |
| Geely | 326 (neu) | - | 37 990 € | EV, PHEV | 3 Showrooms |
| Jaecoo | 242 | 14 | 36 900 € | PHEV | OMODA & JAECOO Deutschland |
| Zeekr | 190 (neu) | 16 | 37 990 € | EV | Netz im Aufbau |
| Deepal (Changan) | 49 (neu) | - | 44 990 € | EV | Start über Flotten |
| Omoda | 48 | 57 | 28 900 € | HEV, EV, PHEV | OMODA & JAECOO Deutschland |
| Dongfeng/Forthing | 18 (neu) | - | ~29 000 € | Benzin, EV, REEV | unabhängige Importeure |
| NIO | 15 (−88 %) | 325 | - | EV | Ende des Direktvertriebs |
| Maxus | 11 (−85 %) | 95 | - | EV, Diesel | Maxomotive (Köln) |
BYD erlebt in Deutschland ein beispielloses Wachstum: Im Gesamtjahr 2025 ließ die Marke 23 306 Fahrzeuge zu (+706 %) und schlug erstmals Tesla, im ersten Halbjahr 2026 stehen bereits 26 252 Zulassungen zu Buche - mehr als im gesamten Vorjahr. Im Juni 2026 lag BYD mit einem Anteil von 2,1 % auf Platz 14 der deutschen Zulassungsstatistik, zwischen Fiat und Toyota, als einziger chinesischer Hersteller in den Top 15. Rund die Hälfte der Verkäufe entfällt dabei auf die Plug-in-Hybride DM-i, für die die Zölle auf chinesische BEV nicht gelten.
BYD bietet in Deutschland 11 Modelle an (8 Elektroautos und 3-4 Plug-in-Hybride). Die Preise entsprechen dem bis zum 30. September 2026 gültigen Aktionsangebot; BYD gewährt darauf zusätzlich einen eigenen „E-Bonus", und seit Januar 2026 lässt sich auch die deutsche staatliche Elektroauto-Prämie nutzen (2 000-6 000 € je nach Haushaltseinkommen).
| Modell | Antrieb | Preis ab |
|---|---|---|
| Dolphin Surf | EV | 19 490 € (nach E-Bonus 13 490 €) |
| Dolphin | EV | 27 040 € |
| Atto 2 | EV | 32 990 € |
| Atto 2 DM-i | PHEV | 28 490 € |
| Dolphin G DM-i | PHEV | 28 990 € |
| Seal 6 DM-i Touring | PHEV-Kombi | 31 990 € |
| Seal U DM-i | PHEV-SUV | 33 490 € |
| Seal | EV-Limousine | 39 490 € |
| Sealion 7 | EV-SUV-Coupe | 42 990 € |
| Atto 3 EVO | EV | 44 990 € (Aktionspreis 34 990 €) |
| Tang | EV, 7 Sitze | 75 000 € |

Wie sich die Schlüsselmodelle in der Praxis schlagen, haben wir in unseren Testberichten zu Atto 3 EVO, Dolphin und Seal U DM-i untersucht.
BYD übernahm den deutschen Vertrieb von der Hedin-Gruppe und verkauft direkt über die BYD Automotive GmbH mit Sitz in Offenbach am Main. Das Netz wuchs von 26 Standorten Anfang 2025 auf mehr als 200 Verkaufs- und Servicepunkte im Mai 2026; bis Ende 2026 will die Marke nach eigenen Angaben mindestens 350 Punkte erreichen. Den deutschen Markt leitet Lars Bialkowski, der frühere Deutschland-Chef von Stellantis.
Juli 2026: BYD hat die Aktion „E-Bonus" bis zum 30. September 2026 verlängert; die Rabatte erreichen 6 000 € bei Elektroautos und 3 500-4 500 € bei Plug-in-Hybriden (byd.com).
Juni 2026: Das ungarische Werk in Szeged hat den Anlauf der Serienproduktion auf das 3.-4. Quartal 2026 verschoben; als erste sollen Dolphin Surf und Atto 2 gebaut werden, die dann ohne Zölle nach Deutschland kommen. Das Projekt eines Werks in der Türkei hat BYD auf Eis gelegt.
Februar 2026: Auf den Markt kam der Atto 3 EVO mit 800-Volt-Technik, begleitet von einem Einführungsrabatt von 10 000 € (InsideEVs).
Januar 2026: BYD schlug Tesla bei den Jahreszulassungen 2025 (23 306 vs. 19 390) - im Halbjahr 2026 lag Tesla mit 28 857 Zulassungen allerdings wieder knapp vor BYD.

MG (SAIC-Konzern) ist kumuliert nach wie vor die größte chinesische Marke Deutschlands - seit 2021 hat sie hier mehr als 85 000 Autos verkauft. 2025 war MG mit 26 479 Zulassungen die chinesische Nummer eins, im Halbjahr 2026 wurde die Marke mit 16 152 Fahrzeugen (+40 %) jedoch von BYD überholt. Für 2026 peilt die Marke rund 32 700 Zulassungen und einen Anteil von 1,2 % an.
MG hat in Deutschland die breiteste Palette seiner Geschichte - vom kleinen Schrägheck bis zum siebensitzigen PHEV-SUV. Das Jahr 2026 brachte drei neue Modelle (MG4 Urban, MGS6 EV, MGS9 PHEV) und ein Facelift des MG4.
| Modell | Antrieb | Preis ab |
|---|---|---|
| MG3 | Benzin / Vollhybrid | 19 990 € |
| MG ZS Hybrid+ | Vollhybrid | 25 990 € |
| MG4 Urban / MG4 | EV | 24 990 € / 32 990 € |
| MG HS | Benzin | 34 990 € |
| MGS5 EV | EV-SUV | 37 990 € |
| MG HS PHEV | PHEV | 39 990 € |
| MGS9 PHEV | PHEV, 7 Sitze | 44 990 € |
| MGS6 EV | EV-SUV-Coupe | 49 990 € |
| Cyberster | EV-Roadster | 59 990 € |

Rund 185 Händlerbetriebe (Juli 2026) - das dichteste Netz aller eigenständig vertriebenen chinesischen Marken. Bis Ende 2026 will MG nach eigenem Plan 220 Standorte erreichen, langfristig mehr als 250. Die Marke wechselte 2026 vom Agenturvertrieb zurück zum klassischen Händlermodell und verlegte ihre Deutschland-Zentrale von München nach Neu-Isenburg bei Frankfurt.
Juli 2026: MG meldet mehr als 16 000 Zulassungen im Halbjahr und ein Netz von ~185 Partnern; die Händler haben eine eigene Interessenvertretung gegründet (Autohaus).
Januar 2026: Die Deutschland-Zentrale zog nach Neu-Isenburg um; die Marke feiert fünf Jahre am Markt mit mehr als 85 000 verkauften Fahrzeugen.

Jahr 2025: MG war mit 26 479 Zulassungen (+26 %) die erfolgreichste chinesische Marke Deutschlands; zugleich trägt sie den höchsten europäischen Zoll auf importierte BEV (35,3 %), was das Angebot in Richtung Hybride und Benziner verschiebt.
Die über das Stellantis-Netz vertriebene Marke war 2025 mit einem Wachstum von +3 990 % (7 280 Fahrzeuge) die am schnellsten wachsende Marke des gesamten deutschen Marktes. Im Halbjahr 2026 kamen weitere 8 402 Zulassungen hinzu (+307 %), der Marktanteil liegt bei 0,6 %.
| Modell | Antrieb | Preis ab |
|---|---|---|
| T03 | EV, City-Kleinwagen | 18 900 € |
| B05 | EV, kompaktes Schrägheck | 27 900 € |
| B10 | EV / REEV, Kompakt-SUV | 29 900 € |
| C10 | EV / REEV, Mittelklasse-SUV | 36 400 € |

Der Verkauf läuft über Händlerbetriebe des Stellantis-Konzerns (Fiat, Peugeot, Citroën) mit europäischer Garantie und Service. Laut Stellantis verfügt Leapmotor in Europa über mehr als 800 Verkaufs- und Servicestandorte - doppelt so viele wie 2024.
Mai 2026: Bestellstart für das neue Schrägheck B05 ab 27 900 € (electrive). Der B10 erhielt eine Version mit Range Extender (REEV).
Januar 2026: Das KBA bestätigte, dass Leapmotor 2025 prozentual die am schnellsten wachsende Marke des deutschen Marktes war. Die Zusammenarbeit läuft aber auch in die andere Richtung - Opel entwickelt mit Leapmotor ein elektrisches C-SUV.
Das Gemeinschaftsunternehmen von Geely und Mercedes kehrte nach dem Einbruch 2025 (4 726 Fahrzeuge, −62 %) zum Wachstum zurück: Das Halbjahr 2026 schloss es mit 4 218 Zulassungen ab (+116 %). Trumpf ist der Verkauf und Service über das deutschlandweite Mercedes-Benz-Netz im Agenturmodell - keine andere Marke in chinesischem Besitz hat ein dichteres Netz im Rücken.
smart #1 (ab 36 990 €), #3 und das Flaggschiff-SUV #5 (ab 45 900 €; die Version Pro+ mit 100-kWh-Batterie ab 50 900 €). Seit Februar 2026 laufen Rabattaktionen von bis zu 6 000 € auf #1 und #3 sowie 4 000 € auf den #5 (electrive).

Februar 2026: Höhere Rabatte quer durch die Palette; der #5 Pro+ ist aktuell das günstigste Auto am Markt mit einer 100-kWh-Batterie.
Jahr 2025: Ein Einbruch um 62 % - die Marke litt unter dem schmalen Angebot und dem Ende der kleinen Verbrenner-smarts; die Wende brachte erst das Modell #5.
XPeng ließ im Halbjahr 2026 3 357 Fahrzeuge zu (+215 %) und will nach eigenen Angaben „die deutscheste Marke unter den chinesischen Herstellern" sein. Für 2026 plant die Marke fünf Neuheiten und den Ausbau des Netzes von ~50 auf 110 Verkaufs- und Servicestandorte.
Das SUV G6 (ab 43 600 €), der Fastback P7+ (ab 46 600 €, im Verkauf seit April 2026), das große SUV G9 (ab 59 600 €) und seit Juni 2026 der siebensitzige Van X9 mit Hinterachslenkung und Luftfederung (ab 77 600 €, electrive). Alle Neuheiten bauen auf der 800-Volt-Architektur auf.


Juni 2026: Verkaufsstart des Vans X9; die ersten Auslieferungen laufen (InsideEVs).
April 2026: Der P7+ steht in den Showrooms; bis Jahresende sollen der Sechs-/Siebensitzer G9 und ein neues Kompakt-SUV (~4,6 m) folgen. Die günstige Schwestermarke Mona will XPeng nach eigenen Angaben international ausrollen, einen Deutschland-Termin gibt es bislang nicht.
Die Premiummarke im Besitz von Geely (mit schwedischem Sitz) verbuchte im Halbjahr 2026 2 429 Zulassungen (+27 %); das Gesamtjahr 2025 schloss sie mit 5 007 Fahrzeugen ab (+57 %).
Polestar 2 (ab 48 990 €), das SUV-Coupe Polestar 4 (ab 61 900 €), das große SUV Polestar 3 (ab 78 590 €), und ab Sommer 2026 kommt der GT Polestar 5. Der Verkauf läuft primär online und über eigene „Spaces", den Service übernimmt das Volvo-Netz.

Sommer 2026: Beginn der Auslieferungen des Polestar 5, des auf der IAA 2025 vorgestellten viertürigen GT.
Great Wall Motor ist abschreckendes und lehrreiches Beispiel zugleich: Nach der Schließung der Münchner Europazentrale im August 2024 fielen die Zulassungen auf 2 386 (2025) und 698 im Halbjahr 2026 (−64 %). Die elektrischen Ora werden wegen der Zölle nur noch mit 12 000 € Rabatt aus dem Lager abverkauft. Den zweiten Anlauf baut GWM auf günstigen Verbrenner- und Hybrid-SUV der Marke Haval auf - ganz im Sinne der Strategie, die das Unternehmen bereits 2025 offen eingeräumt hat.
| Modell | Antrieb | Preis ab | Status |
|---|---|---|---|
| Haval Jolion Pro | Benzin | 24 990 € (Aktionspreis 23 990 €) | im Verkauf seit 02/2026 |
| Haval H6 Hybrid | Vollhybrid | 31 990 € (Aktionspreis 29 990 €) | im Verkauf seit 12/2025 |
| Ora 03 | EV | 38 990 € (Aktionspreis 26 990 €) | Lagerabverkauf |
| Ora 07 | EV | ~43 900 € | Lagerfahrzeuge |
| Wey 03 / Wey 05 | PHEV | Aktionspreis ab 37 900 € / 49 900 € | Auslaufmodelle, Abverkauf bis 30. 9. 2026 |

Den Import übernimmt die O! Automobile GmbH aus der Emil-Frey-Gruppe, Europa wird von Amsterdam aus gesteuert. GWM peilt nach eigenem Plan ~100 Händler in Deutschland an; die Garantie beträgt 5 Jahre ohne Kilometerbegrenzung.
Sommer 2026: Der Ora 5 kommt - erstmals als Multi-Antriebs-Modell (Elektro, Benzin und Hybrid). Für Ende 2026 ist der Haval H7 angekündigt, für die Jahreswende 2026/27 die Offroad-Marke Tank (300/400/500), vereinzelt sogar mit Diesel.
Dezember 2025: GWM kündigte an, bis 2029 in Europa 300 000 Autos pro Jahr bauen zu wollen; geprüft werden Standorte in Spanien und Ungarn, erstes Großserienmodell soll der Ora 5 sein (ecomento).
Die Marke aus der Geely-Gruppe hat das Auto-Abo-Modell aufgegeben und wechselt zu einem klassischen Händlernetz: aktuell 23 Verkaufspartner und 84 Servicestandorte, bis Ende 2026 sollen es 30 Partner sein. Im Halbjahr 2026 verbuchte sie 587 Zulassungen (+21 %) und peilt nach eigenen Angaben in diesem Jahr erstmals ein vierstelliges Jahresergebnis an.
Der elektrische Crossover 02 (ab 35 995 €, Reichweite bis zu 445 km WLTP laut Hersteller) und das große Plug-in-Hybrid-SUV 08 (ab 55 995 €, elektrische Reichweite bis zu 200 km WLTP laut Hersteller).

Mai 2026: Drei neue Showrooms eröffnet (Übach-Palenberg, Dresden, Münster).
Nach mehreren Verschiebungen startete Zeekr die Auslieferungen in Deutschland im Januar 2026 - die Details haben wir in einem eigenen Artikel beschrieben. Im Halbjahr 2026 verbuchte die Marke 190 Zulassungen.
Der kompakte X (ab 37 990 €, modernisierte Version seit Mai 2026), der Shooting Brake 001, das SUV 7X (ab 54 990 €) und der seit Juni 2026 bestellbare Kombi 7GT (ab 47 990 €, ecomento). Den 001 haben wir einem Test unterzogen.

Juni 2026: Bestellstart für den 7GT ab 47 990 €.
Januar 2026: Beginn der Auslieferungen von 7X, 001 und X an deutsche Kunden.
Nach smart, Polestar, Lynk & Co und Zeekr betrat auch die Marke Geely selbst den deutschen Markt: Seit Mai 2026 verkauft sie das elektrische SUV E5 (ab 37 990 €) und bereitet das Plug-in-Hybrid-SUV Starray EM-i vor. Im Halbjahr sammelte sie 326 Zulassungen. Das Netz besteht bislang aus drei Showrooms (München, Aachen, Königswinter); die Garantie beträgt 8 Jahre / 200 000 km auf Fahrzeug und Batterie (electrive).

Mai 2026: Erster Showroom in Aachen bei der Händlergruppe Kohl Automobile eröffnet, die Auslieferungen des E5 sind gestartet.
Die Doppelmarke des Chery-Konzerns startete in Deutschland im Januar 2026 (Jaecoo 7 SHS), der vollständige Marktstart folgte im Mai. Der Importeur OMODA & JAECOO Deutschland GmbH unter Leitung von Eric Zheng peilt nach eigenen Angaben 8 000 verkaufte Autos im Jahr 2026 an - die Realität des ersten Halbjahres sind allerdings 290 Zulassungen (Jaecoo 242, Omoda 48). Zum Vergleich: In Großbritannien verkauften die Marken im vergangenen Jahr 47 775 Autos.
| Modell | Antrieb | Preis ab | Status |
|---|---|---|---|
| Omoda 5 HEV | Vollhybrid | 28 900 € | im Verkauf |
| Omoda 5 EV | EV | 36 900 € | im Verkauf |
| Jaecoo 7 SHS | PHEV | 36 900 € | im Verkauf seit 01/2026 |
| Omoda 9 SHS | PHEV | 52 900 € | „demnächst" |
| Jaecoo 5 | EV / HEV | - | angekündigt, verzögert |


Im Mai 2026 rund 15 aktive Händler; laut Plan des Importeurs sollen es bis Jahresende 100 und langfristig 240 sein. Die Europazentrale von Chery sitzt in Raunheim bei Frankfurt, wo der Konzern auch ein Entwicklungs- und Designzentrum betreibt.
Mai 2026: Offizieller vollständiger Start der Marken auf dem deutschen Markt; der Omoda 9 SHS wurde mit 52 900 € eingepreist.
Januar 2026: Jaecoo 7 SHS „First Edition" ab 36 900 € bei den ersten Händlern.
Der härteste Absturz unter den chinesischen Marken: von 1 263 Zulassungen im Jahr 2023 auf 325 im Jahr 2025 und nur noch 15 im ersten Halbjahr 2026 (−88 %). NIO hat in Europa den Direktvertrieb beendet, schließt seine deutschen Flagship-Stores und wechselt zu einem „Asset-light"-Modell mit lokalen Händlern. Die günstige Schwestermarke Firefly ist - anders als in den Niederlanden oder Norwegen - bislang nicht nach Deutschland gekommen. Das Netz der Batteriewechselstationen (~20 in Deutschland) bleibt in Betrieb, den weiteren Ausbau hat das Unternehmen jedoch pausiert.

Juni 2026: Global wächst NIO (40 597 Auslieferungen im Juni, +63 % laut Hersteller) - die deutsche Krise ist damit vor allem eine Krise des Vertriebsmodells, nicht des Produkts (electrive).
Die Premiummarke von BYD betrat den deutschen Markt im Frühjahr 2026: mit dem Shooting Brake Z9 GT (ab 115 000 €) und dem Luxus-Van D9 DM-i (ab rund 80 000 €). Ihren ersten eigenen „Boutique Store" eröffnete sie in Hamburg, Köln und Frankfurt folgen; erster Händlerpartner ist die Jacobs Gruppe. Bis Ende 2026 will Denza nach eigenen Angaben 40 Verkaufsstandorte in Deutschland haben. In den KBA-Tabellen hat die Marke bislang keine eigene Zeile.

Juli 2026: Europapremiere des Elektro-Coupes Denza Z beim Festival in Goodwood; die Bestellungen in Deutschland sollen noch in diesem Jahr starten. Folgen soll das Offroad-PHEV-SUV Bao 5 (Auslieferungen Q4 2026 laut Hersteller).
April 2026: Der Z9 GT ist in Deutschland ab 115 000 € bestellbar (ecomento).
Die Elektromarke des Changan-Konzerns verkauft in Deutschland das SUV S07 (ab 44 990 € in Vollausstattung); der Start erfolgte Ende 2025 zunächst über Firmenflotten, seit dem Frühjahr 2026 auch für Privatkunden. Für das Halbjahr 2026 weist das KBA 49 Zulassungen aus.

Die Fahrzeuge von Forthing (das SUV Forthing 5 unter 30 000 €, der elektrische Friday, Vans) kommen über unabhängige Importeure und einzelne Händler nach Deutschland, ohne zentralen Vertrieb. Für das Halbjahr 2026 weist das KBA erstmals 18 Zulassungen der Marke Dongfeng aus. Die Verarbeitungsqualität kann dabei selbst erfahrene Tester überraschen - einem tschechischen Rezensenten blieb beim Test des Forthing T5 EVO das Ablagefach in der Hand.
Die Marke des SAIC-Konzerns verkauft in Deutschland die elektrischen Transporter eDeliver, den Luxus-Van MIFA 9 und den elektrischen Pick-up T90 EV über den Importeur Maxomotive Deutschland aus Köln. Die Pkw-Zulassungen gehen jedoch zurück - nur 11 im Halbjahr 2026 (−85 %).

Chery steigt in der ersten Hälfte 2027 unter eigenem Namen mit den Hybrid- und Plug-in-Hybrid-SUV Tiggo (4, 7, 8, 9) ein; die Händlerakquise läuft seit Juli 2026 (Autohaus). Die vierte Europamarke des Konzerns, Lepas, startet im 3. Quartal 2026 in Großbritannien; ein deutscher Termin ist nicht bestätigt.
Tank (GWM) soll zur Jahreswende 2026/27 mit den Offroadern 300/400/500 kommen. Xiaomi hat den Europa-Einstieg für die zweite Hälfte 2027 bestätigt - beginnen will das Unternehmen ausgerechnet in Deutschland, nach eigenen Angaben mit ~15 Verkaufsstandorten in den Metropolen (Autohaus).
Umgekehrt läuft es nicht bei allen: Aiways hat den deutschen Markt verlassen (letzte Zulassung im Juli 2024, die Servicepartnerschaft mit ATU endete im Dezember 2025), Hongqi nahm nach schwachem Start im April 2026 den Vertrieb in die eigenen Hände, und Voyah (die Premiummarke von Dongfeng) bleibt auch nach dem Auslieferungsstart 2025 volumenseitig in der Kategorie „Sonstige".

Der Preiskontext bleibt entscheidend: dank der staatlichen Kaufprämie für Elektroautos (2 000-6 000 €) und aggressiver Herstellerboni liegen die deutschen Preise oft deutlich niedriger - den BYD Dolphin Surf gibt es in Deutschland real ab 13 490 €. Ab Herbst 2026 rollen zudem zollfreie Fahrzeuge aus dem ungarischen Szeged ins Land, was den chinesischen Marken preislich noch mehr Spielraum verschafft.
Der Kampf um den deutschen Kunden nimmt damit erst richtig Fahrt auf. BYD baut nach der Ablösung von MG sein Händlernetz aus, Omoda und Jaecoo starten ihren Verkauf gerade erst, und weitere Marken (Chery, Tank, Xiaomi) haben ihren Markteintritt für 2026-2027 bestätigt. Das Schicksal von NIO und Aiways zeigt aber, dass der deutsche Markt für Neulinge gnadenlos sein kann.