Der Zeekr 001 ist Geelys mutigster chinesischer Versuch, das europäische Premiumsegment anzugreifen. Ein elektrischer Shooting Brake mit einem Innenraum, der sich neben Audi nicht verstecken muss, mit Ladeleistungen über 200 kW und einem Preis, der unterhalb der Schwelle beginnt, bei der die deutsche Konkurrenz ihren Konfigurator erst richtig öffnet. Nach der Auswertung dessen, was Tester und echte Besitzer von Schweden bis China über das Auto sagen, fällt das Urteil klar aus: Die Hardware ist fertiges Premium, Abstimmung und Software noch nicht. Gesamtwertung 67/100.
Zeekr entstand 2021 als elektrische Premiummarke des Geely-Konzerns, also desselben Eigentümers, zu dem auch Volvo, Polestar und Lynk & Co gehören. Der 001 ist das Flaggschiff und zugleich die ungewöhnlichste Form im Angebot. Er ist weder klassischer Kombi noch Limousine, sondern ein sogenannter Shooting Brake: eine niedrige, 4 955 mm lange Karosserie mit verlängertem Dach, rahmenlosen Türen und einem Lichtband über das gesamte Heck. In der Länge liegt er nahe am Audi A6, der Radstand von 2 999 mm verspricht Limousinen-Platz.
Das Design ist vielleicht der am wenigsten kontroverse Teil des ganzen Autos. Die Front mit schmalen Leuchten und glatter Haube wirkt teuer, das Profil hat Spannung und die Proportionen eines großen Grand Tourers. In China wurde der 001 zum Bestseller und kam über Schweden, die Niederlande und Deutschland nach Europa als Beweis, dass Zeekr nicht auf das billigste Marktsegment zielt. Die Marke greift direkt elektrische Kombis von BMW i5, Audi A6 e-tron und Mercedes an, nur für deutlich weniger Geld.
Der Shooting Brake ist bei Elektroautos eine seltene Form, und der 001 profitiert davon doppelt. Die niedrige, glatte Karosserie hilft der Aerodynamik und damit der Reichweite, zugleich verleiht sie dem Auto einen eigenständigen Auftritt, der aus der Masse ähnlich aussehender Elektro-SUVs herausragt. Der praktische Preis ist gering: Wegen des abfallenden Dachs geht hinten etwas Kopffreiheit verloren, doch Beinfreiheit und Kabinenbreite bleiben großzügig. Wer ein elektrisches Familienauto sucht, das nicht wie jeder zweite Crossover aussieht, hat hier ein starkes Argument.

Hier kippt die Geschichte des 001. Auf der Autobahn und auf langen Strecken ist das Auto in seinem Element. Das Luftfahrwerk der höheren Versionen schluckt Unebenheiten, der Wagen ist leise und auch bei Seitenwind stabil. Besitzer, die aus einem Polestar umgestiegen sind, beschreiben den Zeekr als spürbar komfortabler. Sobald die Straße aber kurvig wird, lässt der Zauber nach. Die Lenkung ist leichtgängig und um die Mittellage arm an Rückmeldung, sodass präzises Einlenken mehr Konzentration verlangt, als man bei einem Auto dieser Preisklasse erwarten würde. Die Fahrwerksabstimmung reicht nicht an europäische Rivalen heran: In sportlicheren Modi wirkt die Fahrt eher hart und hüpfend als agil.
Ein eigenes Kapitel ist das Bremsen. Der Übergang zwischen Rekuperation und mechanischen Bremsen lässt sich schlecht dosieren, im Stadtverkehr verzögert das Auto manchmal nicht so, wie der Fahrer erwartet, und die Rekuperation ist oft aggressiv und schwer zu modulieren. Die Performance-Version hat zwar 400 kW und beschleunigt laut Angabe in 3,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h, am Steuer wirkt sie aber eher wie ein schneller und komfortabler Express als wie ein scharfer Sportwagen. Das ist nicht zwingend ein Fehler, nur ein Widerspruch zwischen Name und Charakter.
Unter dem Boden sitzt eine große Batterie mit 100 kWh Bruttokapazität und NMC-Chemie. In der Basis treibt ein Motor mit 200 kW (272 PS) die Hinterachse an, nach WLTP fährt sie 620 km. Die Topversion AWD hat zwei Motoren, 400 kW (544 PS), Allradantrieb und 594 km Reichweite. Beide Varianten haben laut WLTP einen kombinierten Verbrauch um 18 kWh/100 km, eine Wärmepumpe und V2L zum Versorgen von Verbrauchern aus der Batterie.
Das Laden ist eine seiner stärksten Seiten. Gleichstrom nimmt der 001 mit bis zu 200 kW auf, von 10 auf 80 Prozent schafft er grob in einer halben Stunde. Angenehm ist auch die Möglichkeit, mit 22 kW Wechselstrom zu laden, was die meisten Konkurrenten nicht bieten. Schwedische Besitzer maßen in der Praxis über 200 kW in der Spitze und immer noch 155 kW bei 43 Prozent Batteriestand, Zahlen, die lange nur eine europäische Premiummarke beherrschte.
Die reale Reichweite ist fair, aber wetterempfindlich. Im Sommer kamen Besitzer in den Niederlanden auf rund 16 kWh/100 km, also etwa 575 km pro Ladung. Im Winter stieg der Verbrauch auf etwa 22 kWh/100 km und die Reichweite fiel auf rund 425 km. Der norwegische Tester Bjørn Nyland maß bei konstant 90 km/h 201 Wh/km (etwa 482 km), bei 120 km/h dann 285 Wh/km (rund 338 km). Mit anderen Worten: Auf der Autobahn bei voller Geschwindigkeit müssen Sie mit regelmäßigeren Stopps rechnen, ansonsten ist der 001 ein langstreckentaugliches Auto.

Die Kabine ist der Höhepunkt des Programms. Materialien, Passungen und Polsterung halten dem Vergleich mit deutscher Premiumware stand, und der obere Teil des Armaturenbretts kommt fast ohne harte Kunststoffe aus. Hinten ist viel Platz, drei Erwachsene können dort sitzen, und der 539 Liter große Kofferraum zusammen mit der niedrigen Ladekante macht den 001 zu einem brauchbaren Familienauto. Ein kleiner Makel ist die dünne, billig wirkende Kofferraumabdeckung, die manche Versionen gar nicht bekommen.
Die Ausstattung ist über die Preisliste hinweg reichhaltig. Adaptive Scheinwerfer, gutes Audio, Phone Key, Massagesitze und Luftfahrwerk sind keine Ausnahme. Gerade die adaptiven Scheinwerfer loben Besitzer als eines der besten Details, das Nachtfahrten zum Erlebnis macht. Gegen Aufpreis gibt es Premium-Konnektivität mit Live-Planung von Ladestopps, nach dem ersten Jahr wird daraus allerdings ein kostenpflichtiger Dienst, was man bei der Kostenkalkulation bedenken sollte.

Die meisten Funktionen werden über den großen zentralen Touchscreen bedient, ergänzt durch ein digitales Kombiinstrument. Die Grafik ist hübsch und das System an guten Tagen schnell, doch genau die Software ist neben dem Fahrwerk die zweite Achillesferse. Besitzer berichten von einfrierendem Infotainment (im Extremfall bleibt der Bildschirm beim Zeekr-Logo hängen), nicht funktionierendem Login per Gesichtserkennung, einer Klimaautomatik, die die eingestellte Temperatur nicht hält, oder einer App, die einen falschen Batteriestand anzeigt. Online-Updates beheben manche Fehler, fügen gelegentlich aber andere hinzu, und nach einem Update verschwand aus einem Teil der Fahrzeuge das englische Menü.
Das markeneigene Betriebssystem wirkt auf den ersten Blick schnell. Die schwächere Seite ist eher, dass die meisten Funktionen über den Touchscreen laufen. Selbst ein banaler Vorgang wie das Nachregeln der Klimaanlage verlangt also einen Blick weg von der Straße, und physische Tasten gibt es wenige. Das sieht schön aus, ist während der Fahrt aber nicht immer praktisch.
Die meiste Kritik kassieren die Assistenzsysteme. Die Sprachsteuerung enttäuscht, und der Spurhalteassistent reißt laut schwedischen Besitzern beim Überholen auf 2+1-Straßen das Auto energisch zurück, was manche als beinahe gefährlich beschrieben und als kritischen Sicherheitsmangel meldeten. Spätere Updates verbesserten das Verhalten, trotzdem sollte man den Systemen vorsichtig begegnen. Und es ist kein Einzelfall chinesischer Software: Bei der Geely-Schwestermarke schaltete ein Sprachbefehl während der Fahrt das Licht aus und ein Lynk & Co Z20 landete in der Leitplanke, der Ansatz, smarte Funktionen erst unterwegs fertig abzustimmen, zieht sich also markenübergreifend durch die Modelle.
Bei der Sicherheit enttäuschte Zeekr nicht. In den Euro-NCAP-Tests von 2024 erhielt der 001 volle fünf Sterne und zusätzlich eine Fünf-Sterne-Bewertung von Green NCAP. Die Karosserie bestand Front- und Seitenaufprall, die automatische Notbremsung reagierte sehr gut auf andere Fahrzeuge, und serienmäßig sind sieben Airbags an Bord. Die Konstruktion setzt auf hochfeste Stähle und eine komplexe Struktur um die Insassen.
Für seriöse Ausfallstatistiken ist der 001 noch zu jung. In der deutschen TÜV-Statistik und in Daten von Verbraucherorganisationen taucht er bisher nicht auf, weil er erst zur ersten Hauptuntersuchung kommt. Einzelne Signale gibt es aber. Zeekr rief in China 38 277 zwischen Juli 2021 und März 2024 gebaute 001 (Variante WE 86) zurück, wegen einer möglichen Abweichung in den Zellen der Traktionsbatterie und dem Risiko einer Überhitzung. Das betrifft ältere chinesische Produktion, nicht zwingend europäische Fahrzeuge, ist aber erwähnenswert. Schwedische Besitzer berichten in Clubforen wiederum, dass der Händler bei manchen Autos einen kleinen elektrischen Fehler an der Anhängerkupplung behob, typischerweise in rund einer halben Stunde.
Ein größeres Fragezeichen als die Technik steht über dem Service. Europäische Besitzer beschweren sich auf Trustpilot über schwache Nachbetreuung, ein kleines Showroom-Netz und eine missratene App zur Servicetermin-Buchung. Bei einem Auto für mehr als eine Million Kronen spürt man das, denn Eigentumskomfort besteht nicht nur aus dem Auto selbst, sondern auch daraus, wie schnell und wo man es reparieren lassen kann.
Ein professioneller Test dauert eine Woche, ein Besitzer lebt monatelang mit dem Auto. Die reichsten Erfahrungen fanden wir in schwedischen Clubforen, in chinesischen Besitzerumfragen sowie auf Kundenportalen in Europa und am Persischen Golf. Das Bild ist über Märkte hinweg überraschend einheitlich: Hardware und Komfort begeistern, Software und Service drücken den Eindruck.

Ich besitze den Zeekr 001 seit einem Jahr in der höchsten Ausstattung Privilege, der Preis lag bei 1,9 Millionen inklusive Mehrwertsteuer. Es ist schon mein viertes Elektroauto, und ich muss anerkennen, dass es ein sehr hochwertiges und leistungsstarkes Auto ist. Das einzige Problem gibt es manchmal mit dem Infotainment, wenn sich das Telefon gelegentlich nicht verbindet, aber das ist nichts Schlimmes. Das Auto kann sehr sparsam sein, doch wenn man die Pferde von der Leine lässt, ist es zwar ein Erlebnis, aber der Verbrauch steigt stark. Ansonsten ist es ein sehr unterhaltsames und dank der fünften Tür auch praktisches Auto. Der Innenraum ist makellos, sieht wunderschön aus und man fühlt sich darin großartig, das Display ist riesig und übersichtlich, und kabelloses CarPlay ist super. Was die Reichweite betrifft, bin ich maximal 602 km mit einer Ladung gefahren, der überwiegende Teil der Strecke war auf Landstraßen. Man kann die Modi wechseln, und im Sportmodus ist es ein unglaubliches Biest, das Auto wird schön straff, einfach irre. Was mir im Auto fehlt, sind Schaltwippen unter dem Lenkrad zur Rekuperationssteuerung und eine Taste zum Wechseln der Modi – wenn man wechseln will, muss man ins Infotainment. Mit der Klimaanlage habe ich mich anfangs ziemlich geplagt, aber inzwischen habe ich sie im Griff. Abschließend muss ich sagen, dass ich sehr zufrieden bin und den Kauf nicht bereue.
Seine Erfahrung bestätigt gleich mehrere Schlüsse der Rezension. Die gelegentliche fehlende Telefonverbindung passt zu den Softwarelaunen, über die auch ausländische Besitzer klagen, und der mit schärferer Fahrweise steigende Verbrauch ist bei einem so starken Elektroauto der erwartbare Preis. Lob bekommt dagegen genau das, was am 001 am stärksten ist: der Premium-Innenraum, das große und übersichtliche Display sowie kabelloses CarPlay. Reale 602 km mit einer Ladung auf Landstraßen zeigen schön, was das Auto abseits der Autobahn kann. Und seine einzige konkrete Kritik, nämlich fehlende physische Rekuperationswippen und eine Taste für den Wechsel der Fahrmodi, ist ein Lehrbuchbeispiel dafür, warum wir die Verlagerung der meisten Bedienung in den Touchscreen als Schwäche erwähnt haben.
Immer wieder gibt es Lob für Innenraum und Komfort. Ein Besitzer im Forum Tesla Club Sweden beschreibt das Fahrwerk als gut abgestimmt und zugleich deutlich komfortabler als in seinem vorherigen Polestar, mit großartiger Stabilität bei Seitenwind. Der zweite große Pluspunkt ist das Laden und der Verbrauch, was Besitzer auch in der Praxis bestätigen. Dazu kommen Daten zur Haltbarkeit, die bei einem chinesischen Auto beruhigen: Ein Besitzer aus den Emiraten hat mit einem Modell 2023 mehr als 60 000 km ohne größere Probleme absolviert, ein anderer beschreibt fünfzehn Monate Betrieb völlig ohne Defekte.
Die häufigsten Beschwerden zielen auf die Software. Ein schwedischer Besitzer berichtet seit September 2023, dass die automatische Anmeldung per Gesicht nicht funktioniert, die Klimaautomatik die Temperatur nicht hält und sein Infotainment nur mit dem Zeekr-Logo auf dem Display eingefroren ist. Ein anderer Besitzer stieß auf fehlerhafte Lieblingssender im Radio und DAB-Ausfälle in Tunneln. Eine chinesische Umfrage unter 2 435 Besitzern fasste die Negativpunkte in drei Punkten zusammen: überflüssige, wenig nützliche Funktionen, ungewohnte Geräusche aus der Karosserie und ruckelndes Infotainment. Auch das Thema Assistenten kehrt wieder: Eingriffe in die Lenkung beim Überholen und schlecht dosierbares Bremsen erwähnen Besitzer und Tester übereinstimmend. Und bei den Besitzkosten muss man den winterlichen Reichweitenverlust sowie die kostenpflichtige Premium-Konnektivität nach dem ersten Jahr einrechnen.
Positiv ist, dass Zeekr in Europa tatsächlich Rückrufaktionen abarbeitet: Besitzer in Schweden beschreiben, dass der Händler sie zur Reparatur der Elektrik der Anhängerkupplung aufforderte und den Fehler beseitigte. Negativ bleibt der After-Sales-Service. In europäischen Rezensionen wiederholen sich Klagen über wenige Verkaufsstellen, lange Wartezeiten auf Rückrufe und eine unübersichtliche App zur Serviceterminbuchung. Das Netz wächst erst, und das merkt man.
Auf tschechischen Straßen trifft man ihn allerdings praktisch nicht. In den Jahren 2024 und 2025 kamen laut Register hierzulande nur zwölf Exemplare hinzu, davon lediglich drei neue und der Rest gebrauchte Importe. Keines davon ist zudem direkt auf eine Privatperson zugelassen, die Fahrzeuge stehen in den Unterlagen auf Firmen und Importeure von Elektroautos. Reale private Besitzer hat der 001 in Tschechien aber durchaus, wie auch die Erfahrung des tschechischen Besitzers oben zeigt; viele solche Autos melden Menschen auf eine Firma an oder bringen sie als Gebrauchtimport herein, sodass sie in der Statistik nicht unter Privatkunden erscheinen. Zeekr als Marke baut in Tschechien erst Volumen auf, und das eher mit den SUV-Modellen 7X und 9X als mit dem Shooting Brake 001. Diese Rezension beschreibt also ein Auto, das hierzulande bisher eine Seltenheit ist, wenn auch offiziell bestellbar.

Der nächste Konkurrent ist der Volkswagen ID.7 Tourer, der günstiger ist und ein besser abgestimmtes Fahrverhalten hat, aber weniger Luxus fürs Geld bietet. Der NIO ET5 Touring liegt preislich nah und lockt mit Batteriewechsel, der Audi A6 e-tron Avant ist dynamisch und softwareseitig weiter, kostet aber Hunderttausende mehr. Komplette Parameter nebeneinander bietet der detaillierte Vergleich des Zeekr 001 mit Rivalen in unserem Vergleichstool. Wer Zeekr erwägt, aber lieber höher sitzen möchte, sollte auch einen Blick auf unsere Rezension des SUV Zeekr 7X werfen.
Eine Sache sollte man vor dem Kauf wissen: Die Version, die diese Rezension beschreibt und die heute in der tschechischen und europäischen Preisliste angeboten wird, ist in ihrer Heimat bereits überholt. Im Oktober 2025 stellte Zeekr in China einen tiefgreifend überarbeiteten 001 für das Jahr 2026 vor, aufgebaut auf einer neuen 900V-Architektur und mit einer völlig anderen Traktionsbatterie.
Herzstück des neuen Modells ist die hauseigene LFP-Batterie namens Golden Battery mit rund 95 kWh Kapazität. Dank höherer Spannung und neuer Chemie soll sie laut Hersteller von 10 auf 80 Prozent in rund sieben Minuten laden können und übertraf bei der Vorführung in der Spitze eine Ladeleistung von einem Megawatt, also eine völlig andere Liga als die heutigen europäischen 200 kW. Wer Reichweite bevorzugt, kann zur größeren 103kWh-Batterie mit CATL-Qilin-Zellen und rund 810 km Reichweite nach chinesischem CLTC-Zyklus greifen. Auch die Leistungen steigen: Die stärkste Version bietet bis zu 680 kW (912 PS) und beschleunigt in rund 2,8 Sekunden auf 100 km/h. (Quellen: Electrek, CarNewsChina.)
Der Haken ist das Timing. Diese Generation fährt bisher nur in China, und Zeekr hat Mitte 2026 offiziell nicht angekündigt, wann und in welcher Form sie nach Europa kommt. Die tschechische und europäische Preisliste bieten deshalb weiterhin die ursprüngliche Vorfacelift-Version mit 100kWh-NMC-Batterie und Laden bis 200 kW an, die diese Rezension bewertet. Das Auto im Verkauf ist technisch also weiterhin fähig und preislich attraktiv, aber es ist eine auslaufende Generation. Wenn Sie es nicht eilig haben und schnelles Laden oder höhere Leistungen für Sie entscheidend sind, ist es sinnvoll zu warten, bis Zeekr den neuen 001 nach Tschechien bringt. Und auch sonst ist es vernünftig einzukalkulieren, dass das aktuelle Modell bald technisch altern wird.
Wenn Sie einen großen elektrischen Kombi mit Premium-Innenraum, schnellem Laden und komfortablem Langstreckenverhalten suchen und bereit sind, über etwas vage Lenkung und Softwarelaunen hinwegzusehen, bietet der Zeekr 001 außergewöhnlich viel Auto fürs Geld. Wenn für Sie präzises Fahrverhalten, ausgereifte Software und ein dichtes Servicenetz in der Nähe entscheidend sind, greifen Sie besser zu einem etablierten europäischen Rivalen oder warten, bis Zeekr in Tschechien Wurzeln schlägt. Der Zeekr 001 ist ein Auto mit enormem Talent, dem zur Größe die letzten Prozent Abstimmung fehlen, die deutsche Marken über Jahrzehnte gesammelt haben.