Škoda Auto tritt in die diesjährige Eishockey-Weltmeisterschaft bereits in seiner 33. Saison als offizieller Hauptsponsor ein. Die IIHF-Weltmeisterschaft findet vom 15. bis 31. Mai 2026 in Zürich und Freiburg statt, und der tschechische Automobilhersteller stellt dafür 53 Elektrofahrzeuge Elroq und Enyaq bereit, die Spieler, Schiedsrichter und Gäste transportieren. Der Höhepunkt der Schweizer Show sind jedoch nicht nur die Spiele: Am 19. Mai um 14 Uhr wird in Zürich der Škoda Epiq weltpremiert – das günstigste vollelektrische Modell der Marke.
Die Zusammenarbeit zwischen Škoda Auto und dem Internationalen Eishockeyverband IIHF gehört zu den längsten Automobilsponsorings im europäischen Sport. Die Marke aus Mladá Boleslav ist seit 1992 ununterbrochen bei der Weltmeisterschaft dabei – zunächst als Mobilitätspartner, ein Jahr später stieg sie zum offiziellen Hauptsponsor auf. Seitdem haben rund um die WM mehr Modellgenerationen gewechselt als Sturmreihen, und Škoda bezeichnet dies als das längste kontinuierliche Sponsoring einer einzelnen Weltmeisterschaft in der Geschichte des Weltsports.
Der diesjährige Jahrgang ist umso symbolträchtiger, als er in einem Land stattfindet, das eine der höchsten Elektromobilitäts-Adoptionskurven in Europa aufweist und wo Škoda in den letzten Jahren seine Position gefestigt hat. Statt der Diesel-Octavias, die in den 90er-Jahren Spieler beförderten, rollen durch Zürich heute ausschließlich batteriebetriebene Fahrzeuge.
Der Fahrzeugpool für das diesjährige Turnier besteht aus zwei Modellen. Das größere SUV Enyaq wird auf der MEB-Plattform seit 2020 in Europa verkauft und zählt in den tschechischen Zulassungsstatistiken zu den meistverkauften Elektrofahrzeugen; der kompaktere Elroq gab letztes Jahr als sein kleineres Schwestermodell sein Debüt und räumt derzeit Auszeichnungen ab – darunter den Titel Europäisches Auto des Jahres 2026. Beide Baureihen bilden das Rückgrat des Batterieportfolios der Marke, bis das dritte und günstigste Modell Epiq auf den Markt kommt.
Die Fahrzeuge tragen eine Spezialfolierung in Grün mit Eishockeymotiv und dienen neben dem Personentransport auch als mobile Werbeflächen. Das eigentliche Augenmerk richtet Škoda jedoch auf die Fanzonen: Die offiziellen Fanzonen in Zürich und Freiburg bieten laut Automobilhersteller interaktive Spiele, Fotobereiche, Karaoke und weiteres Programm, das Besucher mit der Marke verbinden soll. Hier geht es längst nicht mehr um das klassische Auto unter einer Plane am Messestand.
Im Mittelpunkt der Medienaufmerksamkeit steht die Enthüllung des Škoda Epiq am Dienstag – des kleinsten und zugleich günstigsten Elektrofahrzeugs der Marke. Die Premiere findet am 19. Mai 2026 um 14:00 Uhr in Zürich statt, die Liveübertragung läuft auf dem firmeneigenen YouTube-Kanal. Unmittelbar nach der Enthüllung wird der Epiq auch den Fans direkt bei den Spielen ohne Tarnung präsentiert – laut Automobilhersteller sind die Fahrzeuge ab 16:20 Uhr zu sehen.

Der Epiq basiert auf der MEB+-Plattform und teilt diese mit dem kürzlich vorgestellten Volkswagen ID. Polo und dem sportlicher ausgelegten Cupra Raval. Er zielt auf das Einstiegssegment der batterieelektrischen Crossover rund um 25.000 Euro ab, was umgerechnet für den tschechischen Markt etwa 620 bis 650 Tausend Kč entspricht. Die vollständigen Spezifikationen einschließlich der drei geplanten Varianten 35, 40 und 55, der Batteriegrößen und der Abmessungen fassen wir in einem separaten Artikel zur Innenraumenthüllung zusammen; dort wurden auch drei Designskizzen hinzugefügt, anhand derer man erkennen kann, dass das Armaturenbrett das klassische Instrumentenkapsel verliert. Aktuelle Parameter und einen Vergleich mit der Konkurrenz finden Sie auch direkt auf der Modellseite Škoda Epiq.
Ein traditionelles Detail, das stets Aufmerksamkeit verdient: Den Preis für den wertvollsten Spieler des Turniers fertigt direkt die Abteilung Škoda Design. Die diesjährige Trophäe besteht aus tschechischem Kristall und wird nach dem Abschlussspiel am 31. Mai überreicht. Für Škoda ist dies eine der wenigen Gelegenheiten im Jahr, bei denen seine Designer auf das Eis treten – und in den PR-Materialien hebt die Marke dies regelmäßig als Symbol dafür hervor, dass das Engagement beim Sponsoring weit über Logos auf der Bande hinausgeht.
Für die tschechische Seite ist dies der sichtbarste Marketingeinsatz der Marke im Jahr. Die Weltmeisterschaft wird vom öffentlich-rechtlichen Sender ČT sport und von Privatsendern übertragen, sodass jede Spielszene von Škoda-gestalteten Banden und Fanzonen im charakteristischen Grün begleitet wird. Für den tschechischen Zuschauer kommt die Premiere des Epiq damit nicht in Form einer trockenen Pressemitteilung, sondern als Teil eines sportlichen Großereignisses – egal ob zu Hause oder in der Schweiz verfolgt.
Neben dem Marketing hat das Timing auch eine kommerzielle Logik. Die Epiq-Premiere fällt mitten ins Turnier, und das Fahrzeug wird im tschechischen Handel noch in diesem Jahr erwartet, mit einem Einstiegspreis von rund 620 Tausend Kč. Die Tabelle zeigt, wo sich Škodas erster batterieelektrischer Einstiegs-Crossover im Vergleich zu seinen nächsten Konkurrenten einordnet:
| Modell | Preis ab | Plattform |
|---|---|---|
| Volkswagen ID. Polo | 599 000 Kč | MEB+ |
| Škoda Epiq (erwartet) | ~620 000 Kč | MEB+ |
| Renault 5 E-Tech (Evolution 120k) | 679 000 Kč | AmpR Small |
| Cupra Raval | 680 000 Kč | MEB+ |
Wenn Škoda seine Position als meistverkaufte Marke in Tschechien auch im Batteriesegment behaupten will, ist der Epiq seine wichtigste Karte für 2026 – und die Eishockey-Premiere verschafft ihm eine Aufmerksamkeit, die ein nüchternes Pressebriefing niemals erreicht hätte.
Die Weltmeisterschaft läuft bis zum 31. Mai, und laut der Pressemitteilung von Škoda Auto wird die Marke während der gesamten Veranstaltung ihre Fahrzeuge direkt in den Hallen und deren Umgebung präsentieren. Eishockey und Elektromobilität verschmelzen damit für zwei Wochen tatsächlich zu einem Paket.