Škoda hat sein neues Flaggschiff enthüllt. Das siebensitzige elektrische SUV Peaq feierte am Dienstag, dem 23. Juni, im französischen Monnetier-Mornex bei Genf seine Weltpremiere und wird damit zum bislang größten Serienmodell in der Geschichte der Marke. Laut Pressemitteilung verspricht der Hersteller aus Mladá Boleslav eine Reichweite von über 630 Kilometern sowie einen Einstiegspreis von 49.900 Euro für die Basisversion Selection 60.
Der Peaq ergänzt Škodas wachsende Elektrofamilie oberhalb der Modelle Enyaq und Elroq und schickt die Marke erstmals in das Segment großer SUV mit drei Sitzreihen. Er tritt gegen Modelle wie den Kia EV9, Hyundai Ioniq 9 oder Volvo EX90 an, die jedoch deutlich teurer sind.
Mit einer Länge von 4,87 Metern und einem Radstand von knapp drei Metern (2.965 mm) ist der Peaq das längste und geräumigste Fahrzeug, das Škoda je gebaut hat. Er basiert auf einer Weiterentwicklung der MEB-Plattform, die der Hersteller als MEB+ bezeichnet. Die Karosserie wird von einer T-förmigen Lichtsignatur vorne wie hinten dominiert, einer glänzend schwarzen „Tech-Deck Face"-Fläche zwischen den Scheinwerfern sowie aerodynamisch optimierten Formen, dank derer das Fahrzeug einen Luftwiderstandsbeiwert von lediglich cW 0,249 erreicht - ein außergewöhnlich niedriger Wert für ein derart großes SUV.

Der Peaq bringt zugleich mehrere Elemente mit, die bei Škoda erstmals zum Einsatz kommen. Dazu zählen versenkbare Türgriffe, die während der Fahrt bündig mit der Karosserie abschließen, sowie ein Panoramadach mit dynamischer Abdunklungssteuerung, das seine Transparenz elektronisch verändern kann.

Kunden können zwischen drei Versionen wählen. Der Basis-Peaq 60 wird von einem Heckmotor mit 150 kW angetrieben; die Batterie mit einer Bruttokapazität von 63 kWh (59 kWh netto) soll laut Hersteller über 460 Kilometer schaffen. Der stärkere Peaq 90 erhält einen 210-kW-Motor sowie den großen 91-kWh-Akku (86 kWh netto) mit einer Reichweite von über 630 Kilometern. Das Topmodell Peaq 90x ergänzt einen zweiten Motor an der Vorderachse, Allradantrieb und eine Systemleistung von 220 kW; den Sprint von null auf hundert absolviert es in 6,7 Sekunden. Alle Versionen nutzen Batterien mit NMC-Chemie.
| Version | Antrieb | Leistung | Akku (brutto/netto) | Reichweite WLTP | Laden 10-80 % |
|---|---|---|---|---|---|
| Peaq 60 | Heck (RWD) | 150 kW | 63 / 59 kWh | über 460 km | 27 min |
| Peaq 90 | Heck (RWD) | 210 kW | 91 / 86 kWh | über 630 km | 28 min |
| Peaq 90x | 4×4 (AWD) | 220 kW | 91 / 86 kWh | über 600 km | 28 min |
Das Gleichstrom-Schnellladen von 10 auf 80 Prozent dauert laut Škoda 27 Minuten bei der Version 60 und 28 Minuten bei beiden Varianten mit großem Akku. Selbstverständlich sind Wechselstromladen sowie bidirektionale Einspeisung per V2L und V2H vorgesehen, wobei das Fahrzeug Verbrauchern oder dem Haushalt Strom liefern kann. Auch ein Ein-Pedal-Fahrmodus ist bei Škoda erstmals mit an Bord.
Ab Markteinführung plant Škoda zudem eine sportlich abgestimmte Version Peaq Sportline, die durch dunkle Exterieurdetails und größere Räder ergänzt wird.

Der Innenraum setzt auf eine ausgeprägt horizontale Armaturenbrettarchitektur, die Škoda bereits früher bei der Interieurenthüllung vorgestellt hat. Wichtige Bedienelemente bleiben physischen Tasten und Drehreglern vorbehalten; das zentrale Interface bildet ein Touchdisplay in der Mitte. Der Peaq ist in fünf- und siebensitziger Konfiguration erhältlich; das Kofferraumvolumen beträgt in der Fünfsitzervariante bis zu 935 Liter.

Auf Wunsch lässt sich das Fahrzeug mit dem Relax-Paket ausstatten, das eine Reihe von Komfortfunktionen sowie ein Premium-Audiosystem der Marke Sonos umfasst, das den Innenraum in eine „rollende Entspannungszone" verwandeln soll. Als Technologie-Highlights nennt Škoda Matrix-LED-Scheinwerfer und das Assistenzsystem Travel Assist 3.0.
Der Einstiegspreis von 49.900 Euro gilt für die Version Selection 60, mit der Škoda gezielt unter den direkten Wettbewerbern bleibt. Zum Vergleich: Kia EV9 und Hyundai Ioniq 9 liegen umgerechnet deutlich darüber. Eine offizielle tschechische Preisliste in Kč hat Škoda zum Premierenzeitpunkt nicht veröffentlicht. Da der Peaq über dem bisherigen Flaggschiff Enyaq angesiedelt ist, das in Tschechien ab 1.015.000 Kč erhältlich ist, wird er zu den teuersten Škoda-Serienfahrzeugen zählen. Umgerechnet aus Euro dürfte die Basisversion bei rund 1,2 Millionen Kč liegen; den genauen Betrag bestätigt erst die offizielle Kronenpreisliste.
| Elektrisches Siebensitzer-SUV | Sitze | Reichweite WLTP | Preis ab (CZ) |
|---|---|---|---|
| Peugeot e-5008 | 7 | 669 km | 1 110 000 Kč |
| Škoda Peaq | 5/7 | über 630 km | erwartet ca. 1,2 Mio. Kč |
| Kia EV9 | 7 | 563 km | 1 599 980 Kč |
| Hyundai Ioniq 9 | 7 | 620 km | 1 764 990 Kč |
| Volvo EX90 | 6/7 | 620 km | 2 138 900 Kč |
Die Serienproduktion des Peaq soll im Sommer 2026 anlaufen, sodass das Fahrzeug in der zweiten Jahreshälfte in den tschechischen Handel kommt. Vollständige Spezifikationen, Motorisierungen und einen Vergleich mit der Konkurrenz finden Sie auf der Seite Škoda Peaq.