Škoda Auto wählte für die Weltpremiere seines neuen Flaggschiffs eine ungewöhnliche Kulisse. Das elektrische SUV Peaq zeigte sich erstmals der Öffentlichkeit auf dem Gipfel des Mont Salève oberhalb von Genf, von wo aus man einen Panoramablick auf den gesamten Genfer See genießt. Und es blieb nicht bei einem einzigen Fahrzeug - der Hersteller brachte gleich neun Exemplare mit, um zu demonstrieren, wie vielseitig sein bisher geräumigstes Modell sein soll.
Den Gästen wurde der Peaq in insgesamt neun Konfigurationen präsentiert, die die Bandbreite des Angebots demonstrieren sollten. Auf dem Gipfel standen Fahrzeuge mit Hinterradantrieb und Allradantrieb, mit fünf und sieben Sitzen, ein Fahrzeug mit dem Premium-Audiosystem Sonos sowie ein Peaq mit vollständiger Outdoor- und Campingausrüstung.
„Die Fahrzeuge für die Weltpremiere haben wir auch mit Blick darauf konfiguriert, dass sie die breite Palette an Ausstattungen und Spezifikationen repräsentieren, die der Peaq bietet“, erklärte laut Pressemitteilung Petr Kavrentzis, der für die Vorbereitung der Fahrzeuge verantwortlich war. Einige Exemplare erhielten auch originales Zubehör, etwa die Leichtmetallfelgen Clubber.
Rund dreihundert Journalisten und Content Creator probierten vor Ort den Platz in der dritten Sitzreihe aus, den Kofferraum, der laut Hersteller in der fünfsitzigen Konfiguration 935 Liter fassen soll, sowie den vorderen Stauraum unter der Motorhaube - den sogenannten Frunk.

Besondere Aufmerksamkeit zog auch der rote Peaq auf sich, der für den Direktor der Tour de France vorbereitet wurde. Der Premierenort war kein Zufall - er liegt in der Nähe der Strecken, auf denen das berühmte Radrennen regelmäßig durchführt. Škoda ist Hauptpartner der Tour de France und liefert die Fahrzeuge für die Rennorganisation bereits seit 2004; das charakteristische rote Direktionsfahrzeug wurde bisher vom Modell Superb übernommen.
Gemeinsam mit dem neuen Modell stellte Škoda auch einen neuen internationalen Radsport-Markenbotschafter vor. Es wurde Chris Froome, viermaliger Sieger der Tour de France. „Als Fahrer erlebt man zehn verschiedene Arten von Schmerz, jetzt kann ich die Tour auf andere Weise genießen“, sagte Froome, der den Peaq auch selbst am Steuer ausprobieren möchte: „Ich würde den Peaq gerne auf einer der Etappen der Tour de France fahren. Das wäre großartig.“ Der Jahrgang 2026 startet am 4. Juli in Barcelona und endet am 26. Juli.

Radsport gehört bei Škoda zur langen Tradition - die Marke entwickelt dafür auch eigene smarte Lösungen, wie die kürzlich vorgestellte smarte Fahrradklingel für den lauteren Stadtverkehr.
Großes Interesse weckte die Version, die für Übernachtungen fernab von zu Hause vorbereitet wurde. Der Peaq bietet laut Hersteller nicht nur eine geräumige Matratze zum Schlafen, sondern dank bidirektionalem Laden auch die Möglichkeit, Elektrogeräte oder beispielsweise ein E-Bike aufzuladen. Das große SUV wird so zur Basis für ein Wochenende in der Natur.

Das bidirektionale Laden des Elektrofahrzeugs ermöglicht es, Energie aus der Fahrzeugbatterie für externe Geräte zu entnehmen. Das ist nicht nur auf Ausflügen nützlich, sondern auch als mobile Energiequelle am Straßenrand - etwa für die Begleitung von Radfahrern.

Der Peaq ist das erste rein elektrische Škoda-Modell im Segment der großen siebensitzigen SUV. Mit einer Länge von 4,87 Metern und einem Radstand von knapp drei Metern ist er zugleich das größte SUV in der Geschichte der Marke. Er basiert auf der Plattform MEB+ und wird in Mladá Boleslav gefertigt. Kunden können zwischen drei Motorisierungen wählen:
| Version | Leistung | Batterie | Antrieb | Reichweite (WLTP) | Sitze |
|---|---|---|---|---|---|
| Peaq 60 | 150 kW | 63 kWh | Hinterrad | über 460 km | 5 |
| Peaq 90 | 210 kW | 91 kWh | Hinterrad | über 630 km | 7 |
| Peaq 90x | 220 kW | 91 kWh | 4×4 | über 600 km | 7 |
Zu den Elementen, die bei Škoda zum allerersten Mal auftauchen, gehören versenkbare Türgriffe und ein Panoramadach mit dynamischer Verdunkelungssteuerung. Auf Wunsch ist das Relax-Paket mit dem Premium-Audiosystem Sonos erhältlich. Vollständige Spezifikationen und einen Vergleich finden Sie auf der Seite Škoda Peaq.

Auf dem tschechischen Markt ist der Peaq bereits erhältlich. Die Basisversion Peaq 60 mit fünf Sitzen startet bei 1 150 000 Kc. Škoda betont, dass der Preis den des Enyaq nur geringfügig übersteigt - dieser startet bei 1 015 000 Kc, die vergleichbar leistungsstarke Version Enyaq 85 dann bei 1 130 000 Kc. Die tschechischen Preise der stärkeren siebensitzigen Versionen 90 und 90x hat der Hersteller bisher noch nicht offiziell bestätigt. Schon die Basisversion mit fünf Sitzen liegt preislich deutlich unter den Einstiegspreisen siebensitziger Konkurrenten wie dem Kia EV9 (ab 1 599 980 Kc) oder dem Hyundai Ioniq 9 (ab 1 764 990 Kc).
Das Fahrzeug kann bei allen autorisierten Händlern bestellt werden, und auch ein Online-Konfigurator steht zur Verfügung. Mehr über den Verkaufsstart haben wir in einem separaten Artikel berichtet.