Die meisten Menschen verbinden mit dem amerikanischen Autohersteller Tesla den Namen Elon Musk, der derzeit das Gesicht des Unternehmens ist. Für manche mag es überraschend sein, dass er nicht zu den ursprünglichen Gründern zählt - Musk stieg erst knapp ein Jahr nach der Gründung im Jahr 2003 bei Tesla ein. Wer gehört also zu den ursprünglichen Gründern von Tesla? Es sind die beiden Ingenieure Martin Eberhard und Marc Tarpenning, die damals die Idee hatten, rein elektrische Fahrzeuge zu bauen, die in Fahrverhalten und Alltagstauglichkeit mindestens genauso gut, wenn nicht sogar besser sein sollten als Benziner und Diesel. Eine wichtige Rolle spielte natürlich auch die größere Umweltfreundlichkeit des elektrischen Antriebs.
Und genau mit dieser Vision gründeten sie Tesla, benannt nach dem bedeutenden Erfinder Nikola Tesla. Auf das erste Modell mussten Interessenten allerdings ziemlich lange warten, die Serienproduktion begann erst Anfang 2008. Das erste Modell der Marke war konkret der Tesla Roadster, dessen Prototyp der Öffentlichkeit erstmals im Juli 2006 vorgestellt wurde. Das Interesse an der Neuheit war relativ groß, und das trotz seines alles andere als volkstümlichen Preises, der bei umgerechnet rund 3 Millionen Kronen begann.
Der wahre Boom kam jedoch erst mit dem Tesla Model S, dem es nach und nach gelang, sich nicht nur auf dem amerikanischen, sondern auch auf dem europäischen Markt durchzusetzen. Vom gelungenen Einstieg Teslas in die Automobilindustrie zeugen neben den hervorragenden Verkaufszahlen seiner Autos auch die Tatsache, dass die Aktie des Unternehmens nach dem Börsengang Rekorde brach.
Die Geschichte von Tesla war jedoch bei Weitem nicht nur von Erfolgen geprägt, sie wurde auch von etlichen unangenehmen Momenten begleitet. Nachdem beispielsweise Batteriebrände bei mehreren Fahrzeugen des Tesla Model S in den Medien bekannt wurden, brach der Unternehmenswert um etwa 20 % ein. Auch ein weiterer dunkler Moment in der Geschichte von Tesla hing mit den Batterien zusammen - und zwar, als bekannt wurde, dass Tesla deren Kapazität bei den günstigeren Modellen künstlich begrenzte. Dieses Problem beseitigte das Unternehmen jedoch im Jahr 2017 erfolgreich. Häufig musste sich dieser Elektroautohersteller auch mit negativen Reaktionen auf die Verarbeitungsqualität einzelner Bauteile auseinandersetzen, die nicht immer dem hohen Preis entsprach, den diese Fahrzeuge haben.
Aktuell konzentriert sich Tesla vor allem auf die Einführung des Model Y und der neuen Generation des Roadster auf dem Weltmarkt. Daneben richtet das Unternehmen seine Bemühungen auch auf die Verbesserung der Produktionsprozesse in seinen beiden Hauptwerken in Kalifornien und Shanghai. Zudem hat Tesla mit dem Bau seiner ersten Fabrik in Europa begonnen - diese wird in der Nähe von Berlin entstehen. Auch bei der Weiterentwicklung der Technologien und der Verbesserung der Batterien für seine Elektroautos ruht sich Tesla natürlich nicht aus.
Das ikonischste Modell von Tesla, das mit wirklich interessanten Werten aufwarten kann - etwa einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in weniger als 3 Sekunden, einer Reichweite von mehr als 600 km oder einer Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h.

Es handelt sich um einen der ersten Pioniere unter den elektrischen SUVs. Es bietet Platz für bis zu 7 Personen und besticht unter anderem durch einen geräumigen Kofferraum, beziehungsweise durch die optisch ungewöhnlichen, nach oben öffnenden Flügeltüren.

Bislang das günstigste Elektroauto von Tesla, das sich unter anderem mit zwei leistungsstarken Elektromotoren, Allradantrieb oder einer Reichweite von bis zu 500 Kilometern rühmen kann.
Das Model Y, das an der Grenze zwischen kleinem SUV und Crossover steht und optisch stark an das Model X erinnert, ist aktuell die heißeste Neuheit aus dem Hause Tesla. Die meisten Komponenten und Technologien hat es jedoch vom Model 3 übernommen.
Das allererste Modell von Tesla, das im Jahr 2020 seine zweite Generation erlebte. Dieser sportliche Elektrowagen kann unter anderem mit einer bewundernswerten Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in weniger als 2 Sekunden aufwarten!
Wussten Sie, dass sich aus den Anfangsbuchstaben aller aktuell produzierten Modelle der Schriftzug S3XY ergibt? Das war Musks Absicht schon von Anfang an.

Das war alles zur Geschichte und Gegenwart der Marke Tesla. Zum Schluss stellt sich aber die Frage, wie es um die Zukunft dieses amerikanischen Elektroautoherstellers bestellt sein wird? Das können wir natürlich nicht genau sagen, doch eines ist sicher - Tesla wird es angesichts der Tatsache, dass sich immer mehr große Autohersteller auf die Produktion elektrisch angetriebener Autos umorientieren, darunter Giganten wie BMW, Volkswagen oder neuerdings auch Škoda, alles andere als leicht haben. Es könnte also durchaus sein, dass die Marke in den nächsten Jahren von der Landkarte der Automobilwelt verschwindet. Eines aber wird ihr niemand mehr nehmen können - für immer wird Tesla als Pionier auf dem Gebiet der Elektromobilität in die Geschichte eingehen.
TIPP: Reichweiten und Motorisierungen der einzelnen Modelle finden Sie bei uns auf Autohled.
Die Fotos wurden vom Portal Teslicka.cz zur Verfügung gestellt.