Der Alpine A110 FUTURE hat seine erste öffentliche dynamische Premiere hinter sich. Laut einer Pressemitteilung von Alpine fuhr der Entwicklungsprototyp der künftigen dritten A110-Generation am 9. Juli 2026 in Goodwood, am Steuer saß Pierre Gasly vom BWT Alpine Formula One Team.
Es handelt sich noch nicht um ein Serienauto. Alpine bezeichnet ihn als Entwicklungsprototyp, an dem die Technik für die nächste Generation des A110-Coupés getestet wird. Die Marke hatte bereits auf ihrer offiziellen Medienwebsite mitgeteilt, dass der Prototyp vom 9. bis 12. Juli in Goodwood fahren wird.
Der A110 FUTURE soll die Richtung zeigen, nicht ein fertiges Serienmodell. Die Karosserie erinnert weiterhin an den aktuellen A110, wichtiger ist jedoch die Technik darunter: die neue Alpine Performance Platform, kurz APP.
„Alpine beweist weiterhin, dass ein elektrischer Sportwagen leichter und agiler sein kann und sich wirklich hervorragend fahren lässt“, sagte Pierre Gasly nach der Fahrt. Das Zitat ist als Aussage eines Werksfahrers zu verstehen, nicht als unabhängiger Test. Serienwerte hat Alpine bislang nicht genannt.

Laut Alpine ist APP eine modulare Architektur für mehrere Karosserieformen und Antriebskonfigurationen. In der gezeigten zweisitzigen Version des A110 FUTURE kommt ein zweiteiliges Batteriemodul zum Einsatz, das in einen vorderen und einen hinteren Bereich aufgeteilt ist. Ziel ist es, die niedrige Bauweise des Autos, die tiefe Sitzposition des Fahrers und die Proportionen nahe am heutigen A110 zu erhalten.
| Bereich | Was Alpine angibt |
|---|---|
| Plattform | Alpine Performance Platform (APP), modulare Architektur für mehrere Karosserieformen und Antriebskonfigurationen |
| Batterie | 800V-System mit Cell-to-Pack-Technologie, Energie zu 25 % vorn und zu 75 % hinten verteilt |
| Antrieb | Zwei Elektromotoren an der Hinterachse, Active Torque Vectoring 2.0 und Wechselrichter aus Siliziumkarbid |
| Drehzahl der Elektromotoren | Laut Alpine bis zu 21 500 U/min |
Das ist die wichtigere Nachricht als die Fahrt beim Hillclimb selbst. Alpine will nicht einfach nur eine Batterie in ein Sportcoupé einbauen, sondern eine Elektroplattform so entwickeln, dass der Charakter des A110 möglichst wenig verloren geht: niedrige Karosserie, in der gezeigten Konfiguration Hinterradantrieb und ein Fokus auf Agilität.

Alpine nennt bislang weder die Leistung des Serienautos noch Batteriekapazität, Reichweite oder Preis. Der A110 FUTURE ist daher keine direkte Antwort auf die Frage, wie viel der elektrische A110 kosten wird oder wann er genau zu den Kunden kommt.
Der aktuelle A110 mit Verbrennungsmotor befindet sich bereits am Ende seines Lebenszyklus; über seinen Auslauf hatten wir in einem älteren Bericht geschrieben, wonach die Produktion des ikonischen A110 im Sommer 2026 endet. Die vollständigen Daten des aktuellen Modells stehen weiterhin auf der Seite zum Alpine A110.