Das große elektrische SUV Škoda Peaq wurde erstmals bei Pressefahrten am italienischen Comer See der Öffentlichkeit gezeigt. Noch unter Tarnfolie — aber diesmal nicht unter einem zufälligen Muster. Die Tarnung des Peaq ist eine maßgeschneiderte Grafik, die vom Namen des Modells selbst inspiriert ist – Berggipfel und Sonnenuntergangsfarben.
Wie die Tarnung entstand, die die Proportionen der größten Škoda der Geschichte verbergen soll, beschrieb Designer Petr Petzet im Škoda Storyboard.
Das Aussehen der Tarnung ging aus einem internen Wettbewerb hervor — die ersten Entwürfe erstellten gleich mehrere Designer. In Zusammenarbeit mit den Abteilungen Kommunikation und Marketing wurde schließlich ein Design ausgewählt, dessen zentrales Motiv abstrakte Berge sind.
„Die Verwendung einer abstrakten Darstellung von Tälern und Gipfeln war für mich eine unmittelbare Inspiration," sagt Petr Petzet, Designer bei Škoda Auto. „Das Markenzeichen der Designsprache Modern Solid ist Einfachheit. Die Gesamtproportionen zu verbergen und das Auge zu täuschen, ist daher eine echte Herausforderung. Die Tarnung entsteht deshalb durch die Verflechtung unregelmäßiger Linien und Formen."
Während das Muster von Anfang an feststand, durchlief die Farbgestaltung mehrere Iterationen. Das Ergebnis ist eine Kombination aus matter Folie in der dominanten Farbe Škoda Emerald Green mit zarten Sonnenuntergangstönen — rosa und violetten Verläufen an den Seiten des Fahrzeugs.
„Wir wollten die Eleganz des Fahrzeugs betonen, deshalb haben wir gedämpftere Farbtöne in Kombination mit matter Folie gewählt," erklärt Petzet. Различные Kontraste der Farbmotive auf der Karosserie haben einen praktischen Zweck — sie helfen, die Formen zu verschleiern, und verbinden gleichzeitig das Motiv thematisch über die gesamte Länge des Fahrzeugs.

Die Tarnung enthält auch versteckte Elemente: An mehreren Stellen der Tarnung hat Petzet ein kleines Amphibium versteckt, das mit der Musterstruktur verschmilzt. Wer es findet, erhält ein kleines Designer-Easter-Egg.
Eine der Neuerungen ist die Tarnung der Räder. „Diese werden normalerweise nur mit matter dunkler Folie beklebt, ergänzen aber jetzt optisch den Rest des Fahrzeugs," beschreibt Petzet. Der Grund ist praktisch — Škoda wollte den Peaq bei den ersten Fahrten auf 20-Zoll-Rädern präsentieren, deren Design bis zur Premiere geheim bleiben soll.

Da die Tarnung kein zufällig sich wiederholendes Muster ist, sondern eine für die Karosserie des Peaq maßgeschneiderte Grafik, erforderte die endgültige Vorbereitung große Sorgfalt. Von den ersten Entwürfen über die Erstellung der grafischen Kurven bis zu den ersten Testdrucken dauerte die Vorbereitung mehr als 100 Stunden.
Die gesamte Tarnung besteht aus sieben Druckdokumenten, und das eigentliche Aufkleben der Folien auf die Fahrzeuge dauerte etwa eine Woche. „Kurz vor der ersten Präsentation musste dann nur noch von Hand der Schriftzug Škoda vorne und hinten am Fahrzeug angebracht werden, das ist eine Art symbolischer Abschluss," sagt Petzet. „Die gesamte Tarnung ist miteinander verbunden, baut aufeinander auf, erzählt eine Geschichte."

Unter der Tarnung verbirgt sich das größte elektrische SUV der Marke — ein fast fünf Meter langes Fahrzeug mit fünf oder sieben Sitzen, einem Kofferraumvolumen von 1 010 Litern in der Fünfsitzer-Version und einer Reichweite von über 600 km bei den Versionen mit größerer Batterie. Der Peaq basiert auf der MEB-Plattform und wird in Mladá Boleslav gefertigt, wo Škoda kürzlich eine neue Batterieproduktion eröffnet hat.
Die offizielle Enthüllung des finalen Designs soll im Sommer 2026 erfolgen. Der tschechische Preis wurde noch nicht bestätigt, aber der Peaq wird sich über dem bestehenden Enyaq positionieren, dessen stärkste Version mit einer Leistung von 210 kW bei 46.700 € beginnt. Bisher ist der Peaq nur in Tarnung zu sehen — mit einem versteckten Amphibium, Berggipfeln und Sonnenuntergang.