Škoda hat sein neues elektrisches Spitzenmodell vorgestellt. Der Peaq, der auf der MEB-Plattform basiert und in Mladá Boleslav gebaut wird, ist das größte und geräumigste Fahrzeug in der Geschichte der Marke. Er misst fast 4,9 Meter, bietet fünf bis sieben Sitze und eine Reichweite von über 600 Kilometern.
Das Fahrzeug, das auf der Studie Vision 7S aus dem Jahr 2022 basiert, wurde Journalisten erstmals in getarnter Form bei Testfahrten in Norditalien gezeigt. Die Premiere der Serienversion findet im Laufe des Jahres 2026 statt, der Verkaufsstart ist für die zweite Jahreshälfte geplant.
Der Peaq wird in drei Versionen erhältlich sein, die sich in Batterie und Leistung unterscheiden. Die Basisvariante 60 verfügt über 150 kW und eine kleinere Batterie, die Version 90 bietet 180 kW, und die Allradversion 90x leistet 220 kW. Die Versionen 90 und 90x haben laut WLTP eine Reichweite von über 600 km.
| Variante | Leistung | Antrieb | Laden 10–80 % (DC) |
|---|---|---|---|
| Peaq 60 | 150 kW | Heck | 27 Minuten |
| Peaq 90 | 180 kW | Heck | 28 Minuten |
| Peaq 90x | 220 kW | 4×4 | 28 Minuten |
Die Version 90x beschleunigt in 6,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der Radstand beträgt 2.970 mm, das Maximum innerhalb der MEB-Plattform.

In der Fünfsitzer-Konfiguration bietet der Peaq ein Kofferraumvolumen von 1.010 Litern — das meiste aller Škoda-Modelle. In der Siebensitzer-Version fällt das Volumen naturgemäß kleiner aus — laut Pressemitteilung von Škoda sind es 299 Liter. Vorne gibt es zusätzlich einen Frunk mit 37 Litern Volumen.
Der Peaq verfügt über ausfahrbare Türgriffe, Matrix-LED-Scheinwerfer mit 18 Segmenten und ein Panoramadach mit neun Segmenten und Dynamic Shade Control. Die Räder lassen sich von 19 bis 21 Zoll konfigurieren, die Karosserie wird in zehn Farbvarianten erhältlich sein.
Zu den Neuheiten des Peaq gehört das optionale Relax-Paket. Es umfasst ergonomische Sitze mit AGR-Zertifizierung und Massagefunktion, elektrisch verstellbare Fußstützen, einen Klapptisch und ein Premium-Audiosystem von Sonos — erstmals in der Geschichte der Marke Škoda. Enthalten ist außerdem eine Wellness-App mit sechs Modi, die den Innenraum laut Pressemitteilung in eine „Entspannungszone auf Rädern" verwandeln soll.

Der Innenraum wird in fünf Designvarianten erhältlich sein — Suite, Loft, Lodge, Sportline Lounge und die sportliche Version Sportline. Die Displays bestehen aus einem 10-Zoll-Digitalcockpit und einem 13,6-Zoll-Vertikaldisplay für das Infotainment. Das kabellose Laden des Telefons unterstützt den Qi2-Standard mit bis zu 25 W Leistung.
Ausgewählte Varianten des Peaq unterstützen die Funktion V2L (Laden externer Geräte aus der Fahrzeugbatterie) und V2H (Stromversorgung eines Haushalts). Diese Funktionen hat Škoda kürzlich auch bei den Modellen Elroq und Enyaq ergänzt.
Im Innenraum kommt statt Leder das alternative Material Techtona zum Einsatz, dazu Textilpolster und laut Škoda insgesamt 50 kg recycelte Materialien. Klassische Lederpolsterung soll später im Jahr 2026 verfügbar sein.

Der Peaq wird im Hauptwerk von Škoda in Mladá Boleslav gebaut, ebenso wie der Elroq, der in Tschechien zum Auto des Jahres 2026 gewählt wurde. Die Version Sportline wird bereits ab Markteinführung erhältlich sein.
Škoda hat den tschechischen Preis noch nicht bekannt gegeben. Zum Vergleich: Der Enyaq mit einer 77-kWh-Batterie und 210 kW Leistung startet in Tschechien bei 1.130.000 Kč. Als größeres und besser ausgestattetes Modell wird der Peaq logischerweise über dieser Grenze liegen. Im Segment der großen elektrischen SUVs konkurriert er mit Modellen wie dem Tesla Model Y (ab 1.125.400 Kč), dem Hyundai IONIQ 5 (ab 1.069.990 Kč) oder dem Kia EV6 (ab 1.227.000 Kč).
„Der Škoda Peaq verbindet Praktikabilität, Emotion und Verantwortung und schafft ein neues Freiheitsgefühl", sagte Klaus Zellmer, Vorstandsvorsitzender von Škoda Auto. Das Modell spielt eine Schlüsselrolle im Plan des Herstellers, die Zahl der Elektromodelle im Jahr 2026 zu verdoppeln.