BMW M plant bis zu 30 Neuheiten in zweieinhalb Jahren. Das Schaltgetriebe überlebt nur noch wenige Jahre

BMW M plant bis zu 30 Neuheiten in zweieinhalb Jahren. Das Schaltgetriebe überlebt nur noch wenige Jahre

Jiří Zelinka, 1. März 2026

BMW-M-Chef Frank van Meel hat die bislang größte Produktoffensive der Sportabteilung angekündigt — bis zu 30 neue Modelle in den kommenden zweieinhalb Jahren. Das Angebot wird Verbrennungsmotoren, Plug-in-Hybride und reine Elektroautos umfassen. Das Schaltgetriebe bleibt vorerst erhalten, doch seine Tage sind gezählt.

Bis zu 30 Modelle innerhalb von zweieinhalb Jahren

„Wir arbeiten an bis zu 30 neuen Modellen, die in den kommenden zweieinhalb Jahren auf den Markt kommen“, sagte Van Meel gegenüber Carscoops. Der Plan umfasst sowohl waschechte M-Modelle als auch schwächere Varianten von M Performance.

Zu den bestätigten Neuheiten zählen der modernisierte M5 und M5 Touring, die neue Generation des M3, die elektrischen iX3 M und i3 M mit viermotorigem Antrieb, die aufgefrischten X5, X6 und X7 in M-Ausführung sowie M Performance-Versionen des Facelifts der Baureihe 7. Erwartet wird zudem der BMW iX4, wahrscheinlich ebenfalls in einer sportlichen Variante.

Laut BMWBlog verkaufte die M-Division im Jahr 2025 insgesamt 213 457 Fahrzeuge — damit stellte sie zum vierzehnten Mal in Folge einen Verkaufsrekord auf.

Verbrennungsmotoren bleiben, das Schaltgetriebe steht auf der Kippe

Van Meel bestätigte den Fortbestand von Sechs- und Achtzylindermotoren. „Wir haben weltweit eine große Community. Viele Menschen sind noch nicht bereit für den Umstieg auf Elektroautos oder leben in Regionen, in denen das Laden schwierig ist“, sagte er gegenüber Carscoops.

Beim Schaltgetriebe sieht die Lage anders aus. „Aus technischer Sicht ergibt ein Schaltgetriebe keinen Sinn — es begrenzt das nutzbare Drehmoment und erhöht den Verbrauch“, räumte Van Meel ein. Er fügte jedoch hinzu, dass die Fans des Schaltgetriebes eine starke Community bilden: „Deshalb bieten wir es weiterhin an und wollen es so lange wie möglich erhalten.“

Das Schaltgetriebe dürfte „die nächsten paar Jahre“ überleben. Im kommenden Jahrzehnt wird es laut dem Chef der M-Division jedoch immer schwieriger — die geringe Zahl an Zulieferern für neue Schaltgetriebe erschwert die Entwicklung.

BMW iX4 Neue Klasse Prototyp beim Laden
Der BMW iX4 auf der Plattform Neue Klasse gehört zu den Modellen, die auch eine M-Variante erhalten. Foto: BMW

Elektrische M-Modelle mit vier Motoren

Die wichtigsten Neuheiten im elektrischen Angebot werden der i3 M und der iX3 M sein — beide basieren auf der Plattform Neue Klasse und verfügen über vier Elektromotoren. Über den i3 M sagte Van Meel, er verfüge über „genau die Technologie, auf die alle im Segment der Hochleistungs-Elektroautos gewartet haben“.

Der elektrische M3 soll im Jahr 2027 auf den Markt kommen, die Verbrennerversion voraussichtlich ein Jahr später. Andere Modelle laufen hingegen aus — die Dieselmodelle M340d und M440d verschwinden aus dem Angebot, während sich der Z4 M40i und der M8 in diesem April verabschieden.

Regulierungen erhöhen den Druck

Die Offensive erfolgt in einer Zeit wachsenden regulatorischen Drucks. Frankreich etwa belegt den M2 mit Verbrennungsmotor mit einem hohen Umweltmalus von mehr als 18 000 Euro. Zugleich hat BMW vor Kurzem den V8 im M5 wegen Euro 7 angepasst — der Verbrennungsmotor verlor 41 PS, die Gesamtleistung des Plug-in-Hybrids blieb dank eines stärkeren Elektromotors jedoch unverändert.

Die Strategie „alles gleichzeitig“ — M-Modelle mit Verbrennungs-, Hybrid- und Elektroantrieb parallel anzubieten — setzt darauf, dass nicht alle Märkte im gleichen Tempo auf Elektromobilität umsteigen.

Welche M-Modelle in tschechische Showrooms kommen

BMW verfügt in Tschechien über ein Netz autorisierter Händler in allen Regionalhauptstädten. Von den geplanten Neuheiten werden für tschechische Kunden vor allem der neue M3, der elektrische i3 M und die modernisierte Baureihe X5/X6 in M-Ausführung relevant sein.

Die Einführung elektrischer M-Varianten auf der Plattform Neue Klasse wird insbesondere für Firmenflotten entscheidend sein, bei denen sich der Umstieg auf Elektromobilität beschleunigt. Der aktuelle Preisanstieg bei Neuwagen deutet jedoch darauf hin, dass sich die Erschwinglichkeit der M-Modelle weiter verschlechtern wird.

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