Der Prototyp des bislang noch nicht enthüllten BMW iX4 wurde erstmals an einer öffentlichen Fastned-Ladestation nahe Den Haag in den Niederlanden fotografiert. Die von Autoblog NL veröffentlichten Aufnahmen zeigen die Coupé-Version des kommenden iX3 mit stark abfallendem Heck und der neuen Designsprache der Neue-Klasse-Plattform.
Der intern als NA7 bezeichnete BMW iX4 übernimmt die Frontpartie des kommenden iX3 (NA5), unterscheidet sich ab der B‑Säule jedoch deutlich von ihm. Die Dachlinie fällt steil zum Heck ab, das hintere Seitenfenster ist deutlich kleiner als beim Vorgänger und die Heckklappe integriert einen massiven Spoiler. Das Gesamtprofil erinnert eher an einen sportlichen Liftback als an ein klassisches SUV.

Anders als der aktuelle X4, der sich Technik und Motoren mit dem X3 mit Verbrennungsmotor teilt, wird der iX4 ausschließlich elektrisch angetrieben. Eine Verbrennerversion wird nicht angeboten – BMW verzichtet zugunsten der rein batterieelektrischen eDrive-Architektur der sechsten Generation darauf.
Nach den bisherigen, von Top Electric SUV zusammengetragenen Informationen basiert der iX4 auf einer 800V-Plattform mit einer modularen Batterie und einer nutzbaren Kapazität von etwa 100–110 kWh. Die leistungsstärkste Variante xDrive 50 könnte zwei Elektromotoren mit einer Systemleistung von rund 350 kW (476 PS) und einem Drehmoment von 645 Nm bieten.
Die Ladeleistung an DC-Ladestationen soll laut Hersteller bis zu 400 kW erreichen. BMW gibt zugleich an, dass sich innerhalb von zehn Minuten Energie für rund 370 km Reichweite nachladen lässt. Die Gesamtreichweite nach WLTP könnte mehr als 600 km betragen, offizielle Angaben fehlen bislang jedoch.

Der BMW iX4 wird im neuen Werk im ungarischen Debrecen produziert, das eine zentrale Säule der Neue-Klasse-Strategie darstellt. Laut BMWBlog soll die Serienproduktion im November 2026 beginnen, wobei das Werk aufgrund der erwarteten Nachfrage die Einführung einer dritten Schicht plant. Die offizielle Vorstellung wird im Sommer 2026 erwartet.
Die Produktion soll bis Juni 2034 laufen, was einem rund achtjährigen Modelllebenszyklus entsprechen würde. Auch eine sportlichere Variante M Performance soll angeboten werden.
Der BMW iX4 tritt gegen den Audi Q6 Sportback e‑tron und teilweise auch gegen das Tesla Model Y an. Der Innenraum soll das breite Zentraldisplay und die Projektion BMW Panoramic Vision auf die Windschutzscheibe von der kommenden iX3-Generation übernehmen.
Der voraussichtliche Einstiegspreis in den USA liegt bei rund 60 000 Dollar. Die europäischen Preise hat BMW bislang nicht veröffentlicht.
Die Marke BMW wird in Tschechien von BMW Group Czech Republic vertreten. Angesichts des Produktionsstarts im November 2026 sind die ersten Auslieferungen auf dem tschechischen Markt in der ersten Jahreshälfte 2027 zu erwarten.
Die aktuellen Elektroautos von BMW starten auf dem tschechischen Markt beim iX1 eDrive20 zu einem Preis von 45.900 €. Der neue iX4 auf der Neue-Klasse-Plattform dürfte darüber liegen – schätzungsweise oberhalb der Marke von 1,8 Millionen Kronen. Die genauen Preise für Tschechien wird BMW frühestens zur offiziellen Premiere bekannt geben.