Die neue Generation des Audi Q7 ist noch vor der offiziellen Premiere im Internet aufgetaucht. Die Aufnahmen veröffentlichte auf dem Netzwerk X der britische Designer und Sammler Lawrence Whittaker und zeigen das komplette Fahrzeug von außen und innen. Es handelt sich um den ersten vollkommen neuen Q7 seit elf Jahren - die aktuelle zweite Generation wird seit 2015 verkauft, und beim Erscheinen des Nachfolgers werden seit dem Originalmodell aus dem Jahr 2005 bereits mehr als zwanzig Jahre vergangen sein. Audi hat die Premiere selbst auf die zweite Jahreshälfte 2026 verschoben, wie Carscoops bestätigte.
Das Design bestätigt genau das, was bisher nur getarnte Prototypen erahnen ließen. Die Front erhielt geteilte LED-Scheinwerfer - ein schmaler Tagfahrlichtstreifen oben und die Hauptscheinwerfer darunter - sowie einen breiten Wabenkühlergrill, der das Fahrzeug optisch zur Erde zieht. Die Flanken sind flacher und glatter als bei der scheidenden Generation, das Heck schließt ein durchgehender Lichtstreifen mit der Aufschrift Q7 in der Mitte und einem markanten Diffusor ab. Das Kennzeichen auf den Fotos (IN-Q7301) verrät die Heimat Ingolstadt.

Gerade das Interieur hat die meisten Reaktionen ausgelöst. Whittaker selbst schrieb zu den Fotos, er sei „sich nicht sicher, ob das Interieur genug Tasten hat". Das Armaturenbrett wird von einem geschwungenen Bildschirm dominiert, der digitales Kombiinstrument und zentralen Touchscreen vereint, ergänzt durch ein separates Display für den Beifahrer. Physische Bedienelemente sind auf ein Minimum reduziert - ein Paar Drehregler auf dem Mitteltunnel und ein paar Berührungsflächen. Holzdekor über die gesamte Breite und helles Leder sollen das Interieur in Richtung Luxus heben, doch Klimaanlage und Lautstärke wandern vollständig ins Touchmenü.

Die größte Veränderung ist auf den Fotos nicht zu sehen. Der neue Q7 ist nicht mehr das größte und luxuriöseste SUV der Marke - diese Position übernimmt über ihm das neu geplante siebensitzige Audi Q9. Laut Carscoops behält der Q9 Premium-Features, die der Q7 nicht haben wird, wie elektrisch schließende Türen oder ein abdunkelbares Panoramadach. Der Q7 rückt damit eine Stufe nach unten und wird zum „vernünftigeren" großen Familien-SUV unterhalb des Flaggschiffs.
Beide Fahrzeuge teilen dabei dieselbe Basis - die neue Plattform PPC (Premium Platform Combustion), auf der auch die neueste Generation des Audi A6 steht. PPC ersetzt den bisherigen MLB-Unterbau und ist ausschließlich für Verbrenner- und Hybridantriebe ausgelegt: Mild-Hybride mit 48V-System und Plug-in-Hybride; eine rein elektrische Version ist für den Q7 nicht geplant (diese Rolle übernimmt in der Modellpalette der elektrische Q6 e-tron). Whittaker spekuliert in seinem Beitrag, dass dieselbe Plattform auch der nächsten Generation des Bentley Bentayga dienen könnte - beide Konzern-SUVs teilten die Technik bereits bisher, offiziell haben das weder Audi noch Bentley bestätigt.
Die aktuelle zweite Generation tritt derweil in ihr letztes Modelljahr ein - sie bleibt im Angebot, bis der Nachfolger sie ablöst. Der aktuelle Audi Q7 startet in der tschechischen Preisliste bei 1 993 900 Kč für den Diesel 3.0 TDI quattro und gipfelt im Plug-in-Hybrid 3.0 TFSI e S line mit 360 kW für 2 621 900 Kč. Genau diese Motorenstruktur - Turbodiesel, Benziner und zwei Plug-in-Hybride - deutet wohl auch an, was von der neuen Generation zu erwarten ist - diese setzt laut bisherigen Informationen auf 48V-Mild-Hybride und Plug-in-Hybride.
| Motor (aktueller Q7) | Kraftstoff | Leistung | Preis ab |
|---|---|---|---|
| 3.0 TDI quattro | Diesel | 170 kW | 1 993 900 Kč |
| 3.0 TFSI quattro | Benzin | 250 kW | 2 096 900 Kč |
| 3.0 TDI quattro | Diesel | 210 kW | 2 195 900 Kč |
| 3.0 TFSI e quattro | Plug-in-Hybrid | 290 kW | 2 397 900 Kč |
| 3.0 TFSI e S line quattro | Plug-in-Hybrid | 360 kW | 2 621 900 Kč |
Offizielle technische Daten, Preise und den genauen Markteinführungstermin der neuen Generation wird Audi erst noch bekanntgeben. Da bereits vollständige Fotos des Fahrzeugs durchgesickert sind, dürfte die offizielle Enthüllung nicht mehr weit entfernt sein - die Marke selbst spricht von der zweiten Jahreshälfte 2026.