Subaru Getaway 2027: Das erste dreireihige Elektro-SUV mit 313 kW Leistung

Subaru Getaway 2027: Das erste dreireihige Elektro-SUV mit 313 kW Leistung

Jiří Zelinka, 2. April 2026

Subaru wächst. Der japanische Autohersteller, der bis vor Kurzem nur ein einziges Elektroauto mit lauwarmer Resonanz im Angebot hatte, bringt bis Ende 2026 gleich vier vollelektrische Modelle. Der jüngste Neuzugang ist der Getaway — das erste dreireihige Elektro-SUV der Marke und zugleich der stärkste Serien-Subaru der Geschichte.

Das Modell feierte seine Weltpremiere auf der New York International Auto Show im April 2026. Es teilt sich die Plattform mit dem Toyota Highlander EV des Modelljahres 2027, kommt aber mit anderer Leistungsauslegung und eigenständigem Design.

420 PS und Allradantrieb serienmäßig

Die Basisausstattung bietet einen Doppelmotor-Antrieb mit serienmäßigem Allradantrieb und einer Leistung von 313 kW (420 PS). Das sind 82 PS mehr als beim verwandten Toyota Highlander (252 kW / 338 PS). Laut InsideEVs beschleunigt das Modell in weniger als fünf Sekunden von null auf hundert.

Die Batterie in der Topversion hat eine Bruttokapazität von 95,8 kWh und ermöglicht eine Reichweite von über 300 Meilen (rund 483 km nach der US-amerikanischen EPA-Methodik). Geladen wird über den NACS-Standard mit bis zu 150 kW; das Laden von 10 auf 80 % dauert etwa 30 Minuten. Subaru plant zu einem späteren Zeitpunkt außerdem eine Version mit 77-kWh-Batterie — die Reichweite hat der Hersteller dafür noch nicht angegeben.

ParameterSubaru Getaway (95,8 kWh)Toyota Highlander EV
Leistung313 kW (420 PS)252 kW (338 PS)
Antrieb4×4 (Doppelmotor)4×4 (Doppelmotor)
Batterie95,8 kWh95,8 kWh
Reichweite (EPA)300+ Meilen (~483 km)320 Meilen (~515 km)
DC-Laden150 kW150 kW
0–100 km/h< 5 snicht angegeben
Anhängelast1 588 kg2 268 kg
Sitzplätze6 oder 77 oder 8
Quelle: Subaru, InsideEVs. Reichweite nach US-EPA-Methodik.

Design: vorne Subaru, hinten Toyota

Die Frontpartie des Getaway knüpft an die Designsprache der übrigen Subaru-Elektromodelle (Solterra, Trailseeker) an. Das Heck ist deutlich enger mit dem Toyota Highlander verwandt — die gemeinsame Plattform lässt sich nicht verleugnen. Eine Bodenfreiheit von 21 cm und der Allradantrieb sorgen dafür, dass der Getaway auch leichtes Gelände meistert. Die Anhängelast von 1 588 kg reicht für einen Anhänger oder Wohnwagen.

Innenraum: 14-Zoll-Display und vier USB-C-Anschlüsse für die hinteren Sitzreihen

Kunden können zwischen einer Sechssitzer-Konfiguration (Einzelsitze in der zweiten Reihe) und einer Siebensitzer-Variante (Sitzbank in der zweiten Reihe) wählen. Der Kofferraum hinter der dritten Reihe fasst 450 Liter; nach Umklappen der dritten Reihe wächst der Stauraum auf 1 291 Liter.

Die Serienausstattung umfasst ein 14-Zoll-Infotainmentsystem, ein 12,3-Zoll-Digitalinstrumentendisplay, beheizte Vordersitze, kabelloses Apple CarPlay und Android Auto, zwei 15-W-Ladepads in der Mittelkonsole sowie vier USB-C-Anschlüsse für die Fondpassagiere. Höhere Ausstattungslinien ergänzen ein festes Panoramadach, eine Sitzheizung für die zweite und dritte Reihe, eine Sitzbelüftung für die vordere und zweite Reihe sowie ein beheiztes Lenkrad.

Direkte Rivalen: Kia EV9 und Hyundai Ioniq 9

Der Verkauf des Getaway startet Ende 2026 in den USA. Genaue Preise hat Subaru bislang nicht veröffentlicht. Direkte Konkurrenten sind der Kia EV9 und der Hyundai Ioniq 9 — beide dreireihige Elektroautos mit US-Preisen ab rund 55.000 Dollar. Der Getaway setzt auf den stärkeren Antrieb; der verwandte Toyota Highlander bietet dafür die größere Reichweite (515 km gegenüber ~483 km beim Getaway mit der großen Batterie).

Subaru Getaway in Tschechien: noch ohne Termin

Subaru bietet in der Tschechischen Republik die Modelle Forester, Outback und den elektrischen Solterra an. Der Getaway wurde bislang ausschließlich für den US-Markt angekündigt. Die europäische Typgenehmigung, die Reichweite nach WLTP und der Preis in Euro standen zum Zeitpunkt der Premiere noch nicht fest. Da der Solterra in Europa erhältlich ist, ist eine Einführung des Getaway auf dem alten Kontinent nicht ausgeschlossen — ein konkreter Termin und Bedingungen für den tschechischen Markt fehlen jedoch bislang.

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