Volkswagen benennt sein kompaktes Elektroauto ID.3 in ID.3 Neo um und stellt es Mitte April vor. Gleichzeitig öffnet der Konzern die Bestellbücher für die Modelle ID.4 und ID.7 mit einer neuen Softwaregeneration, die physische Tasten am Lenkrad, bidirektionales V2L-Laden und One-Pedal-Driving mit sich bringt.
Update (April 2026): Die Weltpremiere hat stattgefunden, und der ID.3 Neo erhält drei Batterien (50, 58 und 79 kWh) mit einer Reichweite von bis zu 630 km nach WLTP. Den Vorverkauf in Tschechien will Volkswagen bis Ende April starten.
Der ID.3 Neo erhält das neue Infotainmentsystem „Innovision“ mit dem In-Car Shop, in dem Besitzer digital Funktionen freischalten und Apps herunterladen können — vom Video-Streaming über Parkfunktionen bis hin zu Spielen. Dazu gehört auch ein verbesserter Travel Assist mit Ampelerkennung sowie der One-Pedal-Driving-Modus, bei dem das Fahrzeug durch Rekuperation bis zum vollständigen Stillstand abbremst.
„Die neue Softwaregeneration bringt den ID.-Modellen noch mehr Leistung und mehr Benutzerkomfort. Mit diesen Innovationen werden in Kürze auch die neuen Elektromodelle von Volkswagen auf den Markt kommen — der ID. Polo, der ID. Polo GTI und der ID. Cross,“ sagt Kai Grünitz, im Vorstand verantwortlich für die technische Entwicklung der Marke Volkswagen.
Eine der auffälligsten Änderungen ist die Rückkehr physischer Tasten am Lenkrad. Der Touch-Slider am Lenkrad der aktuellen ID.-Modelle gehörte zu den am häufigsten kritisierten Elementen — die neuen Tasten sollen die Bedienung während der Fahrt verbessern. Volkswagen bietet zudem einen digitalen Schlüssel an, der per NFC über das Smartphone oder die Smartwatch funktioniert. Der klassische Schlüssel mit Fernbedienung bleibt als Backup erhalten.

Alle ID.-Modelle erhalten die Funktion Vehicle-to-Load (V2L) — die Möglichkeit, externe Geräte direkt aus der Antriebsbatterie mit einer Leistung von bis zu 3,6 kW zu versorgen. Der Anschluss erfolgt über eine 230-V-Steckdose im Innenraum oder einen Adapter für den Mode-3-Ladestecker.
Der Basis-ID.4 Pure erhält den neuen Elektromotor APP 350 mit einer Leistung von 140 kW (190 PS), der den bisherigen APP 310 ersetzt. Volkswagen zufolge senkt der neue Motor den Verbrauch und verlängert die Reichweite des ID.4 um bis zu 40 km (WLTP). Die Batterie ist neu vom Typ LFP (Lithium-Eisenphosphat) mit einer nutzbaren Kapazität von 58 kWh — eine robustere Variante, die sich für den Alltagsbetrieb eignet.
| Neuheit | Beschreibung | Modelle |
|---|---|---|
| Physische Tasten am Lenkrad | Ersetzen den Touch-Slider | Alle ID. |
| V2L (Vehicle-to-Load) | Laden externer Geräte, bis zu 3,6 kW | Alle ID. |
| Digitaler Schlüssel | NFC über Smartphone/Smartwatch | Alle ID. |
| One Pedal Driving | Rekuperation bis zum Stillstand | Alle ID. |
| Motor APP 350 | 140 kW, LFP 58 kWh, +40 km Reichweite | ID.4 Pure |
Hardware und Software der neuen ID.-Modelle sind bereits auf die europäische Abgasnorm Euro 7, die kalifornische Norm ZEV3 und die EU-Verordnung zur allgemeinen Sicherheit GSR2 vorbereitet. Volkswagen erwähnte auch die kommenden Modelle ID. Polo, ID. Polo GTI und ID. Cross, die das Angebot um das Segment der kleinen und kompakten Fahrzeuge erweitern sollen. Der ID. Polo GTI wurde inzwischen offiziell enthüllt mit einer Leistung von 166 kW und einer Reichweite von 424 km — er ist damit der allererste elektrische GTI in der 50-jährigen Geschichte dieser Sportreihe. Die gleiche Software und das gleiche Infotainmentsystem werden auch im kommenden elektrischen Golf Mk9 zum Einsatz kommen.
Der Volkswagen ID.3 und der ID.4 sind in Tschechien regulär über das Netz autorisierter Händler erhältlich. Die vollständigen Spezifikationen und Vergleiche finden Sie auf den Seiten Volkswagen ID.3 und ID.4. Wann genau die tschechischen Konfigurationen um die neue Software und Ausstattung aktualisiert werden, hat Volkswagen bislang nicht mitgeteilt. Volkswagen hat kürzlich die Marke von zwei Millionen verkauften Elektroautos überschritten — die zweite Million schaffte der Konzern in nur zehn Monaten.