Dacia Jogger Test 2026: Sieben Sitze zum Kleinwagen-Preis, aber mit einem Euro-NCAP-Stern, den Familien kennen sollten

Dacia Jogger Test 2026: Sieben Sitze zum Kleinwagen-Preis, aber mit einem Euro-NCAP-Stern, den Familien kennen sollten

Jiří Zelinka, 10. Juli 2026

Dacia Jogger unter der Lupe: Der rumänische Meister der günstigen Praktikabilität bekam ein Facelift

Das Modelljahr 2026 brachte ein Facelift, das die Designsprache des gesamten Markenportfolios vereinheitlicht. Die Frontmaske hat eine Pixel-Struktur wie beim Bigster und Duster, die Scheinwerfer erhielten eine neue LED-Grafik in Form eines umgekehrten T, und im Innenraum ersetzte ein neuerer 10,1-Zoll-Bildschirm mit Online-Navigation und kabellosem Apple CarPlay den bisherigen Acht-Zoll-Bildschirm. Unter der Haube verschwand der Hybrid 140 (1,6-Liter-Saugmotor), an seine Stelle trat der stärkere Hybrid 155 mit einem 1,8-Liter-Vierzylinder-Saugmotor, zwei Elektromotoren und einer 1,4-kWh-Batterie. Die Gasversion ECO-G 120 blieb erhalten, eine Diesel-Alternative plant Dacia nicht und wird sie auch nie planen.

Dacia Jogger Vor-Facelift-Version
Die Vor-Facelift-Version des Joggers aus dem Jahr 2022. Foto: Dacia

Am Steuer: Er fährt besser, als man erwarten würde, doch die Autobahn verrät seine Herkunft

Die erste Enttäuschung erwartet den, der den Jogger mit einem luxuriösen europäischen MPV verwechselt hat. Die zweite Enttäuschung erwartet den, der eine miserable Fahrt erwartet hat. Tatsache ist, dass das Fahrwerk des Joggers völlig unerwartet mit tschechischen Schlaglöchern zurechtkommt. Der lange Radstand und das relativ hohe Reifenprofil 205/60 R16 machen das Auto zu einem sehr komfortablen Reisebegleiter auf Landstraßen. Die britische Redaktion von Parkers lobte im Langzeittest das ruhige Überfahren tiefer Schlaglöcher, bei dem das Auto „wie Butter über eingesunkenen Belag gleitet“.

Was der Jogger nicht verbergen kann, ist der Lärm. Das Auto verfügt über keine hochwertige Schalldämmung, und ab 110 km/h beginnt in der Kabine der Wind von den Außenspiegeln zu rauschen und die Reifen auf dem Asphalt zu knattern. Bei Tempo 130 müssen Sie bereits die Stimme oder die Radiolautstärke erhöhen. Das kritisieren praktisch alle Redaktionen, egal ob es sich um den alten Hybrid 140, den Gas-ECO-G oder den neuen Hybrid 155 handelt. Die facegeliftete Version brachte zwar eine leichte Verbesserung der Kabinenisolierung, doch es bleibt ein Auto, das die Autobahn toleriert, statt mit ihr zu kämpfen.

Der zweite Kritikpunkt wiegt schwerer. Die Lenkung des neuen Joggers ist straffer als beim Vorgänger und für den typischen Familieneinsatz unnötig anstrengend. Beim Einparken ist das kein Problem, auf Landstraßen ist sie handlich, doch auf langen Fahrten mit voll beladenem Auto spürt der Fahrer nach einigen Stunden die Folgen in den Schultern. Das ist typisch für die neue elektronische Servolenkung, die Dacia gleichzeitig mit dem Facelift eingeführt hat. Wer sich noch erinnert, wie sich der Jogger früher mit dem kleinen Finger lenken ließ, wird überrascht sein. Das Lenkrad steigert nicht die Sportlichkeit, das Auto ist nicht dynamischer geworden, es hat nur an Leichtigkeit verloren.

Motor und Verbrauch: LPG für kleines Geld, Hybrid bei realistischen fünf Litern

Nach dem Facelift bietet der Jogger sechs Antriebseinheiten an, praktisch entscheidet man sich jedoch zwischen dreien: ECO-G 120 (bivalent, LPG), TCe 110 (reiner Benziner) und Hybrid 155 (Vollhybrid ohne Stecker). Jeder hat einen klaren Einsatzzweck.

Der Hybrid 155 ist der neue Blickfang. Der 1,8-Liter-Saugmotor mit vier Zylindern erhielt 18 PS mehr als der Vorgänger und bewältigt laut ersten Tests 80 Prozent der Stadtfahrt rein elektrisch. Der Verbrauch in der Stadt liegt bei rund 4 Litern, auf Landstraßen bei etwa 5 Litern, und in Tests von Auto.cz mit hügeliger Strecke bei 4,8 l/100 km. Das polnische Autokult maß in der Stadt sogar phänomenale 3,3 l/100 km. Das Problem beginnt auf der Autobahn. Bei Tempomat 130 km/h steigt der Verbrauch auf 7,5 bis 8 Liter, manchmal sogar über zehn, wie Besitzer in Langzeittests des britischen What Car? berichten. Das Multimode-Getriebe ist zudem träge, braucht bis zu zwei Sekunden zum Schalten und schickt bei kräftiger Beschleunigung die Drehzahl und den Lärm direkt in die Kabine. Für den Stadt- und Vorstadtverkehr hervorragend, für regelmäßige Autobahnfahrten aber ein Kompromiss.

Innenraum und Alltag: 1 819 Liter ohne Rücksitze und ein herausziehbarer Boden

Innenraum des facegelifteten Dacia Jogger mit 10-Zoll-Display
Das neue 10-Zoll-Infotainmentsystem und das YouClip-System im Innenraum nach dem Facelift. Foto: Dacia

Der Jogger ist im Kern ein rumänisches Nutzfahrzeug im Familienkleid, und das versucht er niemandem zu verheimlichen. Harte Kunststoffe finden sich überall dort, wo man sie nicht mit der Hand berührt, die glatten Zierleisten bestehen aus recycelten Materialien, und der Dachhimmel ist mit einer dünnen Polsterung überzogen, die auf Druck reagiert. Nach dem Facelift fügte Dacia das YouClip-System hinzu: Befestigungspunkte mit Montagegewinden, in die Besitzer Halterungen für Telefone, Tablets, Lampen oder Haken für Einkaufstaschen einsetzen können. Fünf YouClips sind serienmäßig, weitere lassen sich im Dacia Shop für ein paar hundert Kronen nachkaufen.

Die zweite Sitzreihe ist für drei Erwachsene ausgelegt, doch der Kniefreiraum ist mittelmäßig, nicht großzügig. Die dritte Reihe wirkt wie ein Bonus, ist aber durchaus real nutzbar für Kinder und kleinere Erwachsene auf Fahrten bis zu einer Stunde. Der britische Redakteur Max Edleston von What Car? beschrieb im Langzeittest ein Wochenende während eines halben Jahres, an dem er mit dem Jogger die halbe Wohnungseinrichtung umzog. Er entfernte die beiden Sitze der dritten Reihe, klappte die zweite Reihe um, und es entstand ein Transporter, der Umzugskartons, zwei Stative, Koffer mit Fotoausrüstung und ein Beleuchtungsstativ verschlucken konnte. Das ist die Art von Flexibilität, die man in dieser Preisklasse bei keinem klassischen SUV bekommt.

Siebensitzige Konfiguration des Joggers
Die siebensitzige Konfiguration des Joggers mit ebenem Boden. Foto: Dacia

Der Kofferraum bietet 607 l hinter der dritten Reihe, 708 l im erweiterten Modus (umgeklappte Kopfstützen der dritten Reihe) und nach dem Umklappen der zweiten Reihe respektable 1 819 l. Nur Vorsicht: Wenn Sie die siebensitzige Variante wählen, lässt sich die Laderaumabdeckung nicht wie üblich in die Karosserie einschieben. Entweder nehmen Sie sie mit nach Hause, oder Sie lassen sie in der Garage. Ebenso wird die dritte Reihe nicht unter dem Boden verstaut, sondern nur nach vorne geklappt, sodass beim Verstauen ein tiefes Loch im Laderaum entsteht, in das kleine Gegenstände fallen. Das britische Parkers warnt aus Erfahrung, dass kleine Spielsachen und Schrauben an einem schwer erreichbaren Ort landen.

Technik und Infotainment: neuer Bildschirm, aber weiterhin im rumänischen Tempo

Mit dem Facelift erhielt der Jogger in den Ausstattungen Expression und höher einen 10,1-Zoll-Touchscreen mit höherer Auflösung, Online-Karten und kabellosem Apple CarPlay/Android Auto. Eine kabellose Handy-Ladeschale ist serienmäßig in der Ausstattung Extreme. Was Dacia nicht behoben hat, ist die Systemgeschwindigkeit. Auto.cz beklagte im Test die träge Reaktionszeit und fehlerhafte Routenneuberechnungen im eingebauten Navigationssystem. Dieselbe Kritik äußern Besitzer in britischen Foren, wo nach dem Facelift etliche Nutzer bezweifeln, ob der neue 10-Zoll-Bildschirm wirklich besser ist als der ältere 8-Zoll-Bildschirm. Beide sind langsam, der neuere hat eine höhere Auflösung, doch die Software friert trotzdem gelegentlich ein.

Ein Vorteil des Joggers ist, dass Dacia nicht dem modernen Trend folgt, alles per Touch zu bedienen. Die Klimaanlage hat physische Tasten und Drehregler für Temperatur und Gebläse. Die Radiolautstärke wird über eine einfache Taste am Lenkrad geregelt. Die Fahrassistenten (Spurhalteassistent, Kollisionsbremsung usw.) lassen sich in den Einstellungen abschalten und bleiben nach dem nächsten Start ausgeschaltet – eine Funktion, die in heutigen Autos fast niemand hat. Das hat Dacia im Marketing hervorgehoben: Bei der Marke glaubt man, dass ein Auto nicht klüger sein muss als der Fahrer, der darin sitzt.

Sicherheit: ein Euro-NCAP-Stern, den Sie nicht übersehen können

Hier kommt der Punkt, bei dem jeder Käufer aus den Reihen der Eltern innehalten sollte. Der Dacia Jogger erhielt im Euro-NCAP-Test von 2021 einen von fünf Sternen. Die Ergebnisse in den einzelnen Kategorien: Erwachsenenschutz 70 Prozent, Kinderschutz 69 Prozent, Schutz ungeschützter Verkehrsteilnehmer 41 Prozent, Assistenzsysteme 39 Prozent. Der Test deckte einen schwachen Brustkorbschutz des Fahrers, eine fehlende Sicherheitsgurt-Erinnerung in der dritten Reihe, einen Seitenairbag-Vorhang, der die dritte Reihe nicht abdeckt, sowie ein fehlendes AEB mit Fußgängererkennung auf. Der Crashtest ist auf dem offiziellen YouTube-Kanal von Euro NCAP abrufbar.

Zum Verständnis des Kontexts: Euro NCAP hat seit 2020 die Methodik verschärft und neue Kategorien für autonomes Bremsen in den Test aufgenommen. Einen Stern erhalten heute meist Autos, die das moderne Assistenz-Minimum nicht erfüllen, nicht zwangsläufig Autos mit unzureichender passiver Sicherheit. Die Konstruktion des Joggers schützt die Insassen bei einem realen Zusammenstoß ordentlich, doch die technologiegestützte Unfallprävention ist bei diesem Auto unterdurchschnittlich. Für eine Familie mit zwei Kindern in Kindersitzen mag das akzeptabel sein, für eine Familie, die täglich mehrere Stunden mit vier Personen auf der Autobahn unterwegs ist, sollte diese Information eine Warnung sein. Die facegeliftete Version erhielt ein verbessertes AEB und einen aktualisierten Spurhalteassistenten, doch Euro NCAP hat den neuen Jogger bisher nicht erneut getestet.

Zuverlässigkeit: niederländische Besitzer zufrieden, britische Foren voller Beschwerden

Der niederländische Consumentenbond vergab dem zwischen 2022 und 2025 gebauten Jogger auf seiner Skala 8,5 von 10 Punkten sowohl für die Zuverlässigkeit als auch für die Gesamtzufriedenheit der Besitzer. Das sind gute Werte, und Dacia als Marke belegte in diesem Vergleich Platz 20 von 39 Marken. Der deutsche TÜV Report hat den Jogger bisher nicht separat bewertet, da das Modell relativ neu ist und erst in den letzten Monaten größere Fahrzeuggruppen zur Hauptuntersuchung kamen.

Ein realistischeres Bild liefern britische Besitzerforen. Auf DaciaForum.co.uk gibt es einen langen Thread über wiederholte Ausfälle der Kupplung und des Schwungrads bei den manuellen TCe-Versionen. Ein Besitzer berichtete, dass seine erste Kupplung nach 19 000 Meilen versagte, die Ersatzkupplung hielt 3 500 Meilen und die nächste 3 800 Meilen. Im Bekanntenkreis mit drei weiteren Joggern kam es insgesamt zu neun Kupplungswechseln. Das ist bei diesem Modell ein unangenehmes Muster, das ebenso in den Honest John Owner Reviews auftaucht.

Das Hybridtriebwerk hat seine eigenen Probleme. Besitzer in Deutschland berichten auf dem Portal Autodoc, dass die 12-V-Starterbatterie vom Hybridsystem schnell entladen wird, sodass ein 7–10 Tage stehendes Auto möglicherweise nicht mehr anspringt. Ein Teil der Besitzer behilft sich mit einem Erhaltungsladegerät, ein anderer Teil lädt die Batterie regelmäßig nach. Der reale Verbrauch des Hybrid 140 im Alltagsbetrieb schwankt bei einem deutschen Besitzer zwischen 8 und 9 Litern statt der angegebenen 4,3. Der Hybrid 155 ist neu, und diese Daten fehlen bisher, doch Plattform und Konzept bleiben gleich.

Dacia hat in den letzten zwölf Monaten zwei Gruppen von Joggern zurückgerufen. Die erste wegen des Aktuators der elektrischen Feststellbremse bei Fahrzeugen, die zwischen dem 13. März 2024 und dem 26. Februar 2025 gebaut wurden, die zweite wegen unzureichend angezogener Schrauben an der Hinterachse, wodurch 5 659 Fahrzeuge aus der Produktion 2024 ein Hinterrad verlieren konnten. Beide Rückrufaktionen erfolgen kostenlos.

Was echte Besitzer sagen

Die Langzeittests bei den britischen Magazinen Auto Express, What Car? und Parkers dauerten zusammen 18 Monate und 30 000 Meilen. Kommentare echter Besitzer in britischen und deutschen Foren zeigen, wo sich die Realität von Redaktionstests unterscheidet, die nur eine Woche dauern.

Was Besitzer nach Tausenden Kilometern loben

  • Der reale Verbrauch entspricht den Angaben. Erin Baker von Autotrader berichtet nach einem halben Jahr mit dem TCe 110 von 54 mpg (4,4 l/100 km) unbeladen und 45 mpg (5,2 l) bei voll beladenem Auto auf einem Ausflug nach Cornwall. Das deckt sich mit dem angegebenen Verbrauch von 4,8 l/100 km, was heutzutage ungewöhnlich ist.
  • Die Siebensitzigkeit ist real. Kinder und Erwachsene kommen bei einstündigen Fahrten ohne Beschwerden aus. Die dritte Reihe lässt sich in fünf Minuten und mit zwei Schrauben komplett ausbauen.
  • Apple CarPlay funktioniert. Baker schreibt wörtlich, dass es das erste Auto sei, das sie je besessen habe, bei dem das kabellose CarPlay nie ausgefallen sei. Ein ungewöhnliches Lob in der heutigen Zeit.
  • Komfortable Fahrt. Das Auto „gleitet über Schlaglöcher“, beschrieb Tom Webster von Parkers nach 6 000 Meilen. Neue SUV-Generationen zum doppelten Preis erreichen dieses Verhalten oft nicht.

Was Besitzer stört

  • Kupplungen und Schwungräder beim TCe-Handschalter. Britische Foren berichten von wiederholten Ausfällen nach 19 000–25 000 Meilen. Ein Besitzer verlor drei Kupplungen innerhalb von 26 000 Meilen. Der Garantieprozess wird in Großbritannien im Rahmen der Garantie abgewickelt, doch die Wiederholbarkeit weckt Zweifel an der Haltbarkeit.
  • Batterieentladung bei den Hybriden. Nach 7–10 Tagen ohne Fahrt springt der Hybrid-Jogger oft nicht mehr an. Besitzer in Deutschland behelfen sich mit einem Erhaltungsladegerät oder regelmäßigen kurzen Fahrten.
  • Schnell entladende Batterie im Schlüsselanhänger. Tom Webster von Parkers tauschte während 6 000 Meilen vier CR2032-Batterien im Schlüsselanhänger. Das ist ein extremes Muster, das auf einen Systemfehler hindeutet.
  • Der Spurhalteassistent spielt beim Jogger gegen den Fahrer. Der Assistent erkennt trockene Streifen auf dem Asphalt oder Kratzer als Fahrbahnränder und korrigiert das Lenkrad fälschlicherweise. Besitzer schalten den Assistenten gleich nach dem Einsteigen aus, wie Jonah58 auf Honest John berichtet.
  • Das Infotainment friert gelegentlich ein. Schwarzer Bildschirm, Neustart durch langes Drücken, manchmal Verlust der Einstellungen. Nach dem Facelift soll der neue 10-Zoll-Bildschirm angeblich nicht viel besser sein als der ursprüngliche 8-Zoll-Bildschirm.
  • Die dritte Reihe rastet nach dem Umklappen nicht ein. Bei starkem Bremsen kann sie wieder nach oben springen – eine Kleinigkeit, die man aber erst bemerkt, wenn es zu spät ist.

Garantieerfahrungen

Dacia gewährt in Tschechien eine Garantie von 3 Jahren ohne Kilometerbegrenzung plus eine optionale Verlängerung auf bis zu 7 Jahre mit einem Limit von 150 000 km. Britische Foren zeigen, dass standardmäßige Garantiereparaturen problemlos ablaufen, Händler jedoch gelegentlich mit der Diagnose intermittierender Warnmeldungen (Brems-, Airbagwarnungen) bei den Hybridversionen zu kämpfen haben. Ein Besitzer aus Slowenien, JoggerL, beschrieb einen Getriebeausfall nach 200 Meilen bei einem neuen Auto, bei dem der Händler das Getriebe im Rahmen der Garantie austauschte und das Auto danach weitere 1 500 Meilen problemlos lief. Das zeigt ein Reklamationssystem, das funktioniert – man muss nur gelegentlich geduldig warten.

Der Jogger in Tschechien: Preise, Verkäufe und wer ihn eigentlich kauft

Dacia Jogger 2026 Heckansicht
Die Heckansicht offenbart ein 4 550 mm langes MPV mit verglaster Heckklappe. Foto: Dacia

Der Anteil privater Käufer erreicht beim Jogger rund 51 Prozent der Zulassungen, eine ungewöhnlich hohe Zahl für ein Auto, das viele Experten der Kategorie der Firmenflotten zuordneten. In Wirklichkeit zeigt sich, dass der Jogger von der typischen tschechischen Familie gekauft wird. Eine Familie mit drei Kindern zur Miete in Prag, ein Ehepaar mit zwei Hunden in Brünn, Eltern in Nymburk, die die Großmütter fahren müssen.

Unter den gewerblichen Käufern dominieren Leasinggesellschaften: Autobank (56 Fahrzeuge), Glacies Eternelles (52 Fahrzeuge), KOMPAKT (68 Fahrzeuge). Unter den realen Flotten sind BD Masaryčka (79 Fahrzeuge, vermutlich für Firmenmitarbeiter) und TUkas (78 Fahrzeuge) erwähnenswert. Top-Zulassungsregionen: Prag 495, Brünn 169, Nymburk 116, Ústí nad Labem 107 und Ostrava 85.

Jogger vs. Konkurrenz: Wer bietet in Tschechien noch sieben Sitze unter 600 Tausend

Der ausführliche Vergleich des Joggers mit Bigster, Berlingo und 5008 in unserem Vergleichstool. Während der Bigster denselben Hybridantrieb und ein höheres Verarbeitungsniveau für einen Aufpreis von 124 Tausend bietet, allerdings ohne Siebensitzigkeit, ist der Berlingo nur in der langen Version siebensitzig – zu einem deutlich höheren Preis. Der Peugeot 5008 spielt in einer anderen Liga: größer, teurer, hochwertiger. Berlingo und 5008 haben im Euro-NCAP-Test vier Sterne, der Bigster drei – immer noch deutlich mehr als der eine Stern des Joggers. Der Jogger bleibt die einzige Möglichkeit, in Tschechien ein neues siebensitziges Familienauto unter 500 Tausend zu kaufen, und diese Unvergleichbarkeit ist der Grund, warum er sich trotz der Sicherheitsbewertung weiterhin verkauft.

Für wen ist der Dacia Jogger geeignet?

Wenn Sie ein Auto benötigen, um fünf bis sieben Personen über kurze bis mittlere Strecken zu befördern, hauptsächlich in der Stadt oder im Umland fahren, Zugang zu einer LPG-Tankstelle haben und den Nutzwert pro Krone maximieren wollen, hat der Jogger in Tschechien keine Konkurrenz. Niemand sonst bietet für 425 Tausend so viel Platz, Reichweite und Funktionalität.

Wenn Sie eine Familie mit zwei kleinen Kindern in Kindersitzen sind und diese täglich über die Autobahn in den Kindergarten fahren, setzen Sie sich beim Händler zur Probefahrt hinein und rufen Sie sich anschließend die Euro-NCAP-Ergebnisse ins Gedächtnis. Die Konstruktion des Joggers schützt Fahrer und Passagiere ordentlich, doch die fehlende moderne Kollisionspräventionsassistenz kann für Sie ein Hindernis sein. Der Bigster aus derselben Familie erhielt für 124 Tausend mehr drei Sterne und denselben Hybridantrieb – eine Alternative, die es zu erwägen gilt, wenn Sie keine sieben Sitze benötigen.

Wenn Sie Technik, ein Premiumgefühl und eine leise Kabine lieben, schauen Sie sich anderswo um. Der Jogger bietet weder die Audioqualität noch die hochwertigen Materialien oder die Schalldämmung, die Sie bei einem Auto für sagen wir 700 Tausend erwarten würden. Für die Hälfte dieses Preises bietet er jedoch ein Auto, das die Familie in den Urlaub bringt, Umzugskartons transportiert und Sie beim Tanken nicht ruiniert. Das ist sein Wesen und sein Versprechen.

❌ Nachteile

  • Ein Stern im Euro-NCAP-Test 2021, Kollisionsprävention unter dem Segmentdurchschnitt
  • Wind- und Reifenlärm in der Kabine auf der Autobahn ab 110 km/h
  • Straffere Lenkung nach dem Facelift, nicht so leichtgängig wie beim Vorgänger
  • Träges Multimode-Getriebe beim Hybrid, Autobahnverbrauch von rund 8 l/100 km
  • Britische Foren berichten von wiederholten Kupplungsausfällen beim TCe-Handschalter und Batterieentladung bei den Hybriden
74%
BEWERTUNG

Stärken

  • Siebensitzer für Erwachsene ausgelegt, einzigartig im Segment
  • Realverbrauch 4,8 l/100 km beim Hybrid 155, 7 l LPG beim ECO-G 120, Reichweite bis zu 1.100 km
  • Physische Klimatasten, abschaltbare Assistenzsysteme, kabelloses CarPlay
  • 1.819 l Laderaum bei umgeklappter zweiter Sitzreihe, praktisch ein Lieferwagen

Schwächen

  • Nur ein Stern im Euro NCAP 2021, Kollisionsvermeidung unter Segmentdurchschnitt
  • Wind- und Reifengeräusche in der Kabine auf der Autobahn ab 110 km/h
  • Straffere Lenkung nach dem Facelift, nicht so leichtgängig wie beim Vorgänger
  • Träges Multimode-Getriebe beim Hybrid, Autobahnverbrauch um 8 l/100 km
  • Britische Foren berichten von wiederholten Kupplungsausfällen beim TCe-Schaltgetriebe sowie Batterieentladung bei Hybriden

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