Die neue Generation des Hyundai Bayon hat sich erstmals ohne Tarnfolien gezeigt. Erlkönigfotos, die zuerst AutoWeek veröffentlichte, zeigen einen Prototypen mit kantigerer Silhouette, neuer Scheinwerfergrafik und einem deutlich robusteren Erscheinungsbild. Aus dem Stadt-Crossover wird den Fotos zufolge ein robuster wirkendes kleines SUV.
Der aktuelle Bayon wirkte in unseren Tests eher wie ein erhöhter Hatchback. Der Nachfolger entfernt sich von diesem Konzept. Laut Fotos von Carscoops hat der Prototyp eine geradere Dachlinie, eine aufrechtere Front und kräftigere Kotflügel mit markanter Kunststoffbeplankung.
Die vorderen Scheinwerfer haben eine rechteckigere Grafik und weiter oben platzierte LED-Tagfahrleuchten — ähnlich wie beim aktuellen Hyundai Kona oder Santa Fe. Den Fotos zufolge wird die Front vermutlich auch durch ein durchgehendes Lichtband verbunden. Das Heck folgt dem gleichen Prinzip: verbundene Rückleuchten und ein robuster geformter Stoßfänger.

The Korean Car Blog berichtet, dass der neue Bayon sowohl in der Länge als auch in der Breite gewachsen ist. Der Radstand soll die aktuellen 2 580 mm übertreffen, was sich in einem geräumigeren Innenraum und einem größeren Kofferraum niederschlagen wird. Das aktuelle Modell bietet rund 411 Liter, der Nachfolger könnte sich dem Renault Captur annähern (je nach Ausstattung bis zu 440 l).
Im Innenraum werden zwei 12,3" Displays erwartet — eines für die Instrumententafel, das andere für das Infotainment. Es handelt sich um eine Lösung, die Hyundai schrittweise in der gesamten Modellpalette einführt.
Der aktuelle Bayon basiert auf dem aufgeladenen 1,0-Liter-Aggregat 1.0 T-GDI mit einer Leistung von 74 kW (100 k) oder 88 kW (120 k), optional ergänzt durch ein 48V-Mild-Hybrid-System. Laut Rushlane könnte der Nachfolger erstmals einen vollwertigen Hybridantrieb bieten — also nicht nur einen Mild-Hybrid, sondern ein System mit Elektromotor und der Möglichkeit, bei geringer Last rein elektrisch zu fahren.
Die sportlichere N-Line-Version mit einer Spitzenleistung von rund 88 kW und spezifischen Fahrwerkselementen soll von Anfang an im Angebot sein. Mit einem vollwertigen Bayon N wird jedoch nicht gerechnet.
Auf dem tschechischen Markt gehört der Bayon zu den günstigsten Crossovern im Hyundai-Angebot. Die Basisversion 1.0 T-GDI startet derzeit bei 15.900 €. Im Segment der kleinen SUVs konkurrieren mit ihm der Ford Puma, der Škoda Kamiq, der Renault Captur oder der VW T-Cross.
Die Neuheit soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 vorgestellt werden, die Auslieferung in Tschechien dürfte dann wohl in die erste Hälfte 2027 fallen. Mit dem Wechsel auf eine modernere Plattform und größere Abmessungen ist mit einer leichten Preiserhöhung zu rechnen — wie stark diese ausfällt, zeigt erst die offizielle Preisliste.