Toyota Tschechien erklärt in einer an die Redaktion versandten Pressemitteilung, dass bei Hybriden und Plug-in-Hybriden nicht allein der Antrieb über den Verbrauch entscheidet, sondern vor allem der Fahrstil. Laut dem Hersteller können ein sanfterer Umgang mit dem Gaspedal, rechtzeitiges Verzögern vor Kreuzungen und regelmäßiges Aufladen des Plug-in-Hybrids den Verbrauch senken, ohne den Komfort spürbar zu beeinträchtigen.
Der Grundtipp ist einfach: sanft anfahren und das Fahrzeug möglichst oft im effizienten Modus arbeiten lassen. Toyota weist in der Mitteilung darauf hin, dass starke Beschleunigung und spätes Bremsen den Verbrennungsmotor unnötig in ungünstigen Drehzahlbereichen aktivieren, während eine gleichmäßige Fahrweise dem Elektromotor und der Rekuperation mehr Raum gibt.
Im Stadtverkehr lohnt es sich daher, den Fuß früher vom Gas zu nehmen und das Auto von allein verzögern zu lassen. Die Energie fließt zurück in die Batterie, und die mechanischen Bremsen sollen erst in der letzten Phase des Anhaltens zum Einsatz kommen. Bei Hybriden mit e-CVT-Getriebe handelt es sich um keinen Trick für Rekordfahrer, sondern um den Fahrstil, für den das gesamte System ausgelegt ist. Das Prinzip haben wir ausführlicher in unserem Artikel über das CVT-Getriebe erklärt.
Toyota erinnert zugleich daran, dass bei Plug-in-Hybriden vor allem die Disziplin den größten Unterschied macht. Wer nach jeder Fahrt auflädt und die Batterie vor allem in der Stadt oder im Stau nutzt, kann einen Großteil kurzer Strecken rein elektrisch zurücklegen. Die Batterie dagegen „für später“ zu schonen, ergibt laut dem Hersteller keinen Sinn, da ungenutzte Energie das Einsparpotenzial nur verringert.
„Der Eco-Modus dämpft die Reaktion auf das Gaspedal und optimiert den Energieverbrauch“, erklärt Jitka Jechová von Toyota Tschechien in der Mitteilung. In der Praxis bedeutet das, möglichst ein konstantes Tempo zu halten, nicht jeder Beschleunigung hinterherzujagen und leistungsstärkere Modi nur dann zu nutzen, wenn sie wirklich gebraucht werden.
Zu den Empfehlungen gehören auch weniger auffällige Dinge: der richtige Reifendruck, das Vermeiden unnötiger Zuladung im Auto und ein vernünftiger Umgang mit der Klimaanlage. Gerade die Klimaanlage kann auf kurzen Strecken den Verbrauch stärker erhöhen, als vielen Fahrern bewusst ist, besonders wenn das Fahrzeug noch nicht warmgelaufen ist. Deshalb ist es sinnvoll, kürzere Fahrten zusammenzulegen, statt Motor und Hybridsystem immer wieder kalt neu starten zu lassen.
Toyota baut sein tschechisches Hybrid-Angebot heute von kleineren Modellen bis hin zu Familien-SUVs aus. Wir berichteten kürzlich, dass der Hersteller weltweit die Marke von 31 Millionen verkauften Hybriden überschritten hat und in Tschechien laut den damaligen Angaben rund 70.000 davon unterwegs sind. In der Praxis bedeutet das, dass sich die Tipps aus dieser Pressemitteilung nicht nur auf einige teure Modelle beziehen, sondern auch auf Autos wie den Yaris und Yaris Cross oder den größeren RAV4 PHEV.
Gerade bei diesen Autos setzt Toyota langfristig darauf, dass der Hybrid nicht nur auf dem Papier funktioniert, sondern auch im ganz normalen tschechischen Alltagsverkehr. Übernimmt der Fahrer einfache Gewohnheiten - sanftere Beschleunigung, frühzeitigen Einsatz der Rekuperation und regelmäßiges Aufladen des Plug-in-Hybrids -, macht sich der Unterschied im Verbrauch meist schnell bemerkbar.