Chery greift das tschechische Kompakt-SUV-Segment mit dem günstigsten Hybridangebot an. Der Tiggo 4 HEV startet bei 599.000 Kč, bietet einen kombinierten Verbrauch unter 5 l/100 km und sieben Jahre Garantie. Tester und erste Besitzer sind sich in einem Punkt einig: In der Stadt ist er eine kleine Überraschung, auf der Autobahn und in Kurven holt Chery europäische Standards noch nach. Unsere Bewertung nach Analyse europäischer und überseeischer Tests: 70/100.

Der Tiggo 4 HEV knüpft an die Hybridmodelle an, die Chery in China unter den Marken Omoda und Jaecoo lanciert hat. Für Europa wurde diesmal keine Submarke gewählt – der Name Chery kehrt nach mehr als zehn Jahren direkt in die Preislisten und auf die Kennzeichen zurück. Das Fahrzeug misst 4.320 mm in der Länge, steht auf einem Radstand von 2.610 mm und erinnert in der Form an ein kompaktes SUV einer Klasse darüber. Im Segment zielt es auf Rivalen wie den Toyota Yaris Cross, den Dacia Jogger oder den Ford Puma – tritt aber gegen alle drei mit dem niedrigsten Einstiegspreis an.
Die Plattform ist ein ehrlicher Kompromiss. Hinter den selbstbewusst gezogenen Flanken und schwarzen Kunststoffleisten verbirgt sich die technische Basis des Tiggo 5x aus dem Jahr 2017, was Tester in nahezu allen Tests erwähnen. Der Antrieb hingegen ist brandneu: eine Kombination aus 1,5-Liter-Saugmotor, einem Elektromotor und einem einstufigen DHT-Getriebe. Die Systemleistung beträgt 120 kW (163 PS) – für ein Modell dieser Größe und dieses Preises praktisch eine Anomalie.
In Griechenland hat das Fahrzeug bereits einen großen Preis eingeheimst: den Titel Car of the Year 2026 im Rahmen der dortigen Journalistenwahl. Die unerwartete Auszeichnung hatte einen doppelten Charakter. Der Tiggo 4 HEV setzt mit seinem Preis-Ausstattungs-Verhältnis und dem Hybridverbrauch eine Messlatte, die kein europäischer Hersteller in dieser Preisklasse erreicht. Die Kehrseite: Chinesische Marken werden von Jahr zu Jahr anspruchsvoller bewertet, und europäische Hersteller müssen nun erklären, warum der Kunde zehntausend Euro mehr für einen Yaris Cross ausgeben sollte.

Der Hybridantrieb macht den Tiggo 4 HEV zum angenehm cleveren Stadtauto. Der 150-kW-Elektromotor übernimmt Anfahrvorgänge bis 30 km/h nahezu geräuschlos, der Wechsel auf den Verbrennungsmotor erfolgt ohne spürbares Rucken, und die Leistungsreserve für das zügige Durchfahren von Kreuzungen ist gegenüber doppelt so teuren Rivalen sofort spürbar. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h beträgt offiziell 8,9 Sekunden; unabhängige Messungen in Polen ergaben 8,4 Sekunden. Damit gehört der Tiggo 4 HEV in seinem Preissegment zu den schnellsten Modellen überhaupt.
Die Autobahn ist eine andere Geschichte. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 150 km/h begrenzt, der Motor wird ab 120 bis 130 km/h spürbar lauter, und oberhalb von 130 km/h fehlt dem Antrieb jegliche aktive Reserve. Im Langzeittest des polnischen Portals Magazyn Auto maßen die Tester einen Bremsweg aus 100 km/h von 37,6 Metern – im Segmentvergleich ein durchschnittlicher bis unterdurchschnittlicher Wert. Ein adaptives Fahrwerk, mit dem der Yaris Cross unebene Strecken abfedert, fehlt im Chery vollständig.
Die Lenkung selbst gehört zu den häufigsten Kritikpunkten unabhängiger Tests. Der Servoassistent ist zu leichtgängig abgestimmt, der Lenkung fehlt Präzision, und um die Mittellage wirkt sie tot. Auf kurvenreichen Landstraßen stellt sich zudem früh Untersteuern ein. Der britische Server The Car Expert bemängelt auch die zu aggressiv kalibrierten Assistenzsysteme. Spurhalteassistent und Geschwindigkeitswarner greifen so verwirrend und laut in die Fahrt ein, dass die meisten Fahrer sie nach dem Start am liebsten sofort deaktivieren.
Positiv überraschen hingegen Akustik und Stoßdämpfung in der Stadt. Bei normalem Tempo von 50 bis 80 km/h ist die Kabine spürbar ruhiger als bei europäischen Rivalen derselben Preisklasse, und einzelne Schlaglöcher schluckt das Fahrzeug ordentlich. Probleme beginnen bei rhythmischen Unebenheiten wie Querfugen an Straßenrändern. Dann meldet sich ein Fahrwerk, das auf glatte chinesische Autobahnen, nicht auf bucklige Landstraßen ausgelegt ist.
Der Antriebsstrang wird in Tschechien nur in einer Variante angeboten und stammt direkt aus dem Werk im chinesischen Wuhu. Der 1,5-Liter-Vierzylinder-Saugmotor und der Elektromotor sind über ein einstufiges Hybridgetriebe DHT150 (Dedicated Hybrid Transmission) verbunden. Es hat keine klassischen Fahrstufen – es entscheidet selbst, ob das Fahrzeug nur vom Elektromotor, nur vom Verbrennungsmotor oder von beiden gemeinsam angetrieben wird. Der Verbrennungsmotor erreicht einen thermischen Wirkungsgrad von 39,5 %, das Getriebe überträgt die Kraft mit bis zu 98 % Effizienz – genau diese beiden Werte erklären, warum der kombinierte Verbrauch bei rund fünf Litern auf hundert Kilometer bleibt.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Motor | 1,5 Liter, 4 Zylinder, Saugmotor |
| Systemleistung | 120 kW (163 PS) |
| Drehmoment | 260 Nm |
| Getriebe | DHT, einstufig |
| Antrieb | Vorderrad |
| Beschleunigung 0 bis 100 km/h | 8,9 s (im Test 8,4 s) |
| Höchstgeschwindigkeit | 150 km/h |
| Verbrauch kombiniert (WLTP) | 5,3 l/100 km |
| CO2-Emissionen | 123 g/km |
| Leergewicht | 1.475 kg |
| Preis | 599.000 Kč |
Der Realverbrauch entspricht den angegebenen Werten überraschend genau. Im Stadtverkehr nannten europäische Tester wiederholt 4,3 bis 5,0 l/100 km, der kombinierte Zyklus liegt bei rund 5,3 l/100 km. Die Autobahn ist die Ausnahme: Bei 130 km/h steigt der Verbrauch auf 6,6 bis 8,0 l/100 km – ein Ergebnis schlichter Physik: Der kleine Verbrennungsmotor arbeitet in einem ungünstigen Drehzahlbereich, und die Batterie kommt beim Nachliefern von Energie nicht nach. Wer mehr Zeit auf der Autobahn als in der Stadt verbringt, dem arbeitet die Hybridlogik gegen ihn.

Die Innenraumqualität ist der Hauptgrund, warum der Tiggo 4 HEV hochwertiger wirkt als er kostet. Weiche Kunststoffe an Berührungsflächen, genähte Sitzbezüge, physische Klimatasten und zwei 12,3-Zoll-Displays (gebogenes Panel mit 24,6 Zoll Diagonale) gehören zur Serienausstattung. Die Materialien würden sich in einem 200.000 Kč teureren Fahrzeug nicht verlieren, und das polnische Portal Auto Świat schrieb direkt, dass die Kabine an eine Klasse höher erinnert.
Der Platzangebot erfüllt alles, was man von einem kompakten SUV erwartet. Ein Erwachsener hinter einem gleichgroßen Fahrer drückt in der zweiten Reihe keine Knie ins Vordersitzlehne und berührt mit dem Kopf nicht das Dach. Das Kofferraumvolumen von 430 Litern entspricht dem Segment, allerdings fehlt ein doppelter Ladeboden, und die maximale Nutzlast von 355 kg liegt unter dem europäischen Durchschnitt. Wer regelmäßig mit fünf Personen und großem Gepäck reist, wird früher an Grenzen stoßen als erwartet.
Die Sitzflächen der Vordersitze sind kurz – ein Kritikpunkt, den Tester an allen drei getesteten polnischen Fahrzeugen nannten. Größere Fahrer kommen mit dem Oberschenkel nicht bis zur Stützkante. Der Beifahrer erhält zudem in der Basis- (und in Tschechien einzigen) Ausstattungslinie keine elektrische Einstellung, sodass er die Position manuell sucht. Für ein Fahrzeug für 599.000 Kč ist das ein Detail, das dem Interieur jedoch das Premium-Feeling nimmt, das es sonst aufbauen könnte.
Zwei 12,3-Zoll-Bildschirme bilden ein gebogenes Panel mit 24,6 Zoll Diagonale und decken Instrumententräger und Infotainment ab; die Klimaanlage behält physische Drehregler und Tasten. Apple CarPlay und Android Auto unterstützen sowohl drahtlose als auch kabelgebundene Verbindungen, induktives Laden mit 15 W ist im Preis inbegriffen. Chery ist im UI nicht bei beengten chinesischen Vorlagen geblieben – die Menüführung funktioniert schnell und logisch, nur die Lokalisierung ist stellenweise maschinell übersetzt.
Eine Schwachstelle ist die Systemstabilität. Australische Besitzer berichten in Foren wiederholt von Infotainment-Abstürzen, die erst nach dem Abklemmen der Batterie behoben werden konnten, sowie von gelegentlichen Verbindungsabbrüchen bei drahtlosem Android Auto. Chery behebt das Problem per drahtlosem OTA-Update – für eine Volumenhersteller-Marke ungewöhnlich. Ein Teil der Besitzer wechselt nach wiederholten Abstürzen jedoch lieber auf die Kabelverbindung und kehrt damit manuell drei Jahre zurück.
Adaptiver Tempomat, LED-Scheinwerfer und ein komplettes Assistenzpaket (LDW, BSD, RCTA, automatische Notbremsung) gehören bereits zur Basisausstattung Comfort. Die höhere Version Unique fügt zusätzlich eine 360°-Kamera, elektrisch beheizbare Vordersitze, ein Sechslautsprechersystem, Ambientebeleuchtung und eine elektrische Einstellung des Fahrersitzes hinzu. Für ein Segment, in dem Toyota beim Yaris Cross 30 bis 40.000 für adaptiven Tempomat und weitere 25.000 für eine Kamera berechnet, ist das eine beispiellose Ausstattung zum Preis eines Basis-Jogger 1.6 ECO-G.
Euro NCAP veröffentlichte 2025 die Bewertung des Chery Tiggo 4 und vergab vier von fünf Sternen. Der Test wurde über die Schwestermarke Ebro S400 (technisch identisches Fahrzeug) durchgeführt; Euro NCAP übertrug das Ergebnis explizit auf Chery. Teilwertungen: Erwachsenenschutz 79 %, Kinderschutz 85 %, gefährdete Verkehrsteilnehmer 78 %, Assistenzsysteme 80 %. Zum Vergleich: Der Tiggo 4 Pro (Verbrenner-Variante) erhielt im ANCAP-Test fünf Sterne. Ab Januar 2026 führte Euro NCAP zudem die größte Methodikrevision seit siebzehn Jahren ein – mit strengeren Anforderungen an die Notbremsung und der Pflicht zu physischer Bedienbarkeit kritischer Funktionen –, sodass die nächste Generation der Chery-Assistenzsysteme diese Verschärfungen erneut bestehen muss.
Das serienmäßige Assistenzpaket ist für sich genommen vollständig: automatische Notbremsung mit Fußgänger- und Radfahrererkennung, Spurhalteassistent, Totwinkelüberwachung, Spurverlassenswarnung und Kreuzungsassistent. Das Problem liegt in der Kalibrierung. Tester und Besitzer aus Großbritannien und Australien berichten wiederholt, dass der Spurhalteassistent auch dann eingreift, wenn er es nicht sollte; in einem dokumentierten Fall zog er den Fahrer gefährlich nah an einen Lkw heran. Wer das System nicht bedienen möchte, muss es bei jedem Start erneut deaktivieren.
Im Februar 2025 ordnete die ACCC in Australien zudem einen Rückruf von rund zweitausend Fahrzeugen an, weil ein Softwarefehler den akustischen Alarm bei ausgelöster Notbremsung zum Schweigen brachte. Chery behebt den Defekt kostenlos beim autorisierten Händler – der Vorfall zeigt jedoch, dass die aktiven Sicherheitssysteme der Marke im Realbetrieb noch Feinschliff benötigen.
Der Tiggo 4 HEV ist in Tschechien seit der Jahreswende 2025/2026 auf dem Markt – für belastbare Zuverlässigkeitsdaten ist es daher noch zu früh. Als Reaktion auf Bedenken gegenüber einer chinesischen Marke bietet Chery eine siebenjährige Garantie bis 150.000 km auf das gesamte Fahrzeug einschließlich des Hybridantriebs. Das ist länger als bei Toyota (3 Jahre und 100.000 km, unter Bedingungen bis 10 Jahre bei Werkstattbindung) und bei Kia (7 Jahre und 150.000 km, jedoch mit strengerem Serviceregime) – und im Segment ein Rekord.
Die Serviceintervalle betragen 15.000 km oder 12 Monate; bis 2027 bietet Chery in Tschechien den ersten Service kostenlos an. Das Händlernetz ist noch nicht dicht: Astana Motors, der Exklusivimporteur, eröffnet Showrooms in Prag, Brünn und Ostrava – auf weitere Regionen muss man warten. Wer außerhalb der Großstädte wohnt, muss für eine kleinere Reparatur unter Umständen hundert Kilometer mehr fahren.
Versicherungsgesellschaften haben noch nicht genug Daten für eine angemessene Tarifkalibrierung; der vergleichbare Versicherungstarif wird derzeit vom älteren Tiggo 4 Pro abgeleitet. Ersatzteile sind in Tschechien auf Lager verfügbar, allerdings reklamierten einige australische Besitzer den Perlweißlack, der nach Kontakt mit Wasser Roststellen aufwies. In Europa wurden bislang keine ähnlichen Vorfälle gemeldet.
Der Tiggo 4 HEV ist erst seit wenigen Monaten in europäischen Händen; belastbare Daten von Besitzern mit Zehntausenden von Kilometern liegen noch nicht vor. Verfügbar sind jedoch Langzeittests aus Großbritannien und Australien sowie Forenbeiträge auf Plattformen wie Exhaust Notes Australia oder dem pakistanischen PakWheels, wo sich über die Jahre eine kritische Masse an Erfahrungen angesammelt hat. Weitere Details darüber, worauf man bei chinesischen Autos weltweit achten sollte, haben wir in einer eigenen Übersicht zu sechs wiederkehrenden Problemen zusammengefasst.
Drahtlose Updates funktionieren. Die siebenjährige Garantie deckt in der Praxis auch Infotainment-Reparaturen und Softwaredefekte ab (den australischen AEB-Rückruf löste Chery innerhalb eines Monats kostenlos beim Händler). Die Schwachstelle ist die Tiefe der Serviceerfahrung in Europa. In Tschechien gibt es bislang drei autorisierte Werkstätten, sodass die Wartezeit auf ein Spezialersatzteil länger ausfallen kann als bei etablierten Marken.
Der Preis von 599.000 Kč gilt für die Basisausstattung Comfort. Die höhere Version Unique ist in der Preisliste teurer und ergänzt eine 360°-Kamera, elektrisch beheizbare Vordersitze, Ambientebeleuchtung und ein Sechslautsprechersystem. Den aktuellen Preis für Unique empfehlen wir beim autorisierten Händler zu erfragen. Weitere Aufpreispakete bietet Chery in Tschechien nicht an. Astana Motors legt in der aktuellen Aktion je nach Händler Winterräder oder eine erweiterte Garantie obendrauf. Die Konfiguration lässt wenig zu entscheiden. Der konkurrierende Toyota Yaris Cross in der Hybridversion beginnt bei 660.000 Kč, doch für eine Ausstattung, die der Chery-Basisversion entspricht, klettert der Preis gegen 800.000 Kč. Der Dacia Jogger Hybrid 140 kostet ab 580.000 Kč, zielt aber als siebenplatziger Kombi in eine andere Richtung. Der Ford Puma 1.0 EcoBoost Hybrid 92 kW wird in Tschechien ab 540.000 Kč angeboten, überschreitet in der Vollausstattung jedoch die Millionengrenze.
Die tschechischen Zulassungszahlen spiegeln wider, dass das Fahrzeug noch in der Anlaufphase steckt. Im Jahr 2025 wurden in Tschechien 18 Einheiten des Tiggo 4 HEV zugelassen (davon allerdings 14 Fahrzeuge direkt von Astana Motors als Importeur, also Demo-, Presse- und Vorführwagen). Tatsächliche Kundenverkäufe beliefen sich 2025 auf wenige Einheiten. Der Jahresauftakt 2026 verlief ruhig (Januar 13 Fahrzeuge, Februar 9), im März schnellten die Verkäufe auf 26 Einheiten hoch und im April auf 40 – die Gesamtsumme für die ersten vier Monate 2026 erreicht damit 88 Fahrzeuge. Der Trend ist steil; Astana Motors plant für das Gesamtjahr über 500 ausgelieferte Einheiten, was den Tiggo 4 HEV unter die Top-30-Hybrid-SUVs auf dem Markt bringen würde. Geografisch konzentrieren sich die Verkäufe auf den Raum Prag, wo das Händlernetz am dichtesten ist.
| Chery Tiggo 4 HEV | Toyota Yaris Cross Hybrid | Dacia Jogger Hybrid 140 | Ford Puma EcoBoost Hybrid | |
|---|---|---|---|---|
| Preis ab | 599.000 Kč | 660.000 Kč | 580.000 Kč | 540.000 Kč |
| Systemleistung | 120 kW | 85 kW | 103 kW | 92 kW |
| 0 bis 100 km/h | 8,9 s | 11,2 s | 10,1 s | 9,8 s |
| Verbrauch (WLTP) | 5,3 l | 4,5 l | 4,9 l | 5,3 l |
| Kofferraum | 430 l | 390 l | 708 l (5 Sitze) | 456 l |
| Länge | 4.320 mm | 4.180 mm | 4.547 mm | 4.186 mm |
| Garantie | 7 Jahre / 150.000 km | 3 + 7 Jahre bei Werkstattbindung | 3 Jahre / 100.000 km | 5 Jahre / 100.000 km |
| Verkäufe in CZ 2025 | 18 | 1.024 | 1.377 | 999 |
Den vollständigen Vergleich aller vier Modelle auf einen Blick finden Sie in unserem Vergleichstool. Die Tabelle zeigt, dass der Tiggo 4 HEV vor allem bei Leistung und Garantielaufzeit punktet, beim Verbrauch verliert (der Yaris Cross kommt im kombinierten Zyklus auf 0,8 l weniger) und bei der Praktikabilität zurückliegt (der Jogger bietet mehr Platz und in der Siebensitzer-Variante doppelten Nutzwert).

Innerhalb der Chery-Modellpalette bietet der Tiggo 4 HEV den günstigsten Einstieg in die Hybridwelt. Der größere Tiggo 7 startet ab 729.000 Kč, der siebensitzige Tiggo 8 bringt eine dritte Sitzreihe für 879.000 Kč, und das Flaggschiff Tiggo 9 PHEV kombiniert Plug-in-Hybrid mit 428 PS für 1.190.000 Kč. Der Tiggo 4 HEV dient damit als günstigster Einstieg in die Modellpalette – nicht als Kompromiss.
Der Tiggo 4 HEV passt am besten zu Menschen, die 80 % ihrer Kilometer in der Stadt und im Umland zurücklegen, eine reichhaltige Ausstattung zu einem vernünftigen Preis schätzen und akzeptieren können, dass die Höchstgeschwindigkeit 150 km/h beträgt und Autobahnkurven etwas behäbig durchfahren werden. Wer in Prag, Brünn oder Ostrava lebt und jährlich 15.000 bis 20.000 Kilometer fährt, bekommt für 599.000 Kč ein Fahrzeug, das spalovací Rivalen im Verbrauch um dreiviertel Liter schlägt und in der Ausstattung mit Fahrzeugen gleichzieht, die 200.000 Kč teurer sind.
Wer sieben Sitze oder mehr Kofferraum braucht, wählt den Dacia Jogger. Wer die meisten Kilometer auf der Autobahn bei 130 km/h zurücklegt, findet beim Toyota Yaris Cross einen um einen Liter niedrigeren kombinierten Verbrauch und bessere Dynamik bei höheren Geschwindigkeiten. Für einen Fahrer jedoch, der zwischen Elterntaxi und Stadtpendler wechselt und die Idee einer achtjährigen Garantieabdeckung für Batterie und Gesamtfahrzeug schätzt, ist der Tiggo 4 HEV derzeit die günstigste Wahl auf dem tschechischen Markt.