Fiat hat sein neues SUV Grizzly enthüllt - den größeren Bruder des Grande Panda, mit dem die italienische Marke in das wichtige europäische C-Segment zurückkehrt. Das Fahrzeug blitzte erstmals während einer kürzlichen Strategiepräsentation des Stellantis-Konzerns auf, jetzt sind die offiziellen Fotos eingetroffen. Laut Autocar soll er noch in diesem Jahr auf den Markt kommen - und zwar gleich in zwei Karosserievarianten.
Der Grizzly kommt nicht in einer, sondern in zwei Varianten. Die erste ist ein klassisches, kantiges SUV mit vertikal gestalteter Front, geteilten Scheinwerfern und robusten Kunststoff-Radlaufverbreiterungen. Die zweite ist ein flacheres Coupé-SUV namens Fastback mit abfallender Dachlinie und durchgehendem Leuchtband am Heck - eine Karosserieform, die heute immer mehr Marken als stilvolle Alternative zum konventionellen SUV anbieten. Beide Versionen tragen den markanten Schriftzug FIAT über die gesamte Breite des Hecks und der Frontmaske.

Der Grizzly basiert auf der kostengünstigen Smart Car-Plattform des Stellantis-Konzerns, die er mit dem Citroën C3 Aircross und dem Opel Frontera teilt. Von beiden Geschwistern unterscheidet er sich jedoch in der Größe: Fiat gibt die Länge mit unter 4,5 Metern an, während C3 Aircross und Frontera knapp unter 4,4 Metern messen. Den Antrieb übernimmt er vom Grande Panda - im Angebot werden Benziner, Hybride und rein elektrische Versionen sein. Das Fahrzeug ist dabei nicht nur für Europa konzipiert: Laut Generaldirektor Olivier François ist der Grizzly "für drei Regionen entworfen", in denen Fiat verkauft - Europa, Lateinamerika sowie den Nahen Osten und Afrika.
"Er ergänzt die Familien Panda und Grande Panda, ist aber ein anderes Tier", sagte François und betonte, dass das Modell der Marke höhere "Umsätze, Margen und Prestige" bringen soll. Der Grizzly soll sich damit nicht mit dem kleineren Grande Panda überschneiden, sondern das Segment darüber besetzen.

Das neue SUV ist Teil einer breiteren Offensive, mit der Fiat auf das erschwingliche Marktsegment zielt. Geplant ist außerdem ein viersitziges Mikrofahrzeug, das sich oberhalb des vom Citroën Ami abgeleiteten Modells Topolino einreihen wird, sowie ein neues elektrisches Stadtauto, das vom ursprünglichen Panda der 1980er Jahre inspiriert ist. Dieses Einstiegselektroauto mit einem Preis unter 15.000 Pfund (rund 440.000 Kč) soll im italienischen Werk Pomigliano neben dem wiedergeborenen Citroën 2CV entstehen. Die Offensive fügt sich in die neue Strategie von Stellantis ein, nach der Fiat zur globalen Marke wird.
| Modell | Länge | Antrieb | Preis in CZ ab |
|---|---|---|---|
| Fiat Grande Panda | 3,99 m | Hybrid / Elektro | 489 900 Kč |
| Citroën C3 Aircross | unter 4,4 m | Benziner / Hybrid / Elektro | 470 000 Kč |
| Opel Frontera | unter 4,4 m | Hybrid / Elektro | 559 990 Kč |
| Fiat Grizzly | unter 4,5 m | Benziner / Hybrid / Elektro | noch nicht veröffentlicht |
Fiat gehört in Tschechien zu den etablierten Marken, und seine kleineren Neuheiten sind dort bereits im Verkauf. Der Grande Panda startet bei 489 900 Kč als Hybrid und bei 589 900 Kč als Elektroauto. Die Plattformgeschwister des Grizzly von der Smart Car-Familie sind hierzulande ebenfalls erhältlich - Citroën C3 Aircross ab 470 000 Kč und Opel Frontera ab 559 990 Kč. Da der Grizzly deutlich größer ist und eine Klasse höher anvisiert, ist zu erwarten, dass seine tschechischen Preise oberhalb des Grande Panda-Niveaus starten werden. Eine genaue Preisliste oder einen Termin für die tschechische Markteinführung hat Fiat bislang nicht veröffentlicht, der Verkaufsstart ist jedoch noch im Laufe des Jahres 2026 versprochen.