Škoda Auto hat bestätigt, dass die Weltpremiere des erschwinglichen elektrischen Crossovers Škoda Epiq im Mai 2026 stattfinden wird. Die Ankündigung erfolgte im Rahmen des Markenauftritts auf der Milan Design Week (21.–26. April 2026), wo sich der Epiq zum allerersten Mal öffentlich zeigte — noch immer in eine teilweise Tarnung gehüllt. Am kommenden Wochenende, dem 25. und 26. April, reist der Wagen dann nach Prag zu den Automobilové klenoty 2026, wo seine tschechische Vorpremiere stattfindet.
Update (Mai 2026): Der Epiq wurde inzwischen am 19. Mai in Zürich ohne Tarnung enthüllt, und Škoda hat auch die tschechischen Preise veröffentlicht. Der Vorverkauf startet bei 779.000 Kč für die Topversion Epiq 55 mit einer Reichweite von 441 km, die versprochene günstige Basisversion für 619.000 Kč kommt erst im Herbst 2026.
Bislang sprach Škoda offiziell nur von einer Weltpremiere in der ersten Jahreshälfte 2026, ohne einen konkreten Monat zu nennen. Im Rahmen der Ausstellung im Palazzo del Senato in Mailand fiel nun jedoch ein klarer Termin: Mai. „Teil der Ausstellung in Mailand ist die erste öffentliche Präsentation des noch verhüllten Modells Škoda Epiq, der dazu beitragen wird, dass elektrische Mobilität zugänglicher wird", erklärte dazu laut Pressemitteilung Martin Jahn, Vorstandsmitglied von Škoda Auto für Vertrieb und Marketing.
Bis zur Mai-Premiere bleibt noch etwa ein Monat. Škoda zeigte den Wagen in Mailand zunächst mit einer bunten, an Knetmasse erinnernden Tarnfolie und wird den Epiq in derselben Aufmachung auch auf der Prager Messe Klenoty ausstellen. Die vollständige Enthüllung ohne Tarnung erfolgt erst bei der offiziellen Mai-Premiere.
Neben dem eigentlichen Prototyp feierte in Mailand auch eine dreidimensionale künstlerische Interpretation des Wagens mit der Bezeichnung Epiq Sculpt Premiere. Geschaffen wurde sie vom spanischen Designer und Architekten Ricardo Orts (Ulises Studio), und laut Škoda handelt es sich um eine handgeformte Arbeit aus einem speziellen weichen Material, das an Schulknetmasse erinnert. Der Sculpt hat dieselben Proportionen wie der Serien-Epiq — er dient somit gleichzeitig als Lifestyle-Präsentation und als indirekter Hinweis auf die Form der verhüllten Karosserie.

Škoda enthüllte den Sculpt gemeinsam mit dem Künstler und Vorstandsvorsitzenden Klaus Zellmer. Neben der Skulptur gab es auf der Ausstellung auch eine digitale Kuppel mit KI-Avatar-Generierung, eine Kreativecke mit Knetmasse und eine Yogamatte. Auch wenn es sich in erster Linie um eine design- und lifestyleorientierte Präsentation handelt, versucht Škoda auf diesem Weg auch ein Publikum außerhalb der Automobilblase anzusprechen — also jene Zielgruppe, die der Serien-Epiq als erschwingliches Einstiegs-Elektroauto für die Elektromobilität gewinnen soll.
Der Epiq ist das erste Škoda-Modell auf der Plattform MEB+ — einer angepassten Version der bestehenden Elektroarchitektur des Volkswagen-Konzerns, optimiert für kleinere und günstigere Fahrzeuge. Mit einer Länge von rund 4,17 Metern zielt er auf das Segment zwischen Fabia und Kamiq, der Antrieb erfolgt ausschließlich über die Vorderachse.
| Variante | Leistung | Batterie (netto) | Reichweite WLTP |
|---|---|---|---|
| Epiq 35 | 85 kW | 38,5 kWh (LFP) | ca. 315 km |
| Epiq 40 | 99 kW | 38,5 kWh (LFP) | ca. 315 km |
| Epiq 55 | 155 kW | 55 kWh (NMC) | ca. 430 km |
Die stärkste Version, der Epiq 55, soll laut bisher präsentierten Daten mit einer Ladeleistung von 133 kW laden können und den Sprint von 0 auf 100 km/h in 7,4 Sekunden schaffen. Der Kofferraum mit einem Volumen von 475 Litern ist größer als beim ähnlich großen Verbrennermodell Kamiq.
Der offizielle tschechische Listenpreis des Epiq ist auch in Mailand noch nicht gefallen. Der Autohersteller nennt weiterhin das Ziel „rund 25.000 Euro" — beim aktuellen Kurs etwa 620.000 bis 650.000 Kronen. Sollte sich dieses Ziel bestätigen, würde sich der Epiq unterhalb des elektrischen Cupra Raval positionieren, der in der tschechischen Preisliste bei 660.000 Kč beginnt. Der Renault 5 E-Tech startet bei 753.000 Kč, der Dacia Spring bietet einen deutlich niedrigeren Preis von 419.900 Kč, allerdings bei einem wesentlich kleineren Fahrzeug und deutlich schwächerer Leistung.
Den tatsächlichen Wert der tschechischen Einstiegspreisliste wird Škoda erst mit der Enthüllung ohne Tarnung veröffentlichen — also im Mai 2026. Bis dahin hält man am Szenario fest, Fahrzeuge schrittweise in künstlerischer Form zu enthüllen: Der „Knetmasse"-Epiq in Mailand knüpft an ein ähnliches Vorgehen beim größeren siebensitzigen Modell Peaq mit grafischer Tarnung vom Atelier Ottopilot an. Vollständige Spezifikationen und einen Vergleich beider neuer Elektrofahrzeuge von Škoda finden Sie auf der Seite Škoda Epiq.