Škoda Peaq erreicht cx 0,249. Außergewöhnlich geringer Luftwiderstand für ein siebensitziges SUV

Škoda Peaq erreicht cx 0,249. Außergewöhnlich geringer Luftwiderstand für ein siebensitziges SUV

Jiří Zelinka, 4. Juni 2026

Bei Elektrofahrzeugen entscheidet die Aerodynamik über die Reichweite vielleicht noch mehr als bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Jede Reduzierung des Luftwiderstands bringt zusätzliche Kilometer, ohne dass eine einzige Batteriezelle mehr nötig wäre. Škoda gibt für sein neuestes elektrisches SUV Peaq einen Luftwiderstandsbeiwert (cx) von 0,249 an – für ein siebensitziges SUV ein außergewöhnlich niedriger Wert. Das Flaggschiff der Marke aus Mladá Boleslav feiert seine Weltpremiere am 23. Juni, wie Škoda in einer eigenen Pressemitteilung zum finalen Design bestätigte.

Jedes Tausendstel zählt

Warum feilen Ingenieure an jedem Tausendstel? Škoda hat das konkret beziffert. „Jedes Tausendstel, um das wir den Luftwiderstandsbeiwert senken, bedeutet rund einen Kilometer mehr Reichweite", erklärt Aerodynamiker Štěpán Janda laut Škoda Storyboard. Auf der Autobahn, wo der Luftwiderstand quadratisch mit der Geschwindigkeit wächst, ist der Gewinn noch größer.

Der Wert von 0,249 ist eigentlich typisch für aerodynamisch optimierte Limousinen, nicht für große Familien-SUV. Zum Vergleich: Die gesamte Luftwiderstandsfläche der Peaq-Karosserie entspricht laut Škoda einer quadratischen Platte von etwa 72 × 72 Zentimetern. Bei einem über zwei Meter breiten Fahrzeug mit Platz für sieben Passagiere ist das eine beeindruckende Zahl.

Škoda Peaq v kamufláži z boku za jízdy
Foto: Škoda Auto

Hunderte von Details von der Front bis zum Heck

Niedriger Luftwiderstand entsteht nicht durch eine einzige Idee, sondern durch das Zusammenspiel von Dutzenden Bereichen und Hunderten von Details. An der Front übernehmen Air Curtains die Arbeit: Sie leiten den Luftstrom entlang der Vorderräder und reduzieren Turbulenzen im Radhaus. Škoda hat sie näher am Kühlergrill platziert als üblich (normalerweise befinden sie sich in den Ecken des Stoßfängers), damit sie zur Designsprache „Modern Solid" passen.

Škoda Peaq zepředu za jízdy při západu slunce, vývojový prototyp
Foto: Škoda Auto

„Nach gründlicher Optimierung funktionieren diese längeren und komplexeren Kanäle genauso gut wie herkömmliche Lösungen. Ihr Zusammenspiel hilft, die Strömung um das Rad so sauber wie möglich zu führen und den Luftwiderstand zu senken", erklärt Václav Ptáček, der für die Außenaerrodynamik zuständig ist. Für eine saubere Umströmung der Räder sorgen außerdem Spoiler vor den Rädern, Unterbodendeflektion, aktive Kühlluftklappen und aerodynamische Radblenden. Die Flanken sind glatt, mit minimalen Fugen zwischen Scheiben und Säulen, und die bündig versenkten Türgriffe stören die Umströmung nicht.

Záď Škody Peaq se střešním spoilerem za jízdy v horách
Foto: Škoda Auto

Das kontrollierte Ablösen des Luftstroms am Heck übernehmen ein dreidimensional geformter Dachspoiler, seitliche Aerodynamikleisten (Finlets) sowie Kanten rund um die Rückleuchten. Der Unterboden wird durch einen Diffusor mit aerodynamischem Spoiler ergänzt. Ziel ist es, dass sich der Luftstrom hinter dem Fahrzeug möglichst gleichmäßig schließt und keinen großen Unterdruckbereich erzeugt, der das Fahrzeug „bremst".

Aerodynamik ist mehr als nur Reichweite

Die Arbeit an der Luftführung wirkt sich nicht nur auf Verbrauch und Reichweite aus. Sie beeinflusst auch den Geräuschkomfort und praktische Details, auf die der Fahrer täglich trifft. „Die Form der Außenspiegel beeinflusst das Windgeräusch und auch, wie stark sich die Scheiben während der Fahrt verschmutzen", betont Štěpán Janda. Eine durchdachte Aerodynamik bedeutet also ein leiseres Interieur und sauberere Seitenscheiben – auch im Regen.

VersionLeistungBatterieReichweite (WLTP)
Peaq 60150 kW63 kWhca. 430 km
Peaq 90180 kW91 kWhüber 600 km
Peaq 90x (4×4)220 kW91 kWhüber 600 km
Bisher veröffentlichte technische Daten. Quelle: Škoda Auto.

Das Flaggschiff aus Mladá Boleslav vor seiner Premiere

Mit einer Länge von rund 4,87 Metern ist der Peaq der längste Serien-Škoda der Geschichte und positioniert sich an der Spitze des elektrischen Markenportfolios – oberhalb des Enyaq. Das siebensitzige SUV wird in Mladá Boleslav gefertigt und basiert auf der Konzeptstudie Vision 7S. Zu seinen europäischen Mitbewerbern zählen der Kia EV9, der Hyundai Ioniq 9 und der Volvo EX90.

Tschechische Preise hat Škoda noch nicht bekannt gegeben; zum Vergleich: der Enyaq mit 210 kW Leistung startet bei 1 130 000 Kč. Vollständige Spezifikationen, Motorisierungen und Vergleiche ergänzen wir laufend auf der Seite Škoda Peaq; ausführlich haben wir das Fahrzeug auch im Škoda Peaq Test analysiert. Das endgültige Design und alle technischen Daten enthüllt die Premiere am 23. Juni.

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