Die BMW Group hat ihre Finanzergebnisse für das Jahr 2025 veröffentlicht. Der Betriebsgewinn von 10,2 Milliarden Euro übertrifft sowohl Volkswagen (8,9 Milliarden) als auch Mercedes-Benz (5,8 Milliarden). Auf den ersten Blick ist das eine gute Nachricht, doch im Jahresvergleich entspricht dies einem Rückgang um 11,5 % und dem schwächsten Ergebnis seit der Pandemie.
Die operative Marge der Automobilsparte sank auf 5,3 %, im Jahresvergleich um einen Prozentpunkt. Für das Jahr 2026 rechnet BMW mit einer Spanne von 4 bis 6 % — weit entfernt vom selbst gesteckten internen Ziel der Gruppe von 8 bis 10 %. Der Vorstandsvorsitzende Oliver Zipse erklärt laut Auto Plus, der richtige Kurs sei eingeschlagen und er beabsichtige nicht, die Strategie zu ändern.
Wie schneiden die Ergebnisse im Vergleich ab? Volkswagen meldet einen Einbruch des Betriebsgewinns um 53,5 % und plant den Abbau von 50 000 Arbeitsplätzen. Stellantis wies einen Nettoverlust von 22,3 Milliarden Euro aus. In diesem Kontext schnitt BMW tatsächlich besser ab — allerdings lag die Messlatte niedrig.
| Konzern | Betriebsgewinn 2025 | Veränderung gegenüber 2024 | Operative Marge |
|---|---|---|---|
| BMW Group | 10,2 Mrd. EUR | −11,5 % | 5,3 % |
| Volkswagen Group | 8,9 Mrd. EUR | −53,5 % | 3,4 % |
| Mercedes-Benz | 5,8 Mrd. EUR | n/a | n/a |
| Stellantis | Verlust von 22,3 Mrd. EUR | — | negativ |
Hauptursache für den Rückgang ist China. Der Absatz von BMW auf dem chinesischen Markt sank um 12,5 %. Einheimische Marken, allen voran BYD, haben einen Preiskrieg entfacht, der die Gruppe nach Angaben von BMW innerhalb eines Jahres zwei Milliarden Euro kostete. Der Münchner Konzern reagierte mit finanzieller Unterstützung für die dortigen Händler und einer Neustrukturierung des Angebots.
Hinzu kommen die Zölle. Die Auswirkungen der EU-Zölle auf chinesische Elektroautos und der US-Zölle auf Importe sollen die Marge der Automobilsparte im Jahr 2026 um 1,25 Prozentpunkte verringern — eine leichte Verbesserung gegenüber den 1,5 Punkten des Vorjahres.
Dass BMW vergleichsweise besser abgeschnitten hat, liegt an einem Ansatz, den der Konzern als technologieoffen bezeichnet. Statt vollständig auf Elektroautos umzusteigen, verkauft er weiterhin Benzin- und Hybridmodelle, während der Elektroanteil schrittweise wächst. Im Jahr 2025 entfielen 18 % der gesamten Auslieferungen auf Elektroautos, im Jahresvergleich 3,6 % mehr. Das Ziel für das Jahr 2030 liegt bei 50 %.

Die neue Elektroauto-Generation Neue Klasse soll die Trendwende einleiten. Bis Ende 2026 wird die Gruppe 20 vollelektrische Modelle anbieten, bis zum Jahr 2027 sollen mehr als 40 neue oder aktualisierte Fahrzeuge auf den Markt kommen. In Forschung und Verwaltung hat BMW bereits 2,5 Milliarden Euro eingespart.
Die weltweiten Schwierigkeiten stehen im Kontrast zur Entwicklung auf dem tschechischen Markt. Im Jahr 2025 wurden in Tschechien 4 254 BMW-Pkw neu zugelassen, 26 % mehr als im Jahr 2024 (3 374 Fahrzeuge). Damit behauptet BMW seine Position unter den meistverkauften Premiummarken des Landes. Ob dieses Wachstum trotz sinkender Konzernmargen anhält, wird sich in diesem Jahr zeigen — insbesondere mit Blick auf die geplante Erweiterung des Neue-Klasse-Angebots.