Škoda Auto hat die ersten offiziellen Design-Skizzen seines bislang größten Elektromodells veröffentlicht. Das siebensitzige Flaggschiff-SUV Peaq wird der Welt am 23. Juni 2026 um 18:25 Uhr im französischen Monnetier-Mornex in der Nähe von Genf vollständig vorgestellt. Bislang kannten wir das Modell nur getarnt und aus Teasern – die Skizzen zeigen nun erstmals die finale Karosserieform ohne Tarnung.
Die Skizzen bestätigen, wohin Škoda sich designtechnisch entwickelt: klar modellierte Flächen, scharfe Linien und ein starker Fokus auf Lichtelemente. Vorne dominieren schmale Scheinwerfer in T-Form, ein glänzend schwarzes Tech-Deck Face-Panel (das bei elektrischen Škoda den klassischen Kühlergrill ersetzt) sowie ein markantes Rahmenmotiv, das beide Leuchten miteinander verbindet. Das Heck spiegelt dieselbe Logik wider – auch hier T-förmige Leuchten und ein verbindendes Element, das sich über die gesamte Fahrzeugbreite erstreckt.
Der 23. Juni 2026 ist das erste fest terminierte Datum der Weltpremiere – bislang hatte Škoda nur allgemein vom "Sommer 2026" gesprochen. Die Wahl des Veranstaltungsortes (Monnetier-Mornex liegt im Haute-Savoie am Fuß des Salève-Massivs mit Blick auf die Alpen) entspricht dem Modellnamen: Der Name Peaq leitet sich vom englischen Wort peak, also Gipfel, ab. Das Auto soll sich als Spitze der Modellpalette positionieren, oberhalb des bisherigen Enyaq.

Der Peaq basiert auf dem Konzept Vision 7S und steht auf der Konzernplattform MEB. Produziert wird er in Mladá Boleslav. Mit einer Länge von rund 4 874 mm ist er das längste Serienfahrzeug, das Škoda je gebaut hat – rund 22 cm länger als der Enyaq und 12 cm länger als der Kodiaq. Der Radstand von 2 970 mm gehört zu den größten, die die MEB-Plattform erlaubt, was sich direkt auf das Platzangebot in der zweiten und dritten Sitzreihe auswirkt. Kunden können zwischen einer Fünf- oder Siebensitzer-Konfiguration wählen.
Nach bislang veröffentlichten Angaben wird der Peaq in drei Antriebsvarianten angeboten. Das Basismodell Peaq 60 mit Hinterradantrieb, der stärkere Peaq 90 mit 91-kWh-Akku und einer Reichweite von über 600 km sowie der Topp-Peaq 90x mit Allradantrieb und einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 6,7 Sekunden. Vollständige Spezifikationen und Vergleiche finden Sie auf der Škoda Peaq-Seite.
| Variante | Leistung | Batterie | Antrieb | Reichweite (WLTP) |
|---|---|---|---|---|
| Peaq 60 | 150 kW | 63 kWh | Hinterrad | - |
| Peaq 90 | 180 kW | 91 kWh | Hinterrad | 600+ km |
| Peaq 90x AWD | 220 kW | 91 kWh | 4×4 | 600+ km |
Praktische Raumökonomie soll traditionell eine starke Seite bleiben. Das Kofferraumvolumen in der Fünfsitzer-Konfiguration (bei umgeklappter dritter Reihe) überschreitet 900 Liter; hinzu kommt ein Frunk mit 37 Litern – der erste seiner Art bei einem elektrischen Škoda. Als Wettbewerber nimmt der Peaq große elektrische Siebensitzer-SUVs wie den Kia EV9, den Hyundai Ioniq 9 oder den Volvo EX90 ins Visier.

Für den tschechischen Heimatmarkt ist der Peaq von besonderer Bedeutung – er ist das Flaggschiff der Marke und wird in Mladá Boleslav gefertigt. Tschechische Preise hat Škoda bislang nicht bestätigt und wird sie frühestens anlässlich der Premiere bekanntgeben. Als Orientierung lässt sich die Positionierung oberhalb des Enyaq heranziehen: Dieser startet im aktuellen Angebot bei 1 015 000 Kč, die Version mit 210 kW liegt bei 1 130 000 Kč. Der Peaq wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit darüber einordnen. Der Marktstart ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.
Mehr zu Technik, Abmessungen und ersten Fahreindrücken haben wir in der Škoda Peaq-Rezension zusammengefasst. Wie Škoda das Fahrzeug vor der Enthüllung getarnt hatte, beschrieben wir im Artikel über das Geheimnis der Peaq-Tarnung. Die zweite Säule der Elektrooffensive der Marke ist der kleinere und erschwinglichere Škoda Epiq.