Škoda befindet sich in der Endphase der Vorbereitung seines neuen Flaggschiffs. Das siebensitzige Elektro-SUV Peaq feiert am 23. Juni seine Weltpremiere, und kurz davor gibt der Hersteller bekannt, dass seine Prototypen im Verlauf von Entwicklung und Erprobung über 1,5 Millionen Kilometer zurückgelegt haben. Das Fahrzeug basiert auf der MEB+-Plattform des Volkswagen-Konzerns und wird das längste Serienmodell in der Geschichte der Marke. Das geht aus einer Pressemitteilung von Škoda Auto hervor.
Die getarnten Prototypen haben laut Hersteller anspruchsvolle Bedingungen auf drei Kontinenten gemeistert - neben Europa auch in Afrika und Nordamerika, in den unterschiedlichsten Klimazonen. Die Entwickler kombinierten Fahrten im realen Verkehr mit umfangreichen virtuellen Tests auf leistungsstarker Rechentechnik. Das Ergebnis wurde nach Angaben von Škoda sowohl von der Entwicklungsabteilung als auch von einer eigenständigen Qualitätsdivision überwacht.
Mit dem Peaq reiht Škoda eines seiner am gründlichsten getesteten Fahrzeuge in die Modellpalette ein. Die endgültige Form und den Namen enthüllte der Hersteller bereits schrittweise seit Januar 2026 - angefangen von der ersten Nennung der Bezeichnung Peaq über getarnte Fahrten bis hin zu ersten Designskizzen ohne Tarnung.

Der Peaq ist die Serienversion des Konzeptfahrzeugs Vision 7S und wird sich im Modellprogramm oberhalb des Enyaq als neues Flaggschiff einreihen. Mit einer Länge von rund 4.874 mm ist er etwa 22 cm länger als der Enyaq und damit das bislang größte Serienfahrzeug von Škoda. Eine niedrige Verbräuche soll die Aerodynamik mit einem Luftwiderstandsbeiwert von cx 0,249 unterstützen - ein außergewöhnlich niedriger Wert für ein siebensitziges SUV. Die Karosserie wird durch eine T-förmige Lichtsignatur vorne und hinten sowie ein glänzend schwarzes Tech-Deck Face-Panel definiert, das Škoda auf den ersten Designskizzen gezeigt hat.

Laut bisher veröffentlichten Angaben wird der Peaq in drei Antriebsvarianten mit Hinter- und Allradantrieb sowie Batteriekapazitäten von 63 bzw. 91 kWh angeboten:
| Version | Antrieb | Leistung | Batterie | Reichweite (WLTP) |
|---|---|---|---|---|
| Peaq 60 | Hinterrad | 150 kW | 63 kWh | ~430 km |
| Peaq 90 | Hinterrad | 180 kW | 91 kWh | ~600 km |
| Peaq 90x | 4x4 | 220 kW | 91 kWh | ~600 km |
Die Weltpremiere findet am 23. Juni 2026 im französischen Monnetier-Mornex bei Genf statt, der Verkaufsstart ist für die zweite Jahreshälfte geplant. Gebaut wird das Fahrzeug in Mladá Boleslav - im Gegensatz zum kleineren Elektromodell Epiq, das neuerdings im spanischen Pamplona vom Band läuft.

Die tschechischen Preise hat Škoda bislang nicht bestätigt. Als Orientierung kann der aktuelle Enyaq dienen, der bei 1.015.000 Kč startet und in der Version 85 mit 210 kW Leistung 1.130.000 Kč kostet. Als siebensitziges Flaggschiff wird sich der Peaq oberhalb davon einreihen und in den Wettbewerb elektrischer Siebensitzer-SUVs wie Kia EV9, Hyundai Ioniq 9 oder Volvo EX90 eintreten.