Eine internationale Jury aus 98 Journalisten aus 33 Ländern hat am 1. April 2026 auf der Automesse in New York das Modell BMW iX3 zum Weltauto des Jahres 2026 gekürt. Dasselbe SUV sicherte sich gleichzeitig auch den Titel Weltelektroauto des Jahres. Für den Münchner Autobauer ist es der erste Sieg in der Hauptkategorie seit zwanzig Jahren — zuletzt gewann 2006 die BMW 3er-Reihe (E90) — und zugleich der historisch erste Titel der Marke für ein rein batteriebetriebenes Elektroauto. Das geht aus der offiziellen Erklärung der BMW Group und den Ergebnissen der World Car Awards hervor.

In der Kategorie Weltauto des Jahres setzte sich der BMW iX3 gegen 57 Bewerber durch und erreichte das Finaltrio, in dem er den Hyundai Palisade und den Nissan Leaf besiegte. Zur engeren Nominierung gehörten außerdem der Audi Q5/SQ5, der BYD Seal 6 DM-i, der Hyundai Ioniq 9, der Kia EV4, der Kia EV5, die Mercedes-Benz CLA und der Toyota RAV4. In der Kategorie Weltelektroauto des Jahres verwies der iX3 die Mercedes-Benz CLA und erneut den Nissan Leaf auf die Plätze.
Die Jury bewertet jedes Fahrzeug nach sechs Kriterien — Design, Komfort, Sicherheit, Preis-Leistungs-Verhältnis, technische Ausführung und Fahrverhalten. Die Medien der vertretenen Juroren erreichen laut Veranstaltern zusammen über 413 Millionen Leser — die Organisatoren bezeichnen dies daher als die größte mediale Reichweite in der Geschichte des Preises.
Der iX3 50 xDrive ist das erste Modell, das auf der Neue-Klasse-Plattform mit 800-V-Architektur aufgebaut ist. Laut BMW kombiniert er eine nutzbare Batteriekapazität von 108,7 kWh (brutto 113,4 kWh), zwei Motoren mit einer Leistung von 345 kW (469 PS) und 645 Nm Drehmoment, Gleichstromladen mit bis zu 400 kW sowie eine Beschleunigung von 0–100 km/h in 4,9 Sekunden. Die Reichweite nach WLTP-Zyklus erreicht bis zu 805 Kilometer, und das Laden von 10 auf 80 Prozent dauert laut Hersteller weniger als 15 Minuten. In zehn Minuten an der Ladesäule soll das Auto laut offiziellen Herstellerangaben 372 Kilometer Reichweite nachladen — die Werte werden in der Praxis logischerweise von der Batterietemperatur, der Ladekurve und der Leistung der jeweiligen Ladestation abhängen (unabhängige Tests von EV Database messen 10–80 % in rund 19 Minuten).
| Parameter | iX3 40 sDrive | iX3 50 xDrive |
|---|---|---|
| Leistung | 240 kW (325 PS) | 345 kW (469 PS) |
| Reichweite WLTP | 635 km | 805 km |
| Batterie (nutzbar) | 82,6 kWh | 108,7 kWh |
| DC-Laden | bis 300 kW | bis 400 kW |
| 0–100 km/h | 5,9 s | 4,9 s |
| Preis in Tschechien | 63.800 € | 71.300 € |
Zuletzt triumphierte BMW in der Hauptkategorie im Jahr 2006, als die 3er-Reihe der Generation E90 den Preis gewann. Seitdem landeten die Münchner in der Rangliste regelmäßig unter den Finaltrios, erreichten aber nie den Gesamtsieg. Der Titel Weltelektroauto des Jahres ist für die Marke völlig neu. In der Vergangenheit gewann BMW zweimal den Titel World Green Car, ein rein batteriebetriebenes Elektroauto setzte sich jedoch erst jetzt durch.
Der Sieg ist auch ein Schlüsselmoment für das Programm Neue Klasse, das von Mike Reichelt geleitet wird — die Plattform soll die Grundlage für weitere Elektroautos von BMW bilden, einschließlich der geplanten Produktion des Modells i3 im modernisierten Münchner Werk. BMW-Group-Vorstandsvorsitzender Oliver Zipse wurde im Rahmen der World Car Awards bereits am 26. Februar 2026 zur Persönlichkeit des Jahres gekürt, was schon damals darauf hindeutete, dass die Jury die Strategie des Konzerns rund um die Neue Klasse honorieren würde.

Die übrigen Kategorien verteilten sich gleichmäßiger auf verschiedene Hersteller. Weltluxusauto wurde der amerikanische Lucid Gravity vor dem Cadillac Vistiq und dem Volvo ES90. Den Titel Weltsportwagen des Jahres holte sich der Hyundai Ioniq 6 N — vor dem BMW M2 CS und dem Chevrolet Corvette E-Ray. Erstmals in der Geschichte wiesen dabei alle zehn Finalisten der Hauptkategorie irgendeine Form von Elektrifizierung auf. Laut Autoblog bestätigte die Jury damit, dass rein verbrennungsmotorisch angetriebene Fahrzeuge für den Hauptpreis keine nennenswerte Kraft mehr darstellen.
In der Kategorie Weltstadtauto siegte der NIO Firefly, ein kleinerer Ableger der chinesischen Marke. Dieser Erfolg steht im Kontrast dazu, dass NIO selbst in Europa den Direktverkauf einschränkt und in Schweden im Februar 2026 kein einziges Fahrzeug zugelassen hat. Den Preis für das beste Weltdesign gewann die Limousine Mazda 6e (EZ-6), die der japanische Autobauer in einem Gemeinschaftsunternehmen mit Changan — also in China — produziert. Im Finaltrio des Designs folgten ihr der Kia PV5 und der Volvo ES90.
| Kategorie 2026 | Sieger | Zweiter / Dritter |
|---|---|---|
| Weltauto des Jahres | BMW iX3 | Hyundai Palisade, Nissan Leaf |
| Weltelektroauto | BMW iX3 | Mercedes CLA, Nissan Leaf |
| Weltluxusauto | Lucid Gravity | Cadillac Vistiq, Volvo ES90 |
| Weltsportwagen | Hyundai Ioniq 6 N | BMW M2 CS, Corvette E-Ray |
| Weltstadtauto | NIO Firefly | Baojun Yep Plus, Hyundai Venue |
| Weltdesign | Mazda 6e (EZ-6) | Kia PV5, Volvo ES90 |
| Persönlichkeit des Jahres | Oliver Zipse (BMW) | — |
Auf dem tschechischen Markt lässt sich der BMW iX3 inzwischen ganz normal bestellen. Die Topversion 50 xDrive kostet 71.300 €, kurz darauf ergänzte BMW das Angebot um die günstigere Version 40 sDrive für 63.800 €. Beide Motorisierungen werden für den europäischen Markt mit Ausstattung und Aufpreisen identisch zu Deutschland angeboten. Die komplette Motorenpalette und die aktuelle Preisliste sind auf der Seite BMW iX3 in unserer Datenbank verfügbar.

Die Konkurrenz im Segment der mittelgroßen Elektro-SUV ist in Tschechien so hart wie nie zuvor: Der Audi Q6 e-tron startet im tschechischen Angebot bei 68.200 €, der Porsche Macan Electric (Version 4S) beginnt bei 85.900 €, und das Mercedes EQE SUV ist ab 84.600 € erhältlich. Der iX3 50 xDrive hat mit seinem Einstiegspreis die günstigste Preismarke dieses Trios und stellt sich mit seinen Reichweiten- (805 km WLTP) und Ladeleistungswerten (400 kW) im direkten Vergleich an die Spitze. Die 800-V-Architektur reduziert zudem die Stromstärken und thermischen Verluste bei hoher Ladeleistung, was bei sommerlichen Extremtemperaturen ein Vorteil ist.
BMW Czech hat bisher nicht bekanntgegeben, wie viele Fahrzeuge das Unternehmen auf den heimischen Markt bringen will. Die Statistiken der SDA für März 2026 zeigten jedoch einen sprunghaften Anstieg der Nachfrage: von einem Exemplar im Januar und drei im Februar auf 24 Zulassungen im März — also noch vor der Bekanntgabe des internationalen Titels am 1. April. Nach der Auszeichnung ist zu erwarten, dass sich die Wartezeiten für die Version 50 xDrive mit Metalliclackierung und dem Excellence-Paket von derzeit drei Monaten auf mindestens fünf Monate verlängern könnten. Der Titel Weltauto des Jahres hat sich bei teureren Elektroautos in der Vergangenheit oft als Verkaufskatalysator erwiesen — beispielsweise meldeten der Hyundai Ioniq 5 oder der Kia EV6 nach der Preisverleihung einen deutlichen Anstieg der Bestellungen im ersten Quartal.